Affen, unsere nächsten Verwandten. An ihren Händen, den Füßen, den Gesichtern erkennt man, wie ähnlich sie uns sind. Trotzdem werden sie gejagt, getötet und gegessen. Ihr Lebensraum verschwindet und sie fristen ein Dasein hinter den Gitterstäben eines Käfigs oder an den Baum gekettet als Haustier. Pro Wildlife setzt sich seit der Gründung für den Affenschutz ein. Wir helfen dabei, illegal gehaltene Affen zu befreien. Wir kämpfen gegen den Verlust ihres Lebensraums und kümmern uns um verwaiste Primaten.
Schimpanse mit Papaya © LAGA

Schimpanse mit Papaya © LAGA

Projekte im Pro Wildlife Affenschutzprogramm

J.A.C.K. Schimpansen-Rettung, Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo, einem der gefährlichsten und ärmsten Länder der Welt, kämpft eine Auffangstation um das Überleben der Schimpansen: Die Station J.A.C.K. (die französische Abkürzung für „Jungtiere, die in Katagna beschlagnahmt wurden“) nimmt Schimpansen auf, die an Ketten, in Verschlägen oder in winzigen Käfigen als „Haustiere“ gehalten wurden.

» Projekt: Affenwaisenhaus Kongo

Limbe Wildlife Centre, Kamerun

Für mehr als 200 verwaiste Schimpansen, Gorillas, Drills und andere Affenarten ist das Limbe Wildlife Centre im Süden Kameruns zu einer neuen Heimat geworden. Die meisten Affen haben eine ähnliche Geschichte: Sie wurden von Wilderern aus den Urwäldern Kameruns gerissen, ihre Eltern fielen dem Buschfleischhandel zum Opfer – Affenfleisch gilt in Teilen Afrikas als Delikatesse.

» Projekt: Affenwaisenhaus Kamerun

Auffangstation Ciapus auf Java, Indonesien

Etwa 160 von den Behörden in Indonesien beschlagnahmte Plumploris leben in der Auffangstation. Die meisten Neuankömmlinge müssen medizinisch behandelt werden. Viele haben Wunden im Mund, weil Wilderer und kriminelle Tierhändler die scharfen Zähne herausreißen oder mit Nagelknipsern abschneiden, um sie als Heimtiere verkaufen zu können. Nach intensiver und langwieriger Pflege können einige der gesund gepflegten Tiere wieder in die Freiheit entlassen werden.

» Projekt: Plumplori-Rettung Indonesien

Auffangstation für Orang-Utans auf Borneo, Indonesien

Das Team unserer Partnerorganisation International Animal Rescue (IAR) rettet Orang-Utans, die teilweise ihr ganzes Leben an Ketten, in engen Käfigen oder Holzverschlägen vor sich hinvegetieren mussten. Eine spezielle Einheit – das sogenannte Human-Orang-Utan Conflict Team – kümmert sich zudem um Tiere, die in den gerodeten oder abgebrannten Wäldern keine Zuflucht mehr finden. Derzeit leben 108 Tiere im Orangutan Centre in West Kalimantan, Indonesien. Die meisten von ihnen sind in einem Rehabilitationsprogramm mit dem Ziel, sie wieder auszuwildern, sobald sie fit für ein Leben in Freiheit sind.

» Projekt: Orang-Utan-Rettung Indonesien

Ikamaperu, Affenauffangstation in Peru

Peru ist eine biologische Schatzkammer – so reichhaltig sie ist, so bedroht ist sie auch. Mindestens 36 Affenarten leben hier. Abholzung und intensive Landwirtschaft zerstören ihren Lebensraum, auf ihren Spuren folgen Wilderer. Die Auffangstation Ikamaperu bietet Affenwaisen, deren Familien im Amazonas gewildert wurden, eine neue Heimat. Die Station arbeitet gemeinsam mit Pro Wildlife daran, neue Schutzgebiete ausweisen zu lassen.

» Projekt: Ikamaperu – Schutz für Perus Affen

Unser Kampf gegen Wilderei und für den Affenschutz

Seit 2006 unterstützt Pro Wildlife die Arbeit eines Mannes, der mit verdeckten Ermittlungen und unendlicher Energie dafür kämpft, dass Wilderei in Afrika kein Kavaliersdelikt mehr ist: Ofir Drori. Kaum eine Woche vergeht, in der Ofir und seine Teams nicht Elfenbeinschmuggler, Affenhändler oder korrupte Beamte verhaften lassen, die mit der Plünderung von Afrikas Natur Geld machen.

» Projekt: EAGLE-Network

Berberaffen und Plumploris – endlich geschützt

Plumplori © IAR
Seit 1999 nimmt Pro Wildlife an den CITES-Konferenzen teil, die alle zwei bis drei Jahre stattfinden. Aufgrund unserer Recherchen, Verhandlungen und der engen Kooperation mit engagierten Ländern wurden u.a. für Berberaffen und Plumploris weltweite Handelsbeschränkungen beschlossen.

» Erfolgreich bei CITES

Petition für die Cross-River-Gorillas

Gorilla © Pixabay
Von allen vier Gorilla-Unterarten ist der Cross-River-Gorilla der seltenste: Weniger als 250 Tiere gibt es noch! Sie leben im Grenzgebiet zwischen Nigeria und Kamerun – und die größten Gefahren für ihr Überleben sind Abholzung, Straßenbau und Wilderei. Gemeinsam mit unseren Unterstützern haben wir bereits erwirkt, dass ein neuer Highway nicht Mitten durch den Nationalpark, in dem die Gorillas leben, gebaut wird. Doch zum Aufatmen ist es zu früh: Das Projekt ist noch nicht vom Tisch.

» Petition: Kein Highway durch den Gorilla-Wald!