Pro Wildlife - Aktuell

Artenschutzkonferenz: mehr Schutz für Elefanten, Löwen, Haie & Co?

Breitmaulnashorn(c)Zigomar

Streit um Nashörner und Elefanten vorprogrammiert

02.05.2016 - Heute wurden alle 60 Anträge veröffentlicht, die auf der CITES-Artenschutzkonferenz im September über den Handel mit bedrohten Arten entscheiden sollen. Heftige Kontroversen sind zu Elefanten, Löwen, Haien und Tropenhölzern zu erwarten - sowie zu dem bizarren Antrag von Swasiland, den Handel mit Rhinohorn zu erlauben. Pro Wildlife begrüßt die Rekordzahl an Initiativen für einen besseren Schutz, darunter auch Schuppentiere (Pangoline) und 65 Arten, die durch den Heimtierhhandel bedroht sind (z.B. Berberaffen, Graupapageien, Reptilien, Amphibien, Fische).

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Kenia verbrennt Rekordmenge von 105 Tonnen Elfenbein

Elfenbeinverbrennung_Kenia_Apr_2016(c)OfirDrori

Kenia will Elfenbeinhandel weltweit stoppen

30.04.2016 - Als Zeichen gegen Wilderei und Elfenbeinhandel hat Kenia am 30. April 105 Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein sowie 1,3 Tonnen Horn von Nashörnern verbrannt - die größte Menge, die jemals zerstört wurde. Die Bilder von Kenias brennenden Elfenbeinvorräten von 1989 gingen damals um die Welt und halfen, ein weltweites Handelsverbot durchzusetzen. Dies wurde seit 1997 jedoch stufenweise gelockert, was zu einem Anstieg der Wilderei führte. Über ein lückenloses Handelsverbot soll die Weltartenschutzkonferenz CITES im Herbst entscheiden. Pro Wildlife, weitere Artenschützer und viele afrikanische Staaten setzen sich dafür ein. Lesen Sie mehr...

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EU will mehr Schutz für bedrohte Arten

Ofir_Elfenbeinbeschlagnahme_Kamerun(c)JF_LagrotHandel gefährdet Berberaffen, Haie und Reptilien

27.04.2016 - Mit 21 Initiativen will die Europäische Union einen besseren Schutz für mehr als 50 Tier- und Pflanzenarten erreichen, die durch den internationalen Handel bedroht sind. Unter anderem soll der Handel mit Berberaffen, Graupapageien und drei Echsen verboten, der Verkauf verschiedener Haie, Rochen, Tropenhölzer und Reptilien eingeschränkt werden. Pro Wildlife hat sich für den Schutz vieler dieser Arten eingesetzt und begrüßt den ambitionierten Vorstoß der EU. Die EU setzt sich zudem dafür ein, Exporte von Jagdtrophäen strikter zu kontrollieren, stärker gegen Korruption vorzugehen und seltene Arten besser zu schützen. Entschieden wird über die Anträge der EU und anderer Staaten ab 24. September auf der Weltartenschutzkonferenz CITES. Lesen Sie mehr...


Kongo: Grauer-Gorillas in großer Not

jungerGrauer-Gorilla(c)JoeMcKennaDramatischer Bestandsrückgang - auch wegen Coltan-Abbau

05.04.2016 - Noch immer bedroht der Abbau des seltenen Rohstoffs Coltan für Handys und Tablets die Grauer-Gorillas. Die seltene Gorilla-Unterart kommt nur im Kongo vor. Ihr Bestand ist in den letzten 20 Jahren um 77% zurückgegangen - von ca. 17.000 auf nur noch 3.800 Tiere! Hauptursachen für diesen Kollaps sind der Bürgerkrieg im Kongo und der Coltanabbau. Was können Sie tun? Sammeln Sie Althandys in der Nachbarschaft, bei Kollegen, in der Familie - und schicken Sie diese zwecks Recycling an Pro Wildlife. Und unterstützen Sie als Affenpate unseren Einsatz für die bedrohten Menschenaffen. Mehr zur Handy-Sammelaktion...

>> Unterstützen Sie unser Affenschutzprojekt


Norwegen: Zwergwale enden als Futter in Pelztierfarmen

NorwegenWalfang(c)NickSeeliger

Neue Walfangsaison beginnt Anfang April

31.03.2016 - Anfang April stechen Norwegens Walfänger wieder in See. Es ist der Auftakt zur größten Jagd auf Bartenwale weltweit. Dabei genehmigt sich die Regierung für die kommenden sechs Jahre eigenmächtig eine Fangquote von jährlich 880 Zwergwalen und ignoriert damit weiterhin das kommerzielle Walfangmoratorium. Brisant: Mehr als 113 Tonnen Zwergwal wurden 2014 auf norwegischen Pelztierfarmen an Zuchtnerze und -füchse verfüttert. Dies geht aus Dokumenten hervor, die Pro Wildlife und OceanCare vorliegenDie Verbände kritisieren Norwegens Waljagd und den Umgang mit dem Fleisch von gefährdeten Zwergwalen. Lesen Sie mehr...


Österreich verbietet Verkauf von Wildtieren auf Börsen

ChamaeleonTierboerse(c)ProWildlifeDeutschland duldet Missstände im Wildtierhandel

24.03.2016 - In Österreich gilt ab 1. April ein Verkaufsverbot für Wildtiere auf Messen und Börsen, künftig ist nur noch der Tausch von Wildtieren unter Privathaltern möglich. In Deutschland hingegen hat die Bundesregierung zwar in ihrem Koalitionsvertrag von 2013 u.a. beschlossen, gewerbliche Wildtierbörsen zu verbieten - doch geschehen ist bislang nichts. Stattdessen hat das für CSU-geführte Tierschutz zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium gerade eine Studie gestartet, die bis mindestens April 2017 dauern soll, also bis zum Ende der Legislaturperiode. Für Pro Wildlife ein klarer Verstoß gegen den Koalitionsvertrag. Hintergründe zum Thema...

>> Presseinformation zu Österreichs Entscheidung