Artenschützer fordern Importverbot für Wildtiere

München, 26. März 2020. Wildtiere übertragen Erreger wie Coronaviren // Jährlich hunderttausendfacher Import von Wildtieren Zwölf Tier- und Artenschutzverbände fordern die Bundesregierung in einem gemeinsamen Brief auf, Einfuhren von lebenden Wildtieren zu verbieten, um die Ausbreitung ansteckender Krankheiten einzudämmen. Forscher gehen davon aus, dass die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Viruserkrankung Covid-19 auf einem Wildtiermarkt in China ausbrach. „Die Covid-19-Pandemie zeigt uns drastischer denn je, dass der Handel mit Wildtieren große Gefahren auch für den Menschen birgt. Wissenschaftler warnen schon lange vor den Gefahren, die der Wildtierhandel für den Tier- und Naturschutz und die menschliche Gesundheit birgt. Deshalb müssen mögliche Brandherde für Pandemien und zahlreiche andere Krankheiten angegangen und die Einfuhr von […]

Löwe im Bergzoo Halle soll zurück in Privathaltung

München, 3. März 2020. Tierschützer fordern dringend strengere Gesetze. Der Bergzoo Halle beherbergt seit kurzem einen weißen Löwen, den ein Privathalter aus Zielitz, Sachsen-Anhalt, kurzfristig dort untergebracht hat. Der Löwe wurde etwa eineinhalb Jahre lang auf einem Privatgelände in Sachsen-Anhalt gehalten. Der Besitzer soll den Löwen offenbar nach dem Umbau seines Geheges wieder zurück bekommen. „Die Gesetzgebung in Deutschland versagt beim Thema exotische Haustiere. Hierzulande kann jeder, der möchte, fast alles halten, was in einen Käfig, in ein Aquarium oder in ein Terrarium passt. Nicht einmal die Haltung eines Löwen im Hinterhof ist verboten. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, betont Sandra Henoch von Pro Wildlife. Es gibt kein Gesetz, das die […]

Tag des Artenschutzes: Wildtierhandel – Gefahr für Mensch und Tier

München, 2. März 2020. China reagiert mit Verboten, EU muss endlich handeln. Zum Tag des Artenschutzes am 3. März warnt die Artenschutzorganisation Pro Wildlife vor den Gefahren des Wildtierhandels. Neuartige Viren wie Corona, SARS, MERS oder Ebola, die von Tieren auf Menschen übertragen wurden, verdeutlichen die Gefahren des Wildtierhandels für den Menschen. Zudem bedroht der Handel mit Millionen Wildtieren und ihren Körperteilen, sei es als exotische Heimtiere, als vermeintliche Medizin oder als Lebensmittel, die Artenvielfalt in aller Welt. „Wildtiere sind keine Konsumartikel. Die hemmungslose Plünderung muss endlich ein Ende haben, denn sie bedroht die Artenvielfalt und damit die Ökosysteme, von denen auch wir Menschen abhängig sind“, erklärt Daniela Freyer von […]

Kein Handel mit Haiflossen in der EU!

Kein Handel mit Haiflossen in der EU!

Europäische Bürgerinitiative gegen Finning und Handel. Haie werden millionenfach getötet, die Schätzungen belaufen sich laut Weltnaturschutzunion IUCN auf 63 bis 273 Millionen Tiere jährlich. Am wertvollsten im internationalen Handel sind die Flossen, die vor allem in Asien begehrt sind. Um Platz an Bord zu sparen und nur die Flossen zu lagern, praktizieren Fischer vielerorts bis heute das „Finning“. Dies bedeutet, dass den Haien noch auf See die Flossen abgeschnitten werden und der als „wertlos“ angesehene Körper wieder über Bord geworfen wird. Eine extrem grausame Praxis, denn häufig leben die Haie noch und sinken hilflos zum Meeresboden, wo sie jämmerlich ersticken oder verbluten. Um diese grausame Praxis zu unterbinden und Tricksereien […]

Coronaviren und der Tierhandel

Coronaviren und der Tierhandel

29. Januar 2020 (Update 26. März 2020). Der globale Wildtierhandel als tickende Zeitbombe. Derzeit dominiert ein neues Coronavirus die internationalen Schlagzeilen, denn trotz des Abriegelns von Millionenstädten in China, von Grenzen in Europa und Ausgangssperren in zahlreichen Ländern weltweit breitet sich das Virus rasant aus. Der Erreger stammt offenbar von einem Fischmarkt in der chinesischen Stadt Wuhan, wo auch Schlangen- und Schuppentierfleisch zum Verzehr verkauft wurde. Eigentlich kommt das Virus in Fledermäusen vor. Es wurde zunächst angenommen, eine der verkauften Schlangen hätte sich über das Fressen einer Fledermaus infiziert. Danach vermuteten Forscher, dass Schuppentiere den Erreger übertragen haben könnten; erwiesen ist der Übertragungsweg jedoch nicht. Fakt ist: Dank Globalisierung kann […]

Artenschützer warnen: Tierhandel nach Europa ist Gesundheitsrisiko

München, den 28. Januar 2020. China ist größter Lieferant für lebende Reptilien in die EU. Artenschützer warnen vor dem potentiellen Einschleppen von Krankheiten über den weltweiten Tierhandel. „Wildtiere tragen Erreger in sich, die für den Menschen oder andere Tierarten gefährlich oder gar tödlich sein können. Darunter sind Lungenerkrankungen, Hirnhautentzündungen oder Affenpocken, die unter Umständen sogar bis zum Tod führen“, berichtet Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „China hat infolge der aktuellen Coronavirus-Epidemie gerade den nationalen Handel mit Wildtieren ausgesetzt. In die EU dürfen jedoch weiterhin Wildtiere auch aus Fernost importiert werden.“ China ist derzeit der wichtigste Lieferant für lebende Reptilien in die EU: Allein im Zeitraum 2014 bis 2018 importierten […]

Abschuss frei: Messe in Dortmund bietet Jagd auf Eisbär, Elefant, Nashorn, Löwen

München / Dortmund, 23. Januar 2020. Geschäft mit dem Abschuss geschützter Arten boomt auf Europas größter Jagdmesse. Auf Europas größter Jagdmesse „Jagd und Hund“ (Dortmund, 28. Januar bis 2. Februar) können Jäger den Abschuss auf gefährdete und geschützte Arten wie Eisbären, Nashörner, Elefanten, Löwen, Leoparden, Giraffen, Affen, Braunbären und Wölfe buchen – ganz legal. „Wir erleben derzeit den größten Artenverlust seit Aussterben der Dinosaurier, viele Tierbestände sind bereits eingebrochen. Trotzdem dürfen zahlungskräftige Hobbyjäger bedrohte und geschützte Tiere abschießen, wie zu Kolonialzeiten. Dieses sinnlose Töten aus reiner Gier nach Statussymbolen muss endlich ein Ende haben“, fordert Daniela Freyer von Pro Wildlife. Auf der Messe sind Aussteller aus Deutschland und mehr als […]

Rettungsaktion in Australien

Rettungsaktion in Australien

Hilfe für Koalas, Kängurus und viele andere Wildtiere in den Bränden. Die Feuer in Australien haben eine Welle der Unterstützung hervorgerufen. Pro Wildlife rettet gemeinsam mit seiner Partnerorganisation Humane Society International (HSI) verletzte Wildtiere in Australien und kämpft gegen die Gefährdung von Australiens Tierwelt. Aktuell sind die Experten von HSI auf  Kangaroo Island und auf dem australischen Festland im Einsatz. Die Tiere auf der Insel wurden von den Feuern besonders schwer getroffen: Schätzungsweise die Hälfte der dort lebenden 50.000 Koalas ist den Flammen zum Opfer gefallen. 11. März 2020 Viele Koalas können bereits zurück in die Freiheit. Das Team von Humane Society International kann Schützlinge, die wieder gesund sind, auswildern. […]

Wirtschaftsforum: Artensterben und Klimakrise sind Risiken für globalen Wohlstand.

Wirtschaftsforum: Artensterben und Klimakrise sind Risiken für globalen Wohlstand.

17. Januar 2020. Menschgemachte Risiken für Tier und Natur. Der „Globale Risiko-Report“ des Weltwirtschaftsforums von Davos zeigt: Die Bedrohung der Erde durch Klimakrise und Artensterben ist auch bei der Wirtschaftselite angekommen. Doch werden die Mächtigsten und Reichsten auch handeln? Im Globalen Risiko-Report des Weltwirtschaftsforums werden regelmäßig die Hauptrisiken für die Weltwirtschaft und das Wohlergehen der Menschheit für die kommenden zehn Jahre benannt. Zum ersten Mal wird diese Liste nun von fünf Umweltrisiken dominiert. 800 Wirtschaftsexperten haben abgestimmt und menschgemachte beziehungsweise durch den Menschen verschärfte Risiken für Tier und Natur auf die ersten fünf Plätze gesetzt, was die Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Risiken betrifft. 1. Extremwetter Extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden, Hitzewellen […]

Mitmachaktion: Stoppt die millionenfache Jagd auf Kängurus.

Mitmachaktion: Stoppt die millionenfache Jagd auf Kängurus.

Deutsche Firmen am Pranger. Mehr als eine Milliarde Wildtiere sollen in Australien bereits Opfer der verheerenden Buschbrände geworden sein. Das Überleben zahlreicher Arten ist in Gefahr. Trotz der verheerenden Verluste von Tieren und Lebensraum werden Kängurus weiterhin gnadenlos verfolgt. Landwirte und Regierungspolitiker sehen die heimischen Wildtiere als Schädlinge, die in extrem trockenen Gebieten mit Nutztieren und Getreideanbau konkurrieren. Von Schlachtunternehmen und Landwirten angeheuerte Jäger töten jedes Jahr über eine Million der australischen Wappentiere auf grausame Weise. Videoaufnahmen dokumentieren, dass die Tiere sehr häufig nicht gleich tot sind, sondern angeschossen werden und anschließend qualvoll verenden. Experten schätzen zudem, dass der Jagd zusätzlich mehrere hunderttausend Jungtiere im Beutel der Mutter zum Opfer […]