Warum verlässt Japan die IWC?

Warum verlässt Japan die IWC?

26. Dezember 2018 (aktualisiert). Piratenwalfang statt „Harpunen für die Wissenschaft“ Nun also doch: Ausgerechnet an Weihnachten hat Japan seine jahrelange Drohung wahr gemacht und den Austritt aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) verkündet. Die Folgen dieser Entscheidung sind vielschichtig, das Timing sehr bemerkenswert. Japans Regierung hat diesen Schritt schon oft und seit vielen Jahren angedroht; zum 1. Juli 2019 wird Japan die IWC tatsächlich verlassen und dann ganz offiziell kommerziellen Walfang beginnen. Warum gerade jetzt? Lange Zeit wollte die Regierung in Tokio einen Austritt als Druckmittel nutzen, um bei der Walfangtagung andere Länder verhandlungsbereiter zu machen und doch noch „ein bisschen Küstenwalfang“ zu legalisieren. Dieser Plan ist nicht aufgegangen, das seit 1986 […]

Für Haie am Verhandlungstisch

Für Haie am Verhandlungstisch

27. Dezember 2018. Fischerei-Interessen kontra Artenschutz. 100 Millionen Haie werden jedes Jahr abgeschlachtet, zum größten Teil, um als Flossen in einer Suppe zu enden. Mehr als 74 Haiarten sind in unseren Meeren vom Aussterben bedroht; dazu kommen mehr als 200 Arten, über die es nicht genug Daten gibt. Es ist anzunehmen, dass viele dieser Arten ebenfalls kurz vor dem Verschwinden sind. Vor einem Jahr hat die Mitgliederversammlung der Bonner Konvention (CMS) für wandernde Tierarten sieben dieser hochgefährdeten Arten unter besseren Schutz gestellt. Für die Umsetzung gibt es das sogenannte „Sharks MoU“ (Abkommen zum Schutz wandernder Haiarten), eine Art Hai-Vertrag. Es ist die einzige globale Vereinbarung, die den Schutz von Haien […]

Sechs Tipps für einen tierleidfreien Urlaub in Asien

Sechs Tipps für einen tierleidfreien Urlaub in Asien

18. Dezember 2018 Elefantenreiten, Tigertempel, Delfinshows ade. Weiße Strände, hohe Berge, riesige Metropolen: Asien hat alles, was ein Traumurlaub braucht. Leider boomt in Asien auch das Geschäft mit Wildtieren. Häufig ist es gar nicht einfach, Tierschutzfallen in Ländern wie Thailand, China, Indien oder Indonesien zu umgehen. Unsere Tipps helfen dabei, einen unvergesslichen Urlaub zu genießen, bei dem keine Tiere zu Schaden kommen. 1. Exotische Tiere gehören nicht auf den Teller! Eine frittierte Tarantel in Kambodscha, Schlangenwein in Vietnam oder Katzenkaffee in Indonesien (Kopi Luwak, der teuerste Kaffee der Welt) sind bei Touristen äußerst beliebt, der Urlaub soll schließlich „authentisch“ sein. Was als harmloser Urlaubsspaß oder Mutprobe daher kommt, wird für […]

Immer mehr Elfenbeinmärkte schließen

Immer mehr Elfenbeinmärkte schließen

In Asien und auch in Europa verbieten immer mehr Länder den Elfenbeinhandel. Pro Wildlife kämpft intensiv für ein Ende des Elfenbeinhandels, um die Wilderei auf Elefanten zu stoppen. China, ehemals größter Absatzmarkt für legales und illegales Elfenbein, hat 2018 seine Elfenbeingeschäfte und Schnitzfabriken geschlossen. Ein Meilenstein für den Elefantenschutz! Die Schwarzmarktpreise für das weiße Gold sind bereits deutlich gefallen. In der Sonderverwaltungszone Hong Kong soll 2021 ein Elfenbeinverbot in Kraft treten, in Taiwan 2020. Auch in Europa findet unsere Forderung nach einem Ende des Handels zunehmend Gehör: Luxemburg verabschiedete im Juli 2018 ein Verbot, Großbritannien im Dezember (es soll Mitte 2019 in Kraft treten). Frankreich hat bereits 2016 Beschränkungen erlassen […]

Tierversuche: Wild gefangene Affen in Versuchslaboren

Tierversuche: Wild gefangene Affen in Versuchslaboren

11. Dezember 2018 Affenversuche: Forschung um jeden Preis Der weltweite Handel mit Affen für die Forschung floriert. Ein Millionengeschäft! Denn die Versuchslabore haben einen hohen Verbrauch und benötigen ständig Nachschub. Um ihren enormen Bedarf zu decken, importieren Labore weltweit jährlich zehntausende Affen. Doch woher stammen all diese Tiere? In Asien und Afrika werden unzählige Affen aus der Wildnis eingefangen. Durch die brutalen Fangmethoden und beim Transport erleiden viele der Primaten Verletzungen oder sterben sogar. Die Überlebenden werden entweder in Zuchtstationen transportiert, wo sie unter grauenhaften Bedingungen als Gebärmaschinen für die Forschungsindustrie dienen, oder als Versuchstiere exportiert. Vor allem der Javaneraffe (Macaca fascicularis) ist hoch begehrt und gehört zu den meistgehandelten […]

EXOPET-Studie bestätigt Forderungen von Tier- und Naturschützern

EXOPET-Studie bestätigt Forderungen von Tier- und Naturschützern

Bundesregierung gerät unter Zugzwang Im Koalitionsvertrag vom November 2013 hatten die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD vereinbart, „den Handel mit und private Haltung von exotischen und Wildtieren“ bundeseinheitlich zu regeln. Importe von Wildfängen in die EU sollten grundsätzlich verboten werden und gewerbliche Tierbörsen für exotische Tiere untersagt werden. Pro Wildlife und die anderen Verbände, die seit Jahren die Missstände im Exotenhandel anprangerten, begrüßten diesen Schritt. Doch die Freude währte nur kurz, denn es zeichnete sich schnell ab, dass das für Tierschutz zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium wenig Eile hatte, irgendetwas von diesen Punkten im Koalitionsvertrag umzusetzen. Stattdessen schrieb das BMEL über ein Jahr später (im März 2015) ein mehrjähriges Forschungsprojekt aus, das die Tierschutzrelevanz […]

Artenschützer kritisieren Konsum von exotischem Wildfleisch

München, den 05. Dezember 2018. Fleisch von Zebra, Känguru und Co gehört nicht ins Regal Der Verkauf von Zebrafleisch bei der Supermarkt-Kette Netto Marken-Discount hat eine Diskussion über den Verkauf von exotischem Wildfleisch entfacht. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife warnt Handel und Verbraucher vor solchen Angeboten. „Das Fleisch stammt in aller Regel von Tieren aus freier Natur, die meisten Wildtierbestände sind aufgrund von Wilderei und Lebensraumverlust bereits rückläufig. Der Trend zu exotischem Fleisch von Tieren aus weit entfernten Ländern ist sehr bedenklich“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. Zebrafleisch bei Netto Das in Discountern angebotene Zebrafleisch stammt vermutlich von Steppenzebras. Die Bestände sind zwischen 2002 und 2016 um 24 Prozent zurückgegangen, […]

Geschützte Tiere am Jackenkragen

München, den 27. November 2018. Fallenjagd für Pelzjacken – EU einer der größten Absatzmärkte. 15 Prozent der Pelze im Handel stammen aus der Wildnis. Darunter sind auch hunderttausende Felle geschützter Arten, die allein die EU in den vergangenen zehn Jahren eingeführt hat. Vom patagonischen Fuchs bis zum Rotluchs landen die Pelze zahlreicher geschützter Tiere an Jackenkrägen oder Ärmelaufschlägen. Die EU ist einer der Hauptabsatzmärkte für Felle aus Fallenjagd. Im Zeitraum von 2008 bis 2017 importierte die EU folgende Arten, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) geschützt sind: – Knapp 200.000 ganze Felle und mehrere tausend Hautstücke geschützter Füchse (vor allem aus Argentinien) – fast 110.000 Häute und Hautstücke von […]

Australiens millionenfacher Känguru-Abschuss

13. November 2018. Filmvorführung „Kangaroo – A Love Hate Story“ in München. Mehr als 1,5 Millionen Kängurus werden in Australien jährlich legal und systematisch erschossen. Spezialisierte Unternehmen verarbeiten bis zu 4.000 Kängurus pro Tag – sie alle stammen aus freier Natur. Die Jagd auf Kängurus ist weltweit die größte Tötung an landlebenden Wildtieren. Der Dokumentarfilm „Kangaroo – A Love-Hate Story“ zeigt das Schicksal von Millionen Tieren, deren Spuren auch nach Deutschland führen. Deutschland ist drittgrößter Importeur von Kängurufleisch und -leder. Als Steak, Haustierfutter oder Fußballschuhe werden Kängurus von deutschen Supermarktketten wie Rewe, Metro, V-Markt und Sportherstellern wie von Nike, Adidas und Puma angeboten. Der Deutsche Tierschutzbund und Pro Wildlife zeigen […]

Pelz: Fallenjagd auf Kojote, Luchs, Waschbär & Co.

Pelz: Fallenjagd auf Kojote, Luchs, Waschbär & Co.

22. November 2018 In der Falle: Vom langsamen Sterben für fragwürdige Pelz-Mode. „Aber eine Jacke mit Kojote ist doch okay, oder? Das ist doch nachhaltig“ sprach mich letztens ein Bekannter an, obwohl er meine Einstellung zu Pelzen kennt. Mit Pelzen verbindet er (und sicher auch die allermeisten Leute) Bilder vom Elend auf nordeuropäischen Fuchs- und Nerzfarmen oder die gruseligen Videos, wie Marderhunde auf chinesischen Pelzfarmen totgeknüppelt werden. Kojoten-Pelz dagegen stammt aus der nordamerikanischen Fallenjagd – das klingt für viele erst mal nach weitem Land, Trapper-Romantik und Naturverbundenheit. Deshalb vielleicht seine Frage, ob das nicht okay sei… Vielleicht gilt Marderhund inzwischen als Billigware, vielleicht haben die Bilder seiner grausamen Tötung die […]