Der Eisbär wurde zum Symbol für die Auswirkungen des
Klimawandels. Die meisten Bärenarten sind bedroht.

Der Bär: Gefährdeter Meister Petz

Die Bären (Ursidae) nennt man in Abgrenzung zu den Kleinbären (Procyonidae) auch Großbären oder Echte Bären. Es gibt noch acht Bärenarten. Großbären haben einen massigen Körperbau mit großem Kopf, kurzen, kräftigen Gliedmaßen und kurzem Schwanz. Alle Bären sind Sohlengänger und bewegen sich eher gemächlich, können aber bis zu 50 km/h schnell werden. Bären sind Einzelgänger und mit Ausnahme des Eisbären eher dämmerungs- oder nachtaktiv. Sie schlafen oft in Höhlen, Baumstämmen oder Erdgruben. Viele Arten halten Winterruhe. Der Eisbär frisst überwiegend Fleisch, die anderen Arten sind Allesfresser, bei denen Früchte und andere Pflanzenteile einen Großteil der Ernährung ausmachen. Der Große Panda ist fast ausschließlich Bambus.

In vielen Kulturen spielen Bären eine wichtige Rolle – vermutlich wegen ihrer Größe und Stärke. Die Kehrseite ist, dass bis heute verschiedene Körperteile wie Gallenflüssigkeit, Fleisch, Tatzen, Krallen, Zähne und Felle als Heilmittel, für rituelle Zwecke oder Delikatesse eingesetzt werden. Seit der Antike wurden und werden zudem lebende Tiere für Unterhaltungszwecke eingesetzt.

Bären zu Lande…

Braunbären © Max Goldberg

Der Braunbär (Ursus arctos) ist am weitesten verbreitet und lebt in 45 Ländern Nordamerikas, Europas und Asiens. Er ist der wohl bekannteste Vertreter der Bären. Im Süden Chinas lebt ein weiterer wohlbekannter Zeitgenosse: Der Große Panda (Ailuropoda melanoleuca) war einst im Süden Chinas weit verbreitet. Im 20.Jahrhundert ist ein Großteil des Bambuswaldes, in dem er lebt, durch Landwirtschaft und menschliche Siedlungen zerstört worden. Heute leben weniger als 2.000 Tiere in entlegenen Gebieten im Inneren Chinas. Der Kragenbär (Ursus thibetanus) lebt in Süd- und Ostasien. Er wird gewildert für Bärengalle, die als Heilmittel eingesetzt wird und wegen seiner Tatzen, die in Teilen Asiens als Delikatesse gelten, und wegen seines Fells. auf Sri Lanka, in Indien, Nepal und Bhutan lebt der Lippenbär (Melursus ursinus), der dem Kragenbären recht ähnlich sieht. Allerdings hat der Lippenbär, wie sein Name schon sagt, eine besonders geformte Schnauze. Mit seinen Lippen kann er seine Leibspeise Termiten am besten essen. Ein weiterer asiatischer Vertreter ist der Malaienbär (Helarctos malayanus), ein weiterer Amerikaner ist der Amerikanische Schwarzbär (Ursus americanus). Die einzige Bärenart in Südamerika ist der Brillenbär (Tremarctos ornatus). Er lebt in den tropischen Anden. Seine Fellzeichnung auf dem Kopf gibt ihm sein namensgebendes Aussehen.

… und Bären auf dem Eis

Eisbären © A. Wilson

Der Eisbär (Ursus maritimus) lebt an den wandernden Packeisgrenzen der Arktis im Norden Kanadas, in Alaska (USA), Grönland (Dänemark), Russland und Norwegen. Er ist gefährdet durch Lebensraumverlust, insbesondere durch die Erderwärmung aber auch die zunehmende Erschließung der Arktis, Belastung mit Schadstoffen sowie durch legale Jagd und Wilderei.

 

 

Der größte Feind des Bären: der Mensch

Die meisten Bärenarten sind durch Lebensraumverlust, Wilderei und Jagd gefährdet. Einige Arten gelten als bedroht oder gefährdet. Der Eisbär wurde zum Symbol des Klimawandels – ihm schmilzt der Lebensraum buchstäblich unter den Pranken weg. Pro Wildlife setzt sich für den Schutz der Bären ein.

>> So hilft Pro Wildlife

Braunbär

Braunbär © James Warwick

Braunbären leben in Nordamerika, Europa und Asien. Es gibt ein gutes Dutzend Unterarten, darunter Eurasischer Braunbär…

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Eisbär

Eisbären © Lori & Rich Rothstein

Der Eisbär ist perfekt an seine Umgebung angepasst: Die behaarten Fußsohlen isolieren und haben eine Anti-Rutsch-Wirkung auf dem Eis…

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