Pro Wildlife - Aktuell


Australien torpediert internationalen Haischutz

Hammerhai(c)XvicRegierung will Schutzmaßnahmen nicht anerkennen

Bis vor kurzem noch eines der führenden Länder im internationalen Natur- und Artenschutz mutierte Australien unter der neuen Regierung zum glatten Gegenstück: Im letzten Jahr ließ Westaustralien große Haie gezielt töten - als Reaktion auf zwei tödliche Unfälle mit Schwimmern. Eine Aktion, die erst durch eine weltweite Protestwelle gestoppt wurde. Nun hat Australien angekündigt, die Unterschutzstellung von Fuchs- und Hammerhaien durch die Konvention zum Schutz wandernder Arten (engl. CMS) nicht anerkennen zu wollen. Wir Verbände haben bereits protestiert - Unterstützen Sie unsere Kampagne:

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Erfolg: Schimpansen müssen nicht nach China!

NadermannSchimpansen(c)GreatApeProjectProtestaktion zeigt schnelle Wirkung

Seit vielen Jahren hält der Tierpark Nadermann zwei Schimpansen in einem winzigen, dunklen Käfig – nahezu ohne Beschäftigungs- und Klettermöglichkeiten. Endlich haben die Behörden auf Kritik von Tierschützern reagiert, der Zoo muss die Schimpansen abgeben. Nadermann wollte sie an einen chinesischen Safaripark in Guangzhou exportieren, doch eine online-Protestkampagne von Pro Wildlife, Animal Public und PETA zeigte binnen weniger Tage Wirkung: Der Tierparkleiter zog am 27.1. seinen Exportantrag beim Bundesamt für Naturschutz zurück. Ein Aufnahmeangebot der renommierten niederländischen Auffangstation AAP liegt auf dem Tisch...

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Kamerun: Zwölf Graupapageien beschlagnahmt

GraupapageiTransportkiste(c)LWCNeuzugang im Limbe Wildlife Center

Direkt zu Beginn des Jahres wurden die bedrohten Vögel in einer gemeinsamen Aktion von Tierschützern und dem zuständigen Ministerium aus den Fängen von Wildtierhändlern befreit. Die Papageien waren für den illegalen Haustiermarkt bestimmt, auf dem sie aufgrund ihrer Intelligenz und ihres Sprachtalents extrem begehrt sind. In der Auffangstation wurden sie zunächst medizinisch versorgt und nun geduldig aufgepäppelt. Bis zur Auswilderung kann es noch etwas dauern – die Flugfedern der Papageien sind durch den Fang beschädigt. Bald dürfen sie allerdings schon in die Fluganlage, um an Stärke zu gewinnen.

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Illegalen Handel mit gefährdeten Arten stoppen

SlowLorisMongLa(c)SoggydanBenenovitchGrauenhafte Zustände auf Tiermärkten in Myanmar

Zwischen Myanmar und China boomt der Handel mit geschützten Arten. Auch stark bedrohte Plumploris werden zu Geld gemacht. Chinesische Touristen kaufen die kleinen Primaten mit den großen Knopfaugen als Haustiere auf Märkten in Myanmar und schmuggeln sie ungehindert über die Grenze. Nicht verkaufte Äffchen werden abends getötet und zu Glücksbringern oder "Medizin" verarbeitet! Auch Teile von Elefanten, Tigern, Bären und anderen seltenen Tieren werden auf diesen Märkten angeboten und über die Grenze geschafft. Helfen Sie uns, das zu stoppen!

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Abschied von Elefanten in Ketten?

KettenMitSpitzen(c)PrivatErste Reiseanbieter werden elefantenfreundlich

Gewalt und Einsamkeit bestimmen in aller Regel das Leben von Elefanten in Gefangenschaft. Um den Willen der gefährlichen Wildtiere zu brechen und sie für den Tourismus einsetzen zu können, werden bereits Jungtiere brutal misshandelt. Dennoch boomt der Elefantentourismus. Pro Wildlife hat 19 Reiseveranstalter über die Tier- und Artenschutzprobleme informiert, die mit Angeboten einhergehen, die Touristen den direkten Kontakt mit den Tieren ermöglichen. Mit Erfolg: Erste Reiseanbieter haben zugesagt, zukünftig auf elefantenfreundliche Angebote zu setzen. Lesen Sie mehr ....

>> Presseinfo zu den Reaktionen der Reiseanbieter


Vom illegalen Wildfang zum Terrarientier

GrueneWaldagame_Calotes-calotes(c)Gihan_JayaweeraGestohlen in der Heimat – frei verkäuflich in der EU

In der EU sind bedrohte Tiere frei verkäuflich, die in ihren Herkunftsländern geschützt sind und illegal gefangen und außer Landes geschafft wurden. Ab dann haben die Schmuggler nichts mehr zu befürchten. Wie Pro Wildlife-Recherchen zeigen, haben sich professionelle Tierschmuggler auf solche national geschützte Arten spezialisiert, denn dies verspricht maximalen Profit bei minimalem Risiko. Hunderte, teils gar tausende Euro zahlen Sammler in Europa für solch ein seltenes Exemplar aus Indonesien, Sri Lanka oder Guatemala. Pro Wildlife fordert eine dringende Verschärfung der EU-Artenschutzverordnung. Mehr zum Exotenhandel...