BerberaffeGorillaOrang-UtanPlumploriSchimpanseWollaffe

Status
vom Aussterben bedroht
Population
k.A.
Lebensraum
Wälder

Verbreitung: Südamerika

Der Wollaffe (Lagothrix) ist ein relativ großer Affe, der sich in Südamerikas Wäldern in den Baumwipfeln hin und her schwingt. Den Schwanz verwendet er dabei geschickt wie die Füße oder Hände. Er zeichnet sich durch ein sehr dichtes und wollartiges Fell aus, das ihm auch seinen Namen gibt. Das Vorkommen beschränkt sich auf das nordwestliche Südamerika, das heißt das Gebiet zwischen Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien. Unterteilt ist die Art in vier Unterarten: Graue, Braune, Silberne und Kolumbianische Wollaffen. Sie gehören zur Gruppe der Klammerschwanzaffen und werden bis zu zehn Kilogramm schwer. Die Fellfarbe variiert je nach Unterart von dunkelbraun, schwarzgrau, aber auch rotbraun mit grauem Schimmer. Der Körper ist meist heller als der Kopf und die Gliedmaßen. Außerdem hat der Wollaffe einen langen Schwanz mit dem er sehr gut greifen kann. Der Schwanz selbst ist ungefähr so lang wie die Größe des Tieres vom Kopf bis zum Rumpf gemessen.

Der Wollaffe ist sehr gesellig und lebt in Familienverbänden, die sich zu größeren Gruppen zusammenschließen. Die Tiere kommunizieren untereinander über Gesichtsausdrücke und Schreie und die gegenseitige Fellpflege und das Teilen der Nahrung sind Zeichen der Zusammengehörigkeit. Wollaffen sind primär Vegetarier und ernähren sich von dem, was sie in den Bäumen finden können. Kleine Fleischbeilagen, wie Insekten, sind jedoch willkommene Abwechslung. Durch die Größe der Tiere und die Tatsache, dass es sich gerne in großer Höhe in Bäumen aufhält, haben Wollaffen kaum natürliche Feinde. Alle Unterarten sind bedroht, da sie ungestörte und große Lebensräume benötigen, die der Mensch jedoch immer weiter verkleinert. Der Wollaffe gilt in manchen Ländern zudem als Delikatesse und wird deshalb gejagt. Aufgrund des flauschigen und wolligen Fells werden außerdem Jungtiere gefangen und als Haustier gehalten. Laut IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) gelten Braune und Silberne Wollaffen als „gefährdet“ (vulnerable), Graue Wollaffen als „stark gefährdet“ (endangered) und Kolumbianische Wollaffen als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered).

Ein weiterer Verwandter ist der Gelbschwanz-Wollaffe. Dieser ist jedoch eine eigene Tiergattung (Oreanox) und gehört nicht zu den oben beschriebenen Lagothrix. Der Gelbschwanz-Wollaffe ist eine sehr seltene Art der Klammerschwanzaffen und lebt nur im Norden von Peru. Sein Fell ist lang und kommt in allen Schattierungen der Farbe braun vor. Am unteren Teil seines Schwanzes befindet sich ein Kranz gelber Haare. Durch die Verkleinerung des Verbreitungsgebiets durch Zivilisation und Waldrodungen ist diese Tierart stark dezimiert worden. Die IUCN bewertet die Tierart als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered). Schätzungen zufolge gibt es heute noch weniger als 1.000 Tiere. Zum Schutz dieser Tiere wurden im nördlichen Peru Schutzzonen eingerichtet.

Das tut Pro Wildlife

Pro Wildlife unterstützt Auffangstation Ikamaperu, die Affenwaisen, deren Familien im Amazonas gewildert wurden, eine neue Heimat bietet. Die Station arbeitet gemeinsam mit Pro Wildlife daran, neue Schutzgebiete ausweisen zu lassen.

Affenschutz

Affenschutz

Rettung für Affen in Not, Petitionen und Sammelaktion für Althandys.» Das tut Pro Wildlife für den Affenschutz

Ikamaperu © Ikamaperu

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Die Affen Perus brauchen nachhaltige Hilfe. Die Auffangstation Ikamaperu bietet Affenwaisen, deren Familien im Amazonas gewildert wurden, eine neue Heimat. » Auffangstation Ikamaperu

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Amazonas

Unser Konsumverhalten zerstört den Amazonas und damit den Lebensraum vieler Tiere. » Konsum zerstört Amazonas

Wollaffe

 

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