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Delfinarien sind leider noch immer ein Besuchermagnet, wobei die Kritik an ihnen zumindest in westlichen Ländern steigt. Auch Delfinarien in Deutschland halten diese sensiblen Tiere und führen Delfinshows durch. Obwohl artgerechte Haltung in Gefangenschaft unmöglich ist und hohe Sterblichkeitsraten an der Tagesordnung sind, findet keine Abkehr von der Delfinarienhaltung statt.
In Deutschland gab es ursprünglich 14 Delfinarien, heute sind glücklicherweise nur noch zwei: Der Zoo Duisburg und der Tiergarten Nürnberg sind die letzten Einrichtungen Deutschlands, die insgesamt 14 Große Tümmler halten (Stand April 2026).

Sowohl in Duisburg als auch in Nürnberg leben neben den Nachzuchten auch jeweils zwei Wildfänge, die zwischen 1981 und 1990 eingefangen wurden. Diese Delfine wurden als Jungtiere aus ihrem Familienverband gerissen und nach Deutschland transportiert. Seither müssen sie zusammen mit den Nachzuchten zweimal täglich Kunststückchen zur Unterhaltung der Besuchenden präsentieren.
Diese Delfine leben in deutschen Delfinarien
- Zoo Duisburg: zwei Wildfänge „Ivo“ und „Pepina“ sowie die fünf Nachzuchten „Delphi“, „Daisy“, „Debbie“, „Dobbie“ und „Dora“; „Debbies“ erst acht Monate altes Delfinkalb „Domingo“ starb 2023 an einer Schädelfraktur
- Tiergarten Nürnberg: zwei Wildfänge „Nynke“ und „Jenny“ sowie fünf Nachzuchten „Sunny“, „Dolly“, „Donna“, „Nami“ und „Dörte“, die 2023 von Duisburg nach Nürnberg verfrachtet wurde, wie zuvor schon Donna und Dolly

Delfinarien in Deutschland als Friedhöfe
Fast die Hälfte der wild gefangenen Delfine starben in Nürnberg und Duisburg innerhalb weniger Wochen oder Monate. Nicht umsonst bezeichnete der berühmte Delfinschützer Richard O´Barry den Duisburger Zoo als „größten Delfin-Friedhof der Welt“. Seit der Eröffnung des Delfinariums 1965 starben hier mehr als 60 Delfine, im Tiergarten Nürnberg seit 1971 mindestens 35 Tiere. Darunter viele Jungtiere. Allein Daisy musste zwischen 2007 und 2017 den Verlust von vier Kälbern verkraften.
Das verdeutlicht den mäßigen Erfolg der Zuchtprogramme in Deutschlands Delfinarien. Insgesamt sterben in Duisburg und Nürnberg zwei Drittel der Nachzuchten vor oder kurz nach der Geburt. Hinzu kommen noch all jene Jungtiere, die zwar die Geburt selbst überstehen, aber nie das Erwachsenenalter erreichen. Seit der Eröffnung der beiden deutschen Delfinarien in den 1960er beziehungsweise Anfang der 1970er Jahre überlebten nur rund zehn Nachzuchten. Darüber hinaus kann auch Inzucht zum Problem werden: Sechs der aktuellen zehn Nachzuchten beider Einrichtungen wurden von Ivo gezeugt, vier davon mit Delphi, zwei mit Pepina. Von den Nachzuchten ist Delphi die einzige, die mit keinem der anderen Delfine verwandt ist.
- Besuchen Sie keine Delfinarien
- Schwimmen Sie nicht mit Delfinen in Gefangenschaft
- Machen Sie keine „Delfintherapien“
- Klären Sie Freunde und Bekannte über die Missstände in Delfinarien auf
- Unterstützen Sie unsere Petition für ein Ende der Delfinarien in Deutschland!
Der Einsatz gegen Delfinarien verlangt Verhandlungsgeschick, schnelles Reagieren und einen langen Atem. Bitte ermöglichen Sie unsere Arbeit für den Schutz der Delfine mit einer Spende – jeder Betrag hilft. Oder unterstützen Sie den Schutz der kleinen Meeressäuger dauerhaft – mit einer Delfinpatenschaft.
FAQ
Nein, eine artgerechte Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ist nicht möglich. In freier Natur schwimmen sie bis zu 100 km täglich, lösen ständig neue Herausforderungen, leben in komplexen sozialen Gruppen. In Gefangenschaft leiden sie u.a. an Bewegungsmangel, einer monotonen Umgebung, gestörten bzw. künstlich zusammengesetzten Sozialstrukturen und unnatürlichen Verhaltensweisen (wie antrainierten Kunststücken).
Aufgrund der monotonen Umgebung, fehlenden Herausforderungen und eingeschränkten Sozialkontakten leiden sie sowohl an physischen wie psychischen Krankheiten, Verhaltensstörungen, Depression und einer verkürzten Lebenserwartung.
Ja – der Zoo Duisburg und der Tiergarten Nürnberg sind die letzten Einrichtungen in Deutschland, die insgesamt 14 Große Tümmler halten. Allein im Duisburger Delfinarium ist die Bilanz dramatisch, besonders bei den Nachzuchten: In den 61 Jahren seit Eröffnung starben zwei Drittel der in Duisburg geborenen Delfinkälber vor oder kurz nach der Geburt.
In unserer Petition fordern wir ein Ende der Delfinarien in Deutschland und dem damit verbundenen Tierleid: >> jetzt unterschreiben
Bildung: In Gefangenschaft zeigen Delfine nicht ihr natürliches Verhalten. Kunststücke (wie Bälle balancieren) vermitteln ein falsches Bild. Im besten Fall zeigt sich ein Lerneffekt in Bezug auf Aussehen und Namen der Tierarten, jedoch nicht bezüglich Verhalten, Bedrohungsstatus oder Schutzbemühungen. Delfinarien dienen der Unterhaltung, nicht der Bildung.
Forschung: Zoos können nur zu Verhalten unter kontrollierten Bedingungen (wie Training), Tiermedizin und Kommunikation forschen. Aber diese Erkenntnisse sind nicht 1:1 auf wildlebende Delfine übertragbar, genauso ist der zusätzliche Erkenntnisgewinn viel zu gering, um ein Leben in Gefangenschaft zu rechtfertigen.
Ja, denn die Delfinarien benötigen ständigen Nachschub, insbesondere aufgrund der verkürzten Lebensdauer der Delfine in Gefangenschaft. Allerdings sind die Zuchtbemühungen nur bedingt erfolgreich. Viele Kälber sterben direkt oder kurz nach der Geburt. Allein im Duisburger Delfinarium ist die Bilanz dramatisch: In den 61 Jahren seit Eröffnung starben zwei Drittel der in Duisburg geborenen Delfinkälber vor oder kurz nach der Geburt. Daher werden auch weiterhin noch viele Delfine wild gefangen, um in Delfinshows ausgebeutet zu werden – ein lukratives Geschäft, das immenses Tierleid verursacht.
In Deutschland gibt es noch zwei Delfinarien: Der Zoo Duisburg und der Tiergarten Nürnberg sind die letzten Einrichtungen in Deutschlands, die insgesamt 14 Große Tümmler halten (Stand April 2026).
Ja, beispielsweise Delfine in freier Natur beobachten, Dokumentationen oder virtuelle Erlebnisse.

