Vom Aussterben bedroht
Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) ist akut vom Aussterben bedroht. 1970 lebten noch etwa 70.000 Tiere – die Wilderei dezimierte die Art bis zum Jahr 1995 um etwa 96% auf 2,400 Exemplare. Seither ist der Bestand langsam angestiegen auf mittleweile 6.788 Tiere .
- Status: vom Aussterben bedroht
- Population: 6.195 (Stand 2021)
- Lebensraum: Savanne
Spitzmaulnashörner haben außer dem Menschen keine Feinde
Es gab ursprünglich acht Unterarten, von denen fünf bereits komplett ausgestorben sind. Die drei noch lebenden Unterarten sind alle vom Aussterben bedroht.
Einmal ausgewachsen haben die Tiere keine natürlichen Feinde. Ursprünglich war das Spitzmaulnashorn in ganz Afrika südlich der Sahara zu finden, inzwischen ist seine Verbreitung auf einige wenige Länder beschränkt.
Mit spitzer Oberlippe
Seinen Namen erhielt das Spitzmaulnashorn durch seine spitze Oberlippe. Mit ihr kann es optimal Blätter und Zweige von Büschen und Bäumen abreißen. Das Horn besteht wie die menschlichen Fingernägel aus Keratin und wächst ein Leben lang. Die Tiere setzen die Hörner unter anderem zum Abschaben von Baumrinde und für Revierkämpfe ein.
Spitzmaulnashörner hören und riechen gut, können jedoch nicht besonders gut sehen. Obwohl sie durch das hohe Gewicht behäbig erscheinen, können sie bis zu 50 km/h schnell rennen. Spitzmaulnashörner haben zwei Hörner, von denen das vordere länger ist (im Durchschnitt bis 50 cm lang) als das hintere. Das Spitzmaulnashorn ist ein mächtiges Tier und bringt bis zu 1,4 Tonnen auf die Waage. Es ist sehr bullig mit kräftigen, aber recht kurzen Beinen. Markant ist auch sein Hohlkreuz. Das Spitzmaulnashorn ist etwas zierlicher als das Breitmaulnashorn, das bis zu 3 Tonnen auf die Waage bringt. Dafür gilt es allgemein als aggressiver.
Falsches Heilmittel Nashorn-Horn
Hauptbedrohungsursache ist die Wilderei: Denn auf dem Schwarzmarkt erzielen die Hörner einen höheren Preis als Gold. Sie werden in der Traditionellen Asiatischen Medizin seit langem als vermeintliches Heilmittel eingesetzt, neuerdings allerdings auch als Mittel gegen Kater nach übermäßigem Alkohol-Konsum und Statussymbol. Das Spitzmaulnashorn ist laut Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Um den internationalen Handel zu verbieten, ist das Spitzmaulnashorn in Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Fauna and Flora) gelistet.
Das tut Pro Wildlife
Pro Wildlife kämpft gegen Versuche, den Handel mit Horn von Spitz- und Breitmaulnashörnern zu legalisieren, was die Nachfrage und die Wilderei weiter anheizen würde. Zudem unterstützt Pro Wildlife das Anti-Wilderer-Netzwerk EAGLE im Kampf gegen Wilderei in Afrika.