Papageien gibt es in allen Farben und fast überall auf der Welt: Nur Europa und Antarktis bieten ihnen keine Heimat.

Papageien: Farbenfrohe Exoten

Papageien

Ara © Ben Cherry

Papageien gibt es in allen Farben, Formen und Größen: Die exotischen Vögel mit dem farbenprächtigen Gefieder sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Europa und Antarktis beheimatet. Allerdings belegen Fossilien von Papageien, dass sie ursprünglich auch in Europa vorkamen. Papageien sind Waldbewohner, man trifft sie vor allem in den hohen Wipfeln der Bäume in subtropischen und tropischen Regenwäldern und alpinen Bergwäldern an.

 

Gesellige Papageien

Die Vögel lieben Gesellschaft, sie leben in größeren Gruppen von ca. 20-50 Individuen, manche Arten formieren sogar Schwärme von tausenden Tieren. Markant ist der kräftige und stark gekrümmte Schnabel, den sie zum Aufknacken von Nüssen und Samen, als Greifwerkzeug oder zur Gefiederpflege nutzen. Artspezifisch ist auch die Fortbewegung, denn meist klettern sie in den Bäumen, anstatt zu fliegen. Möglich macht das der  Kletterfuß, bei dem zwei Zehen nach vorn und zwei Zehen nach hinten gestellt sind. Deshalb werden die Vögel auch „Handfüßler“ genannt. Papageien leben monogam: Wenn sie einmal einen Partner gefunden haben, bleiben sie ein Leben lang zusammen. Das ist insbesondere wegen ihrer langen Lebensdauer erstaunlich: Sie können bis zu 60 Jahre alt werden. Die exotischen Vögel brüten in Baumhöhlen, die vorgefunden oder selbst gebaut werden. Einige nisten auch in Felsen, am Boden oder auch in freistehenden Gemeinschaftsnestern aus Reisig.

Zu schlau für den Käfig!

Papageien sind sehr schlaue Tiere und sie haben die Fähigkeit, Laute nachzuahmen. Diese Begabung wurde ihnen in der Vergangenheit allerdings auch zum Verhängnis: Die kommunikative Art macht sie zu beliebten Haustieren. Hunderttausende Tiere wurden aus der Wildnis gefangen und in Käfige gepfercht. Zusätzlich bedrohen anhaltende Lebensraumzerstörung sowie die Jagd das Überleben der Papageien. Fast 50 Prozent aller Papageienarten sind bedroht, fast 25 Prozent der Arten sehr stark gefährdet. Eine nicht geringe Anzahl von Arten ist bereits in den beiden letzten Jahrhunderten ausgestorben. Alle Papageinearten sind, wegen ihrer starken Bedrohung, beim Washingtoner Artenschutzabkommen gelistet und stehen somit unter strengem Schutz.

Das tut Pro Wildlife

In Kamerun unterstützt Pro Wildlife gleich zwei Partnerorganisationen, um dem Schmuggel von Graupapageien zu bekämpfen: Das Team von LAGA identifiziert mit verdeckten Ermittlungen illegale Tierhändler und organisiert in Zusammenarbeit mit den Kameruner Behörden die Beschlagnahme geschmuggelter Tiere. Das Limbe Wildlife Centre im Südwesten Kameruns hat seit 2007 bereits über 3.500 beschlagnahmte Graupapageien aufgenommen, ihr Gefieder in mühevoller Kleinarbeit gereinigt, Verletzungen behandelt, beschädigte Federkiele entfernt und die Tiere teils über Monate aufgepäppelt. Mehr als 2.000 dieser Papageien konnten seither wieder ausgewildert werden.

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Seit 1999 nimmt Pro Wildlife an den CITES-Konferenzen teil, die alle zwei bis drei Jahre stattfinden. Hier werden internationale Beschränkungen oder -verbote des Handels mit bedrohten Arten verhandelt.

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