Jagd & Wilderei

Durch Wilderei gefährdet: Mit bis zu 60.000 US-Dollar pro Kilo ist das Horn von Nashörnern mehr wert als Gold.

Breitmaulnashorn - ein Opfer von Wilderei

Wilderei bedroht tausende Arten

Wilderei, Jagd und Tierschmuggel sind in vielen Ländern außer Kontrolle geraten. Gleichzeitig wird die Rote Liste gefährdeter Arten immer länger: 23.250 Tier- und Pflanzenarten gelten als bedroht. Die Tiere haben kaum mehr Rückzugsgebiete, in denen sie sich vor den Jägern in Sicherheit bringen können. Immer mehr Waffen sind im Umlauf. Die weit verbreitete Korruption und explodierende Preise für Wildtierprodukte wie Elfenbein und Nashorn-Horn tun ihr übriges. Kriminelle Händler setzen mit dem illegalen Handel bedrohter Arten Milliardenbeträge um.

In Ländern wie China und Vietnam ist der Wohlstand deutlich gestiegen. Dies hat die Nachfrage nach Statussymbolen, Wunderheilmitteln und Delikatessen aus Wildtieren und damit auch die Wilderei stark ansteigen lassen. Für diesen Markt geplündert werden neben Nashorn und Elefanten unter anderem Schuppentiere, Großkatzen, Haie und Rochen.

Wilderer schlachten in Afrika jeden Tag 100 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne ab. Auch die illegale Jagd auf Nashörner hat dramatisch zugenommen: 2007 wurden in Südafrika noch 13 Tiere gewildert,  2015 waren es 1.175.

Ich fordere alle Verbraucher, Anbieter und Regierungen auf, Wilderei als Gefahr für unsere nachhaltige Zukunft anzusehen. Es ist Zeit, ernsthaft gegen diese Verbrechen vorzugehen.

Ban Ki-moon, ehem. UN-Generalsekretär

Legale Jagd für Trophäen und Handel

Wilderei bedroht den afrikanischen Elefanten

Doch nicht nur Wilderei und Tierschmuggel, auch die legale Jagd bedroht Wildtierbestände. Viele Länder erlauben den Abschuss gefährdeter und geschützter Arten als Trophäen für reiche Hobbyjäger oder für den kommerziellen Handel. Dies betrifft beispielsweise Elefanten, Löwen, Nashörner und Eisbären. Abschussquoten sind dabei meist willkürlich gesetzt und die Jagd wird kaum kontrolliert.

Wilderei und Tierschmuggel gehören zu den größten Herausforderungen im Artenschutz. Pro Wildlife setzt sich für Jagd- und Handelsverbote und deren konsequente Umsetzung ein. Pro Wildlife unterstützt eine Initiative in neun Ländern Afrikas, die Wilderer, Tierschmuggler und korrupte Behörden überführt und dafür sorgt, dass Artenschutzdelikte strafrechtlich verfolgt werden. Um Jagd und Wilderei einzudämmen, fördern wir zudem Bildungsprojekte und helfen, alternative Einkommensquellen zu entwickeln.

 

Betroffene Tiere

Afrikanischer Elefant
Afrikanischer Löwe
Braunbär
Breitmaulnashorn
Eisbär
Gorilla
Mantarochen
Sumatra-Nashorn
Tiger
Weißer Hai

Projekte und Kampagnen

PRESSEMITTEILUNG
Löwe Cecils Sohn Xanda erschossen
München, 21. Juli 2017. Der grausame Abschuss des Löwen Cecil vor zwei Jahren in Simbabwe hat für viel Empörung gesorgt. Jetzt ist auch sein Sohn Xanda von einem unbekannten Großwildjäger erschossen worden.

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PRESSEMITTEILUNG
Rekordmenge Elfenbein in Hongkong beschlagnahmt
Behörden in Hongkong meldeten am 6. Juli die Beschlagnahme von 7,2 Tonnen Elfenbein. Das ist die bisher größte Menge seit Beginn systematischer Aufzeichnungen zum illegalen Elfenbeinhandel.

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PRESSEMITTEILUNG
Südafrika schlachtet Löwen aus
München, 29. Juni 2017: Das südafrikanische Umweltministerium hat den Export von Skeletten von 800 Löwen pro Jahr genehmigt – und gefährdet damit wildlebende Großkatzen. Löwenknochen werden in der Traditionellen Asiatischen Medizin als Ersatz für die im Handel verbotenen Tigerknochen eingesetzt.

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Die Elefantenwaisen im Elefantenwaisenhaus in Sambia
Zehntausende Elefanten werden jährlich ihres Elfenbeins wegen getötet. Zurück bleiben hilflose Elefantenbabys. Wenn die Kleinen rechtzeitig entdeckt werden, nehmen unsere Projektpartner Game Rangers International sie in ihrer Auffangstation in Sambia auf. Oberstes Ziel: Sie sollen wieder in Freiheit leben.

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PRESSEMITTEILUNG
Appell an Fluglinien nach Island: Keine Werbung für Walprodukte!
München, 31. Mai 2017. Tier- und Naturschutzverbände in Europa fordern europäische Fluglinien auf, den Passagieren auf ihren Flügen nach Island vom Kauf von Walfleisch vor Ort abzuraten. Denn der steigende Konsum durch Touristen heizt die Zwergwaljagd in Island an.

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PRESSEMITTEILUNG
Importverbot für Jagdtrophäen gefährdeter Arten gefordert
Bonn/München, 16. Mai 2017: 86 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind gegen die Hobbyjagd auf Tierarten, die von der Ausrottung bedroht sind. Tier- und Naturschutzverbände fordern von der Bundesregierung ein Einfuhrverbot für Trophäen gefährdeter Arten.

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Trophäenjagd und Grosswildjagd auf bedrohte Arten
Alleine in Afrika gehen jedes Jahr über 18.000 Ausländer auf die Jagd und töten dabei mehr als 100.000 Wildtiere - inklusive bedrohter und geschützter Arten. Denn für Trophäenjäger gelten großzügige Ausnahmen.

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PRESSEMITTEILUNG
Pro Wildlife fordert Ende des kommerziellen Elfenbeinhandels
München, 17. Mai 2017. Die EU-Staaten sollen ab dem 1. Juli keine Genehmigungen zum Export von Stoßzähnen und anderem Roh-Elfenbein mehr ausstellen. Pro Wildlife kritisiert, dass die Ausfuhr von Elfenbeinschnitzereien und der Handel in der EU jedoch weiter erlaubt sind.

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Wilderei bedroht alle Nashorn-Arten
Die illegale Jagd auf Nashörner in Afrika nimmt stetig zu - angetrieben von medizinischem Aberglauben in Ostasien.

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PROJEKT
Schimpansen-Rettung im Kongo
Inmitten des Bürgerkriegslandes Kongo gibt es seit 2006 eine Auffangstation für Schimpansen in Not. Nun braucht die Station J.A.C.K. selbst Hilfe.

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Elfenbeinhandel - Geschäft mit den Elefanten
Pro Wildlife kämpft gegen den Elfenbeinhandel und die Wilderei, der jedes Jahr Zehntausende Elefanten zum Opfer fallen.

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Patenschaft für Elefanten
Mit einer Patenschaft für Elefanten helfen Sie Elefantenwaisen in Afrika und Asien zu retten und Elefanten besser vor Gefahren zu schützen.

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