Das Schuppentier wird wegen seines einzigartigen Aussehens auch „Tannenzapfentier“ oder Malaiisch „Pangolin“ genannt.
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Pangoline – Die einzigen Säugetiere mit Schuppen.

Pangolin Schuppentier © Edwin Tan

Pangolin © Edwin Tan

Das Schuppentier bewohnt Savannen, Wald- und Buschland. Insgesamt gibt es acht verschiedene Arten von Pangolinen. Vier davon leben in Asien und weitere vier in Afrika. Während manche Arten auf Bäumen leben und Baumhöhlen als Rückzugsort nutzen, sind andere Arten Bodenbewohner und ziehen sich in selbst gebaute oder verlassene Erdbauten zurück. Am besten und schnellsten bewegen sie sich auf ihren Hinterbeinen fort, dabei stützen sich mit ihrem Schwanz ab. Ihre Vorderbeine nutzen sie hauptsächlich als Grab- oder Kletterwerkzeug. Die größtenteils nachtaktiven Tiere haben sehr kleine Augen, sie verständigen sich hauptsächlich über den Geruchssinn. Pangoline sind Einzelgänger, die beiden Geschlechter verbringen lediglich zur Paarung Zeit miteinander. Die Geschlechtsreife wird mit zwei Jahren erreicht, das Weibchen bekommt ein Junges pro Jahr. Typisch für die bodenbewohnenden Schuppentiere ist, dass sie ihr Junges nach der Geburt noch etwa 3 Monate mit sich auf der „Rute“ herumtragen. In freier Wildbahn können die Pangoline etwa 13 Jahre alt werden. Am liebsten verzehren die Insektenfresser Termiten und Ameisen. Ihre Beute lokalisieren sie mit ihrem ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn. Um in die Gänge ihrer Beute zu gelangen, sind sie perfekt ausgestattet – mit einer bis zu 70 Zentimeter langen, runden und klebrigen Zunge.

Der einzige Feind des Pangolins – der Mensch.

Pangolin Schuppentier © Claire Buchan

Pangolin © Claire Buchan

Gegen natürliche Fressfeinde ist das Pangolin durch seinen geschuppten Körper perfekt geschützt. Bei Angst oder Gefahr rollt es sich sehr schnell zu einer Kugel zusammen. Dabei klappt es seine scharfkantigen Schuppen nach außen und macht es seinen Feinden unmöglich, es zu fressen. Zur Abwehr können die Tiere auch eine giftig riechende Säure aus einer Drüse nahe des Afters ausstoßen. Der einzige wahre Feind des Schuppentiers ist somit der Mensch, er kann das zusammengerollte Tier leicht fangen. Vor allem in Asien gilt ihr Fleisch als Delikatesse, die Schuppen werden als Arzneimittel verwendet, obwohl diese wie das Horn des Nashorns nur aus Keratin bestehen. Ein Kilogramm Schuppen kann etwa 1000 US Dollar einbringen. Obwohl Pangoline auch in Asien natürlich vorkommen, werden zum größten Teil die afrikanischen Vertreter gefangen und nach Asien exportiert, da der Fang dort ergiebiger ist. Es wird angenommen, dass pro Jahr 100.000 Schuppentiere in Afrika und Asien gefangen werden.

Gerettetes Schuppentierbaby © Limbe Wildlife Center

Immer häufiger werden bei der Suche nach anderen illegalen Waren Schuppentiere entdeckt. Berichten zufolge werden am öftesten Jungtiere oder subadulte Tiere gefangen. Man nimmt an, dass sich die meisten Tiere zu diesem Zeitpunkt noch nicht reproduziert haben. Forscher diskutieren derzeit, ob das Pangolin Überträger des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ist. Mehr Informationen dazu.

Das Schuppentier ist das am meisten geschmuggelte Säugetier der Welt.

Alle Arten der Schuppentiere sind von der IUCN (Int­ernat­ional Union for Conse­rvation of Nature and Natural Resources) als stark gefährdet (VU) eingestuft. Pro Wildlife war maßgeblich daran beteiligt, dass alle Pangolin-Arten bei CITES in Appendix I gelistet wurden. Das heißt, dass der internationale Handel generell verboten ist. Für die asiatischen Pangolin-Arten gilt seit 2013 eine Nullexportquote, sie dürfen gar nicht gehandelt werden. Trotzdem sind die Schuppentiere zurzeit die am meisten illegal gehandelten Tierarten weltweit.

Das tut Pro Wildlife
Pro Wildlife unterstützt seit vielen Jahren das EAGLE-Netzwerk im Kampf gegen Wilderei von und illegalen Handel mit Pangolinen. Auch in den Projekten vor Ort wie dem Limbe Wildlife Center in Kamerun werden immer wieder verletzte oder beschlagnahmte Schuppentiere gepflegt und wieder ausgewildert.
Schuppentier Pangolin Skink Chen

Schuppentier © Skink Chen

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