Für die Rettung von Wildtieren unterstützt Pro Wildlife Arten- und Tierschutzprojekte weltweit, um Opfer von Wilderei und Wildtierhandel zu helfen. Die Tiere werden in Auffangstationen gesund gepflegt und wo möglich, auch wieder ausgewildert.
Auswilderung Hunderter Plumploris
Seit 2008 konnte die von Pro Wildlife geförderte Auffangstation Ciapus in Indonesien mehr als 1.300 beschlagnahmte und vom Aussterben bedrohte Plumploris aufnehmen und versorgen. Allein zwischen 2010 und 2023 wurden mehr als 670 Plumploris wieder in sichere Waldgebiete ausgewildert. Das Projekt zeigt Wirkung: Der illegale Handel mit Plumploris geht dank Aufklärungsarbeit und besserem Vollzug kontinuierlich zurück.
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Hilfe für Gorillas, Schimpansen und andere Affen in Kamerun

In Kamerun unterstützt Pro Wildlife seit seiner Gründung die Auffangstation Limbe Wildlife Centre. Das Team versorgte bereits Tausende Wildtiere, derzeit sind es allein 189 Affen. Darüber hinaus wurden viele der Vögel, Reptilien und kleinen Säugetiere, die in das Zentrum gebracht wurden, wieder ausgewildert – darunter über 4.000 Graupapageien. Neben der Rettung von Wildtieren schafft das Projekt alternative Einkommensquellen für Menschen in den umliegenden Gemeinden, die Futter für die Primaten anbauen und helfen die Tiere zu versorgen. In den letzten drei Jahren profitieren rund 500 Gemeindemitglieder hiervon. Mit seinem Umweltbildungsprogramm sensibilisiert das LWC zudem junge Menschen für den Tier- und Naturschutz.
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Löwenschutz in Botsuana
Pro Wildlife setzt sich gemeinsam mit dem SAVE Wildlife Conservation Fund in dem 2021 initiierten Projekt „SAVE Lions – Leben mit Löwen“ für den Löwenschutz in Botsuana ein. Das Projektgebiet grenzt an das Okavango-Delta, wo viele Menschen von Viehzucht leben und es immer wieder zu Konflikten mit Löwen kommt. Seitdem das erste Team von Lion-Rangern aktiv ist, wurden die Konflikte zwischen Löwen und Menschen deutlich reduziert, die Infrastruktur verbessert und neue Arbeitsplätze geschaffen. 2025 wurde dort kein einziger Löwe getötet – ein messbarer Fortschritt für die bedrohten Großkatzen und die Menschen vor Ort.
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Aufklärung gegen Wilderei und Buschfleischkonsum

Als Mitglied der Internationalen Allianz gegen Gesundheitsrisiken durch den Wildtierhandel koordinierte Pro Wildlife zwischen 2022 und 2024 ein Aufklärungsprojekt zu den Gefahren von Zoonosen durch Wilderei und den Verzehr von Buschfleisch. Gemeinsam mit vier lokalen Wildtier-Auffangstationen in Kamerun, Liberia, Nigeria und Sambia informierten wir die lokale Bevölkerung über die Gesundheitsrisiken, leisteten Überzeugungsarbeit und zeigten Alternativen zur Wilderei auf. Insgesamt erreichten wir mit Plakaten, Radiosendungen, Schulbesuchen, Workshops, Theateraufführungen u.v.m. mehr als 8 Millionen Menschen.
Elefantenschutz in Sambia

In Sambia unterstützt Pro Wildlife seit 2012 das Team von Game Rangers International, das verwaiste Elefanten rettet, sie versorgt und schließlich wieder in die Wildnis auswildert. Aktuell werden 5 Elefantenbabys in der Kinderstation und 11 Elefantenkinder in der Auswilderungsphase betreut sowie 9 ausgewilderte Elefanten mit Sendern überwacht. Insgesamt 64 Elefantenwaisen konnten über die Jahre gerettet und bisher 19 Elefanten ausgewildert werden.
Das Projekt arbeitet zudem mit den Gemeinden vor Ort, um die Wilderei sowie Konflikte zwischen Menschen und Elefanten einzudämmen. 2022 wurde hierfür das Wildlife Discovery Centre gebaut, welches seitdem 25.000 Menschen besuchten.
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Auswilderung von Graupapageien
Im Zeitraum 2013-2023 konnten mehr als 4.000 Graupapageien auch dank unserer finanziellen Unterstützung in Kamerun beschlagnahmt, gesund gepflegt und die meisten von ihnen wieder in Waldgebiete ausgewildert werden.
2020 entwickelte das Limbe Wildlife Centre für die erfolgreiche Auswilderung der Graupapageien zudem eine sogenannte Soft-Release-Methode. Hierfür wird ein Schwarm von ca. 25 genesenen Graupapageien ins Vogelhaus des Botanischen Gartens umgesiedelt, wo sie nach zwei Wochen Eingewöhnungszeit freigelassen werden. Der Käfig bleibt offen – jeder Graupapagei kann im eigenen Tempo seine Freiheit erkunden oder jederzeit für Futter und Unterschlupf zurückkommen. Mehr dazu im Video:
Rettung von Wildtieren aus illegalem Tierhandel
Dank der von Pro Wildlife unterstützten Undercover-Teams in West- und Zentralafrika konnten von 2006 bis 2023 allein 127 Affen von Tierhändlern beschlagnahmt und in Auffangstationen untergebracht werden. >> zum EAGLE-Projekt.
Februar 2024 konnte EAGLE erneut eine illegale Lieferung von Wildtieren im westafrikanischen Togo aufhalten. Es handelte sich um seltene Lear-Aras und Goldkopflöwenäffchen aus Brasilien. Die geschmuggelten Tiere waren 40 Tage unter schlimmsten Bedingungen auf einem Schiff aus Südamerika unterwegs. Beide Arten sind stark gefährdet, kommen ausschließlich in Brasilien vor und der internationale Handel mit ihnen ist streng verboten. Die CITES-Genehmigungen waren gefälscht, vier Personen wurden festgenommen und insgesamt 12 Lear-Aras und 17 Goldkopflöwenäffchen wurden gerettet. Brasilien entsandte eigens eine Regierungsdelegation inklusive Tierärzte, um die Ermittlungen zu koordinieren, die Tiere zu behandeln und sie nach Brasilien zurückzubringen.
>> zur Rettungsaktion von J.A.C.K.
SOS-Rettung für Australiens Wildtiere

Anfang 2020 unterstützte Pro Wildlife während der verheerenden Buschfeuer in Australien mit fast 80.000 Euro Soforthilfe die Rettung von Wildtieren sowie Erstversorgung verletzter Wildtiere, die Schaffung von Futter- und Wasserstellen in betroffenen Waldgebieten sowie private Pflegestellen, die Koalas, Kängurus, Wombats und andere Tiere bis zu ihrer Wiederauswilderung gesundpflegen.
>> zum Vor-Ort-Projekt in Australien
Tierklinik im Schimpansen-Waisenhaus
2018 eröffnete eine kleine, aber feine neue Tierklinik im Schimpansen-Waisenhaus J.A.C.K. im Kongo, deren Ausbau Pro Wildlife ermöglicht hatte. In insgesamt sieben Räumen können die Tiere nun versorgt werden. Darunter sind ein Operationsraum, eine kleine Apotheke und ein Labor. Auch finanzieren wir dort wichtige Operationen und tierärztliche Einsätze.
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