Wilderei, Elfenbeinhandel, Verlust des Lebensraums und Jagd gefährden die Elefanten.

Elefanten: Die größten Landtiere der Erde

Elefanten sind die größten noch lebenden Landtiere. Schon bei der Geburt wiegt ein Kalb bis zu 100 Kilogramm. Die Tragzeit ist mit 20 bis 22 Monaten die längste aller Landsäugetiere. Je nach Art hat ein Elefant im Durchschnitt zwischen zwei und fünf Tonnen Körpergewicht und eine Größe von bis zu vier Metern. Von den Rüsseltieren leben heute nur noch drei Arten: Der Asiatische Elefant (Elephas maximus) in Asien und in Afrika der Afrikanische oder Savannen-Elefant (Loxodonta africana), sowie der kleinere Waldelefant (Loxodonta cyclotis) in den Regenwäldern West- und Zentralafrikas. Zu den ausgestorbenen frühen Rüsseltieren gehören zum Beispiel das Mastodon sowie verschiedene Mammutarten, die auch in Europa und Amerika verbreitet waren. Die Seekühe gelten als nahe Verwandten.

Das weibliche Leittier führt die Elefantenherde

Elefant © Gabriel Johannes Huber

Elefanten verfügen über hohe Intelligenz, ein sprichwörtlich gutes Gedächtnis und ein sehr ausgeprägtes Sozialleben. Sie leben im Matriarchat, das bedeutet ein erfahrenes weibliches Leittier führt eine je nach Nahrungsangebot größere oder kleinere Gruppe aus nah verwandten Tieren an.

Männliche Nachkommen verlassen ihre Geburtsherde nach etwa zehn Jahren und ziehen dann alleine oder in „Bullengruppen“ umher. Ein männlicher Elefant hat an den Schläfen Drüsen, die ab der Geschlechtsreife während der sogenannten „Musht“ ein öliges Sekret ausstoßen. Elefanten können in der Natur ein Alter von etwa 60 Jahren erreichen.

Besonders markant ist der aus Oberlippe und Nase entstandene Rüssel, der aus etwa 40.000 verschiedenen Muskeln besteht. Er ist äußerst feinfühlig und beweglich und dient nicht nur zum Riechen, Trinken und Tasten, sondern auch zur Kontaktaufnahme und als Greiforgan, um Blätter und Äste an Bäumen zu erreichen oder Grasbüschel abzureißen. Die (besonders bei afrikanischen Tieren) riesigen Ohren werden zur Kühlung eingesetzt. Elefanten verfügen über einen hervorragenden Geruchssinn und ein sehr ausgeprägtes Gehör. Sie können sich über große Entfernungen durch sehr tiefe Töne verständigen, die Menschen nicht hören können.

Die Stoßzähne erfüllen wichtige Funktionen

Elefant © Martin Harvey

Elefanten besitzen zwei Arten von Zähnen: die zu Stoßzähnen umgewandelten, enorm verlängerten oberen Schneidezähne und vier ziegelsteingroße Backenzähne. Die zwei Stoßzähne wachsen lebenslang und können bei alten Bullen im Extremfall mehr als 100 Kilo wiegen. Sie werden zum Graben nach Wasserquellen und Mineralien und bei Rangkämpfen als Waffe eingesetzt.

Während bei den Afrikanischen Elefanten beide Geschlechter Stoßzähne tragen, sind es bei den Asiatischen nur manche männliche Tiere. Vermutlich aufgrund des hohen Selektionsdrucks wegen der in Asien seit Jahrtausenden grassierenden Elfenbein-Wilderei entwickeln heute viele Elefantenbullen keine beziehungsweise nur sehr kleine Stoßzähne.

Ein erwachsenes Tier verspeist pro Tag bis zu 170 Kg Grünzeug und braucht 70 – 150 Liter Wasser. Die etwa zwei Zentner Dung, die ein Tier pro Tag produziert, sind ein hervorragender Nährboden für ausgeschiedene Samen. Die Tiere sind wichtige Landschaftsgärtner, die Bäume und andere Pflanzen über weite Strecken verbreiten. Auf ihren meist gemächlichen Wanderungen zwischen Weide- und Wassergründen können Elefanten weite Strecken von bis zu 100 Kilometern pro Tag zurücklegen. In Extremsituationen können sie bis zu 40 km/h erreichen.

Elefanten sind bedrohte Riesen

Herde © Elephant Transit Home

Herde © Elephant Transit Home

Insbesondere in Afrika ist die Wilderei für den Elfenbeinhandel die größte Bedrohungsursache, jedes Jahr werden dort etwa 20.000 Tiere getötet. Zusätzlich lassen menschliche Aktivitäten wie Acker- und Siedlungsbau, Viehzucht, Abholzung und der Abbau von Rohstoffen sowie die Zerschneidung von Wander-Routen durch den Bau von Straßen und Bahnstrecken, den Lebensraum der Rüsseltiere immer kleiner werden. Besonders in Asien sind Lebensräume für Elefanten selten geworden. Außerdem bedroht der zunehmende Elefantentourismus die grauen Riesen.

Das tut Pro Wildlife
Pro Wildlife setzt sich seit seiner Gründung intensiv für den Schutz der Elefanten ein und unterstützt unter anderem zwei Elefantenwaisenhäuser sowie das Anti-Wilderer-Netzwerk EAGLE. Zudem klären Kampagnen beispielsweise über Elefantentourismus auf. Pro Wildlife kämpft gegen legalen und illegalen Elfenbeinhandel. » Pro Wildlife Elefantenschutzprogramm

Mehr Informationen

Elefantenschutzprogramm

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Wir helfen den Elefanten, kämpfen gegen Elfenbeinhandel und gegen den Missbrauch als Reittier oder Freizeitvergnügen für Touristen.

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Elefantenwaisenhaus Sambia

Elefantenwaisenhaus Sambia

Das Elefantenwaisenhaus in Sambia rettet Jungtiere und wildert sie wieder aus.

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Elefantenschutzprojekt Tansania

Elefantenschutzprojekt Tansania

Elefanten haben keine Angst vor Mäusen, sie haben Angst vor Bienen. Das nutzt das von Pro Wildlife unterstützte Southern Tanzania Elephant Program (STEP), um den Konflikt zwischen Bauern und Elefanten zu lösen, indem es Bienenstöcke zur Verfügung stellt.

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Elefantenwaisenhaus Sri Lanka

Elefantenwaisenhaus Sri Lanka

In Sri Lanka sterben im Jahr mehr als 200 Elefanten durch Menschenhand. Zurück bleiben oft hilflose Jungtiere, die ohne menschliche Hilfe keine Überlebenschance haben. Diese Tiere werden, wenn sie rechtzeitig gefunden werden, ins Elephant Transit Home in Udawalawe im Süden Sri Lankas gebracht.

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Spenden für Elefantenwaisen

Elefantenpatenschaft

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