Afrikanischer LöweGepard RaubkatzeJaguar RaubkatzeKarakal RaubkatzeLeopard RaubkatzeSchneeleopard IconTiger
Status
gering gefährdet
Population
ca. 60.000
Lebensraum
Tropischer Regenwald

Der Jaguar (wissenschaftlich Panthera onca) ist in Mittel- und Südamerika beheimatet. Jaguare sind die drittgrößten Katzen, nach Tigern und Löwen. Ein Alleinstellungmerkmal ist die große Beißkraft – der Jaguar kann ungefähr zweimal so stark zubeißen wie ein Löwe. Das Aussehen ist dem des Leoparden, der in Asien und Afrika lebt, recht ähnlich. Er ist jedoch viel bulliger und hat sehr muskulöse Beine. Er bringt bis zu 90 Kilogramm auf die Waage und obwohl bedeutend schwerer, hat er einen wesentlich kürzeren Schwanz als der Leopard.

Die Grundfarbe des Jaguar-Fells ist goldgelb. An der Unterseite ist das Fell weiß. Die typische Fleckenzeichnung ist dunkelbraun oder schwarz, wobei die Flecken wesentlich größer sind als beim Leoparden. Die ringförmigen Flecken werden noch durch einen Punkt im Inneren ergänzt. Schwarze Jaguare haben diese Flecken ebenfalls, jedoch sind diese oftmals nur bei Sonne im Gegenlicht zu sehen. Der vielen bekannte schwarze Panther ist keine separate Art, sondern entweder ein schwarzer Jaguar oder Leopard. Der Jaguar ist sehr anpassungsfähig und lebt im tropischen Regenwald, aber auch in Trockenwäldern und Sumpfgebieten. Er ist ein hervorragender Schwimmer und hält sich vor allem gerne in Ufernähe auf. Der Verbreitungsraum ist heutzutage hauptsächlich in Mittel- und Südamerika, früher kam die Grosskatze auch in den südlichen Bundesstaaten der USA vor.

Der Jaguar steht an der Spitze der Nahrungskette und hat außer dem Menschen keinen natürlichen Feind. Er frisst vor allem größere Tiere, wie beispielsweise Hirsche, Tapire, Gürteltiere, aber auch Vögel und Fische. Durch das sehr starke Gebiss kann er aber auch den Panzer von Schildkröten knacken. Der Jaguar ist kein besonders guter Sprinter, daher schleicht er sich an die Beute langsam und nah heran. Jaguare sind Einzelgänger mit großen Territorien, was die Schätzungen erschwert.

Jaguare sind vor allem bedroht durch die Vernichtung ihres Lebensraums für Landwirtschaft (z.B. für den Anbau von Soja und Ölpalmen), die Viehzucht sowie die Abholzung der Wälder. Das Fell des Jaguars lässt ihn zudem immer noch Opfer von Jägern werden. Die Felle, Knochen, Zähne und Pfoten sind begehrt als Trophäen und Schmuck. Zudem werden Jaguare zum Teil abgeschossen, wenn sie Nutztiere reißen.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft Jaguare bisher als „potenziell gefährdet“ (near threatened) ein. Der Bestand wird auf etwa 60.000 Tiere geschätzt, etwa 90 Prozent davon leben im Amazonasbecken. Genaue Zahlen fehlen. Der Bestand ist in 21 Jahren vermutlich um 20- 25 Prozent zurück gegangen. Der Jaguar ist im Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Fauna and Flora) gelistet, der internationale Handel ist dadurch verboten. Einige Verbreitungsländer haben die Jagd verboten und Bestandserhaltungsmaßnahmen ergriffen, während andere Länder die Jagd noch erlauben.

Jaguar © Pixabay

Jaguar © Pixabay