Breitmaulnashorn
Status
vom Aussterben bedroht
Population
ca. 20.000
Lebensraum
Grassavanne

Es gibt zwei Unterarten von Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum): das fast ausgestorbene Nördliche (C. s. cottoni) und das Südliche Breitmaulnashorn (C. s. simum), dessen Bestand sich zu 95 Prozent in Südafrika befindet. Das Breitmaulnashorn hat zwei Hörner. Ein deutlicher Buckel, der aus Bindegewebe und Muskulatur gebildet wird, hält seinen schweren Kopf. Die Kolosse sind reine Vegetarier und verbringen die Hälfte des Tages mit Grasen. Ausgewachsene Bullen sind Einzelgänger, Kühe mit ihren Kälbern können hingegen Gruppen bilden. Nashörner sehen schlecht (maximal 20 Meter weit), hören und riechen aber sehr gut. Bei günstiger Windrichtung können sie schon aus einer Entfernung von 730 Metern Witterung aufnehmen, die Ohren sind in ständiger Bewegung. Sie besitzen ein umfangreiches Repertoire an Lauten.

Breitmaulnashörner markieren ihr Territorium durch feste Kotplätze. Die Tiere leben in enger, positiver ökologischer Beziehung zum Afrikanischen Elefanten, denn diese halten die Steppe offen, was den Nashörnern das Grasen ermöglicht. Weitere Zweckgemenischaften führen Breitmaulnashörnern auch mit dem Gelbschnabel-Madenhacker (Buphagus africanus), dem Kuhreiher (Bubulcus ibis) und dem Rotschulter-Glanzstar (Lamprotornis nitens). Die Vögel picken häufig Insekten von der Haut des Nashorns und wirken überdies auch als Alarmsignal bei erschrecktem Aufflattern.

Die beiden Hörner des Breitmaulnashorns bestehen aus Keratin, und wachsen ähnlich wie Haare oder Fingernägel während des gesamten Lebens, auch wenn sie beschädigt werden. Das vordere Horn ist länger und wird in der Regel bis zu 100 Zentimeter lang, das längste jemals gemessene Horn wies eine Länge von 158 Zentimeter auf. Das hintere Horn ist mit 50cm deutlich kürzer. Kühe haben meist längere und wesentlich schlankere Hörner als Bullen. Meist dient das Horn als Waffe gegen Raubtiere oder im Dominanzkampf, spielt aber auch bei der Kontaktaufnahme zu anderen Nashörnern eine wichtige Rolle. Hauptbedrohung ist die Wilderei für den illegalen Handel mit Nashorn-Horn in Asien. Anders als allgemein angenommen, wird das Horn in der TCM nicht potenzfördernd eingesetzt, sondern hauptsächlich aus gesellschaftlichen Gründen konsumiert und verschenkt. Nashorn-Horn wird beispielsweise auch nach ausgearteten Feiern gegen das Kopfweh am nächsten Morgen eingesetzt.

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Nashorn