Sein Horn wird ihm zum Verhängnis

Es gibt zwei Unterarten von Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum): Das Südliche Breitmaulnashorn (C. s. simum), dessen Bestand sich zu 95 Prozent in Südafrika befindet und das in der Natur so gut wie ausgestorbene Nördliche Breitmaulnashorn (C. s. cottoni). Von dieser Unterart leben nach dem Tod des letzten männlichen Tieres (Sudan) im Jahr 2018 nur noch zwei weibliche Tiere in Kenia.
  • Status: potentiell gefährdet
  • Population: ca. 20.000
  • Lebensraum: Grassavanne

Beitmaulnashörner leben in Zweckgemeinschaften

Breitmaulnashorn

Breitmaulnashorn

Das Breitmaulnashorn hat zwei Hörner. Ein deutlicher Buckel, der aus Bindegewebe und Muskulatur gebildet wird, hält seinen schweren Kopf. Die Kolosse sind reine Vegetarier und verbringen die Hälfte des Tages mit Grasen. Ausgewachsene Bullen sind Einzelgänger, Kühe mit ihren Kälbern können hingegen Gruppen bilden. Nashörner sehen schlecht (maximal 20 Meter weit), hören und riechen aber sehr gut.
Bei günstiger Windrichtung können sie schon aus einer Entfernung von 730 Metern Witterung aufnehmen, die Ohren sind in ständiger Bewegung. Sie besitzen ein umfangreiches Repertoire an Lauten.

Breitmaulnashörner markieren ihr Territorium durch feste Kotplätze. Die Tiere teilen ihren Lebensraum mit Afrikanischen Savannenelefanten, denn diese halten die Steppe offen, was den Nashörnern das Grasen ermöglicht. Zweckgemeinschaften führen Breitmaulnashörner auch mit dem Gelbschnabel-Madenhacker (Buphagus africanus), dem Kuhreiher (Bubulcus ibis) und dem Rotschulter-Glanzstar (Lamprotornis nitens). Die Vögel picken häufig Insekten von der Haut des Nashorns und wirken überdies auch als Alarmsignal.

Handel mit Nashorn-Horn bedroht die Art

Breitmaulnashörner

Breitmaulnashörner

Die beiden Hörner des Breitmaulnashorns bestehen aus Keratin, und wachsen ähnlich wie Haare oder Fingernägel während des gesamten Lebens, auch wenn sie beschädigt werden. Das vordere Horn ist länger und kann in der Regel bis zu 100 Zentimeter lang werden, das längste jemals gemessene Horn wies sogar eine Länge von 158 Zentimetern auf. Das hintere Horn ist mit 50 Zentimetern deutlich kürzer.

Kühe haben meist längere und wesentlich schlankere Hörner als Bullen. Meist dient das Horn als Waffe gegen Raubtiere oder im Dominanzkampf, spielt aber auch bei der Kontaktaufnahme zu anderen Nashörnern eine wichtige Rolle. Hauptbedrohung für Breitmaulnashörner ist die Wilderei für den illegalen Handel mit Nashorn-Horn in Asien. Anders als allgemein angenommen, wird das Horn in der Traditionellen Asiatischen Medizin nicht potenzfördernd eingesetzt, sondern hauptsächlich als Statussymbol konsumiert und verschenkt. Obwohl Nashorn-Horn keinerlei nachgewiesene medizinische Wirkung hat gilt es in Asien als Heilmittel gegen verschiedene Krankheiten. Zudem wird es neuerdings nach Feiern gegen das Kopfweh am nächsten Morgen eingesetzt.

Das tut Pro Wildlife
Pro Wildlife kämpft gegen den Handel mit Nashorn-Horn und Wilderei. Wir setzen uns für Handelsverbote und die Eindämmung der Nachfrage ein.

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Trophäenjagd und Großwildjagd © Martin Harvey

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Schlacht ums Horn

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Traditionelle Asiatische Medizin

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Kein Handel mit Nashorn

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