Akut vom Aussterben bedroht

Der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus), auch Vaquita genannt, ist einer der seltensten Meeressäuger. Die IUCN listet ihn unter den 100 meist bedrohten Arten der Welt. Die Tiere leben ausschließlich in einem kleinen Gebiet des Golfs von Kalifornien, in mexikanischen Gewässern – in einem Kerngebiet von nur 2.500 km².
  • Status: Vom Aussterben bedroht
  • Population: < 25
  • Lebensraum: Küstennahe Gewässer

Der Vaquita ist der seltenste Meeressäuger

Der spanische Name „Vaquita“ bedeutet „kleine Kuh“, wegen der Laute, die er von sich gibt. Der Vaquita hat einen rundlichen Kopf, ein stumpfe Schnauze mit einer charakteristischen dunklen Färbung, einen dunklen Ring um das Auge und spatelförmige Zähne. Mit einer Länge von maximal 1,5 Meter und als Leichtgewicht von 55 Kilogramm ist er der kleinste Wal der Welt. Kalifornische Schweinswale vermehren sich nur langsam: Sie bekommen nach zehn bis elf Monaten ein einzelnes Jungtier und paaren sich – anders als andere Schweinswale – erst wieder im nächsten Jahr.

Vaquita

Vaquita © NOAA

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Population der Vaquitas regelrecht zusammengebrochen – ihre Ausrottung steht bevor: Waren es 1997 noch knapp 600 Tiere, betrugen die Schätzungen 2012 weniger als 200 Tiere, 2015 um die 60 Tiere, 2016 nur noch 30 Individuen, geht man 2020 von nur noch 10 bis 15 Tiere aus. Schuld ist die illegale Fischerei auf den Totoaba (Totoaba macdonaldi), einen riesigen Fisch, dessen Schwimmblase in Fernost begehrt ist. 

Vaquitas sterben als Beifang

Zwar ist auch der Totoaba streng geschützt, doch Schwarzmarktpreise von bis zu 20.000 USD pro Kilogramm Schwimmblase ließen die Wilderei eskalieren. In den Stellnetzen der Totoaba-Fischer ertrinken die Vaquitas als unerwünschter Beifang. Die mexikanische Regierung setzt inzwischen Marine-Patrouillen ein, um die Wilderer aufzuhalten, doch es bleibt kaum noch Zeit, die wenigen verbliebenen Hafenschweinswale zu retten. Zwischenzeitliche Überlegungen, die verbliebenen Tiere einzufangen und in geschützten Buchten unterzubringen, wurden schnell wieder eingestellt, nachdem bei den Fangversuchen ein Weibchen verstarb und ein Jungtier verletzt wurde. Stattdessen ist es überfällig, ihr ohnehin kleines Verbreitungsgebiet komplett unter Schutz zu stellen und jegliche Fischerei darin zu unterbinden.

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