Etwa 26.000 Eisbären leben nach einer Schätzung der IUCN noch, sie sind aufgeteilt in 19 verschiedene Bestände mit 200 bis knapp 3.000 Tieren. Wissenschaftler gehen davon aus, dass alleine die Erderwärmung den Eisbärbestand bis 2050 um mehr als 30 Prozent reduzieren wird. Untersuchungen zeigen, dass der Verlust des arktischen Meereises sogar noch schneller fortgeschritten ist, als von den meisten Klimamodellen vorhergesagt: Er betrug jedes Jahrzehnt zwischen 1979 und 2011 ganze 14 Prozent.

Im Durchschnitt werden jedes Jahr 800 bis 1.000 Eisbären geschossen, die meisten von ihnen ganz legal. Am meisten Tiere werden in Kanada getötet, das als einziges Land noch immer den internationalen Handel mit Fellen und den Abschuss von Tieren durch ausländische Trophäenjäger erlaubt. In Norwegen und Russland ist die Jagd verboten, in Russland werden schätzungsweise jedoch 200 Tiere pro Jahr illegal getötet.

Wir kämpfen für den besseren Schutz von Eisbären

CITES CoP18 2019

CITES CoP18 2019

Weltartenschutzkonferenz CITES
Seit 1999 nimmt Pro Wildlife an den CITES-Konferenzen teil, die alle zwei bis drei Jahre stattfinden. Dort werden internationale Beschränkungen oder -verbote des Handels mit bedrohten Arten beschlossen. Auch über den Schutz des Eisbären wird immer wieder verhandelt.
» CITES Konferenz 2019

Eisbärtrophäe

Eisbärtrophäe

Einsatz gegen Großwildjagd und Trophäenjagd
Pro Wildlife dokumentiert, wie die Trophäenjagd Eisbären bedroht. Wir treten gegen den Handel mit Jagdtrophäen bedrohter Arten ein und fordern Jagd-, Handels- und Einfuhrverbote (siehe oben: CITES). Mit Erfolg: Die europäische Union verbietet immer wieder die Einfuhr bedrohter Arten.
» Hintergrund: Trophäen- und Großwildjagd

Eisbärenfelle © Paul Shoul

Eisbärenfelle © Paul Shoul

Einsatz gegen den Handel mit Eisbärenfellen
Der Handel mit Eisbärenfellen floriert. Kanada exportiert jedes Jahr hunderte Felle als Bettvorleger. Pro Wildlife dokumentiert das Ausmaß des Handels und den Einfluss auf die Zahl der Tiere. Außerdem zeigen wir den nachhaltigen Tourismus als alternative Einkommensquelle auf.
» Hintergrund: Eisbär – eine Art geht unter

Plastik ist inzwischen überall im Meer

Mitmachaktion zu Plastik
Eisbären sind doppelt vom Plastik betroffen. Zum einen sind ihre Beutetiere mit Plastik belastet, zum anderen fressen die Bären in menschlichen Siedlungen Abfälle, da sie auf dem schwindenden Eis nicht mehr jagen können. Pro Wildlife klärt über die Gefahren von Plastik auf und animiert die Menschen dazu, gegen den Plastikwahn anzugehen.
» Unterwegs als Plastikscout

Verhungernder Eisbär © Langenberger

Verhungernder Eisbär © Langenberger

Aufklärungskampagne zu Klimawandel
Dem Eisbären schmilzt der Lebensraum unter den Pfoten weg. Er braucht aber Packeis, um jagen zu können. Schmilzt das Eis, schwinden auch seine Jagdgründe. Viele Bären verhungern oder dringen in menschliche Siedlungen vor, um dort nach Nahrung zu suchen. Pro Wildlife klärt über die Folgen des Klimawandels für Wildtiere auf.
» Klimawandel – die Folgen für Wildtiere