Beluga IconBoto IconGroßer TümmlerOrcaVaquita
Status
nicht gefährdet
Population
ca. 200.000
Lebensraum
küstennahe Gewässer

Belugas (Delphinapterus leucas) sind unverwechselbar: Mit Erreichen der Geschlechtsreife bekommen die Tiere eine weiße Färbung (deshalb nennt man sie auch Weißwale), ihnen fehlt eine Rückenflosse und sie haben einen kleinen melonenförmigen Kopf. Ihre weiße Farbe ist im Packeis eine gute Tarnung – so schützen sie sich auch vor ihrem größten natürlichen Feind, dem Eisbär. Beim jüngeren Beluga zeigt die Fluke die waltypische Form, mit zunehmendem Alter nimmt sie jedoch zunehmend die Form eines Ginkgo-Blattes an.

Belugas leben in den Gewässern rund um die Arktis – also in den polaren und subpolaren Gewässern um Kanada, Grönland, Alaska und Russland. Selten trifft man auf die etwa fünf Meter langen und bis zu 1.500 kg Tiere auch im Norden Norwegens, ganz vereinzelt auch in der Ostsee oder in Flussmündungen. Die größten Belugas leben vor Grönland, die kleinsten in der kanadischen Hudson Bay.

Nicht umsonst wird der Beluga auch „Kanarienvogel der Meere“ genannt: Quietscher, Brummen, Triller, Klicklaute und Gezwitscher – die Tiere haben ein einzigartiges Repertoire an Lauten, über die sie mit ihren Artgenossen kommunizieren. Belugas zeigen keine Sprünge aus dem Wasser, jedoch sieht man oft den Kopf senkrecht aus dem Wasser ragen, wenn sie sich zur Orientierung umschauen.

Weißwale sind durch verschiedene Faktoren bedroht: Sie werden in Grönland, Kanada und Alaska bis heute von den Ureinwohnern bejagt. Zudem werden sie derzeit v.a. in Russland noch immer lebend eingefangen und an Delfinarien verkauft, größter Kunde hierfür ist aktuell China. Vor allem den Belugas aber auch Umweltgifte wie Quecksilber und Chlorverbindungen (z.B. PCB, DDT) zu, die sich in den kalten Gewässern des Nordpols kaum abbauen, sich in den Belugas über eine lange Nahrungskette anreichern und ihre Gesundheit und Fruchtbarkeit einschränken. Zwar sind sie über ihr großes Verbreitungsgebiet auf der Roten Liste als „nicht gefährdet“ geführt, dennoch hat die Bejagung in vielen Gebieten zu einem Rückgang der Population geführt, v.a. die Cook Inlet Population (Alaska) ist akut vom Aussterben bedroht und hat sich von der vergangenen Bejagung bis heute nicht erholt.

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