Flusspferde – die nächsten Opfer der unstillbaren Gier nach Elfenbein

Flusspferde – die nächsten Opfer der unstillbaren Gier nach Elfenbein

30. Juli 2020. Aus Eckzähnen werden Messergriffe Wer einmal Flusspferde in freier Wildbahn gesehen hat, weiß um die Faszination, die diese mächtigen Pflanzenfresser ausstrahlen. Vor eineinhalb Jahren hatte ich das Glück, sie am Sabaki Fluss in Kenia zu sehen. Mein einheimischer Nachbar Babu hatte mir einen Geheimtipp gegeben, und da saß ich nun am Ufer und beobachtete eine Herde von knapp 20 Tieren bei ihrem abendlichen Bad. Damals wusste ich bereits, dass die Flusspferd-Populationen unter der Zerstörung ihres Lebensraums leiden und daher auf der Roten Liste der gefährdeten Tier und Pflanzenarten (IUCN) als gefährdet eingestuft sind. Es wird angenommen, dass nur noch 115.000 bis 130.000 Tiere in freier Wildbahn leben. […]

Tiger King: Die Geschichte hinter der Netflix-Serie

Tiger King: Die Geschichte hinter der Netflix-Serie

09. Juli 2020. Tiger und Löwen in Deutschland? Die Netflix-Serie „Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere“ lockt weltweit Menschen vor die Fernseher. In der Hauptrolle: Der Exzentriker Joe Exotic, selbsternannter „Tiger King“ und Waffennarr, der inzwischen wegen diverser Verbrechen zu einer Haftstrafe von 22 Jahren verurteilt ist. Nun hat ein Bundesrichter entschieden, dass der ehemalige Zoo von Joe Exotic in den Besitz seiner Gegenspielerin, Tierrechtsaktivistin Carole Baskin, übergeht. Der aktuelle Besitzer des Zoos, Großkatzenzüchter Jeff Lowe, hat nun 120 Tage Zeit die Einrichtung zu räumen und für seine ca. 200 Tiere, die aktuell in dem Zoo leben, eine neue Unterkunft zu finden. Die US-Doku-Serie zeigt die grausamen und tierschutzwidrigen Hintergründe […]

Mantarochen

Mantarochen

Akrobaten der Meere. Auffälliger als Mantarochen können Meeresbewohner kaum sein: Mit bis zu neun Metern Spannweite scheinen die riesigen Tiere durchs Wasser zu fliegen. Den Namen „Manta“ (Spanisch: „Decke“) verdanken sie dann auch ihren charakteristischen, teppichartigen Flossen, mit denen sie wie mit Flügeln schlagen. Auch ihre Sprünge außerhalb des Wassers sind spektakulär: Sie können bis zu zwei Meter  hoch springen und sich drehen, bis sie mit lautem Platscher wieder im Wasser landen. Status: Gefährdet Population: unbekannt Lebensraum: in Küstennähe Mantarochen: Riesige Planktonfresser Mantarochen haben im Gegensatz zu den sonstigen Teufelsrochen nur im Unterkiefer Zähne. Diese sind in sechs bis acht Reihen angeordnet, mit bis zu 182 Zähnen nebeneinander. Damit kommt […]

Coronaviren und der Tierhandel

Coronaviren und der Tierhandel

19. Mai 2020. Der globale Wildtierhandel als tickende Zeitbombe. Derzeit dominiert ein neues Coronavirus die internationalen Schlagzeilen, denn trotz des Abriegelns von Millionenstädten in China, von Grenzen in Europa und Ausgangssperren in zahlreichen Ländern weltweit breitet sich das Virus rasant aus. Ein chinesischer Wildtiermarkt in Wuhan, auf dem unter anderem Schlangen- und Schuppentierfleisch zum Verzehr angeboten wurde, diente vermutlich als Brandherd für die rasante Ausbreitung des Virus. Der genaue Übertragungsweg ist bisher nicht geklärt. Fakt ist jedoch, dass das Virus nicht künstlich in einem Labor hergestellt wurde, sondern ursprünglich von einem Wildtier stammt, wie die WHO und diverse Wissenschaftler bestätigen. Es wurde zunächst angenommen, eine zum Verzehr angebotene Schlangen hätte […]

Corona-Krise: Krankheitsherd legaler Tierhandel

Corona-Krise: Krankheitsherd legaler Tierhandel

19. Mai 2020. Regelungen für den Wildtierhandel auch in der EU sind überfällig. Seit Monaten bestimmt die COVID-19-Krise alle öffentlichen Debatten, Nachrichten berichten über kaum ein anderes Thema mehr. Dass bei der Übertragung des Corona-Virus auf den Menschen der Wildtierhandel in China eine erhebliche Rolle gespielt hat, ist nicht wirklich überraschend. Gleichzeitig ist die Krise mehr als berechtigter Anlass für eine internationale Debatte darüber, ob ein „Weiter so“ bei unserem rücksichtslosen Umgang mit der Natur, der Zerstörung der letzten Regenwälder und dem unkontrollierten Handel mit Wildtieren aus allen Erdteilen sein darf. Den „illegalen Tierhandel“ beenden? Dass das Öffnen und Zerstören selbst entlegener Lebensräume in Kombination mit dem Zusammenpferchen von Wildtieren […]

Zwergwal

Opfer der Walfänger Der Zwergwal ist der kleinste und häufigste Furchenwal. Seit den 1990er Jahren unterscheidet man den gewöhnlichen Zwergwal (Balaenoptera acutorostrata) und den etwas kleineren südlichen Zwergwal (Balaenoptera bonaerensis). Das Verbreitungsgebiet beider Arten überschneidet sich, als Unterscheidungshilfe dient unter anderem das weiße Band an ihren Brustflossen, das dem südlichen Zwergwal fehlt. Ihrem Namen zum Trotz gehören die Tiere zu den Großwalen; sie werden bis zu zehn Meter lang, maximal neun Tonnen schwer und bis zu zehn Jahre alt. Beide Arten sind äußerst neugierig und verspielt. Status: n/a Population: n/a Lebensraum: alle Ozeane Zwergwale springen gerne Im Oberkiefer haben sie circa 300 Barten, mit denen sie dann kleinere Schwarmfische, Krustentiere, […]

Pottwal

Der größte Räuber der Welt Der Pottwal (Physeter macrocephalus) ist der einzige Zahnwal unter den Großwalen und lebt von den Polen bis zum Äquator in allen Ozeanen der Welt (außer Arktis, Schwarzem und Rotem Meer). Seinen Namen erhielt er aufgrund seines riesigen, fast rechteckigen Kopfes, der wie ein Topf hervorragt und fast ein Drittel der Gesamtlänge des Wales ausmachen kann. Er ist das größte räuberisch lebende Tier der Erde und der einzige Zahnwal unter den Großwalen. Status: gefährdet Population: 360.000 Lebensraum: Tiefsee Der Pottwal ist ein heller Kopf Die meist marmorfarbenen Giganten haben sehr kurze, kleine Flipper und eine niedrige Rückenflosse, auf die zahlreiche Buckel und Zacken folgen. Ältere Männchen […]

Grindwal

Auf den Färöern gejagt Bei Grindwalen unterscheidet man zwischen dem auf der nördlichen Halbkugel lebenden Gewöhnlichen Grindwal (Globicephala melas) – auch Langflossen-Grindwal genannt – und dem Kurzflossen-Grindwal (Globicephala macrorhynchus). Trotz ihres Namens gehören Grindwale zu den Delfinen. Status: n/a Population: 900.000 Lebensraum: Hochsee und Küstennähe Grindwale sind sehr sozial Gewöhnliche Grindwale leben in Gruppen von etwa 20 Tieren, die stets von einem meist männlichen Leittier angeführt werden. Dieser Tatsache verdanken sie auch ihren englischen Namen „pilot whale“. Zeitweise schließen sich bei ihren Wanderungen mehrere solcher Schulen zu Gruppen von bis zu 1.000 Individuen zusammen. Auch mischen sich Grindwal-Schulen durchaus auch mit anderen Delfinen wie Rundkopfdelfinen oder Großen Tümmlern. Grindwale werden […]

Finnwal

Gefährdete Tiefseebewohner Mit bis zu 27 Metern Länge und bis zu 80 Tonnen Gewicht ist der Finnwal (Balaenoptera physalus) nach dem Blauwal das zweitgrößte Tier der Erde – dabei ist die in der nördlichen Hemisphere lebende Unterart (Balaenoptera physalus physalus) ein bis eineinhalb Meter kürzer als sein Pendant auf der Südhalbkugel (Balaenoptera physalus quoyi). Finnwale haben eine dunkelgraue Oberseite und eine leuchtend weiße Unterseite. Besonders markant ist die asymmetrische Färbung des Unterkiefers: die rechte Seite ist weiß, die linke grau gefärbt. Status: Gefährdet Population: ~ 100.000 Lebensraum: Tiefe Gewässer auf offener See Finnwale sind Tieftaucher Der Finnwal gehört zu den Bartenwalen und ernährt sich vornehmlich von Krill, den er mit […]

Buckelwal

Springender Akrobat Der Buckelwal (Megaptera novaeangliae) beugt beim Abtauchen seinen Rücken und bildet dabei einen Buckel. Sie sind die Akrobaten und Sänger unter den großen Walen: Buckelwale zeigen spektakuläre Sprünge, bei denen sie oft den ganzen Körper aus dem Wasser katapultieren, und klatschen mit Brust- und Schwanzflossen auf die Wasseroberfläche. Dies dient offenbar vor allem der Kommunikation mit anderen, weiter entfernten Walen. Status: Nicht gefährdet Population: 60.000 Lebensraum: Alle Meere Buckelwale sind berühmte Sänger Berühmtheit erlangten Buckelwale vor allem wegen ihres einzigartigen Gesangs: Dieser Laut ist nicht nur einer der vielfältigsten im gesamten Tierreich, sondern mit 190 Dezibel auch einer der lautesten. Der Gesang ist aus einzelnen, sich wiederholenden Strophen […]