Giraffen haben gefährliche Feinde: Raubtiere wie Hyänen, Leoparden, Löwen und Wildhunde – und Menschen.

Giraffen: Die höchsten an Land lebenden Säugetiere

Giraffe Pixabay

Giraffe © Pixabay

Die Größe der Tiere kommt unter anderem durch ihren charakteristischen, langen Hals und die extrem langen Beine. Wie bei fast allen Säugetieren besteht der Hals nur aus sieben Wirbeln, diese sind allerdings bei Giraffen extrem groß. Der lange Hals dient den Giraffen für verschiedene Zwecke. Zum einen können sie in fünf bis sechs Metern Höhe sehr gut Feinde schon aus weiter Entfernung erkennen und ihnen ausweichen. Zum anderen befinden sich dort das Laub und die Zweige der Savannenbäume. Oft sind die Äste mit Dornen übersät, doch Dank der kräftigen, rauen Zunge macht dies den Giraffen nichts aus. Die Giraffenzunge kann bis zu einem halben Meter lang werden und dient zum Greifen von Blättern und Ästen. Eine Giraffe verbringt etwa zwölf Stunden am Tag mit Fressen. Durch die Blätter nehmen Giraffen so viel Flüssigkeit auf, dass sie wochenlang ohne Wasser auskommen können.

Giraffenweibchen leben mit ihren Jungtieren zusammen in Herden. Giraffenbullen sind Einzelgänger. Beim Kampf um die Damen schlagen die Männchen so lange ihre Hälse aneinander, bis einer aufgibt. Auch die zwei zapfenartigen, mit Fell überzogenen Hörner auf dem Kopf, die sowohl die Bullen als auch die Kühe haben, dienen dem Kampf um die Weibchen. An der Beschaffenheit der Hörner lassen sich Männchen und Weibchen voneinander unterscheiden: Bei den Bullen sind sie von den Kämpfen stumpf und glatt, bei den Kühen sind sie komplett mit Fell überzogen und haben an der Spitze einen Fellbüschel.

Schnell und wehrhaft im Kampf gegen natürliche Feinde

Giraffe beim Trinken © Pixabay

Giraffe beim Trinken © Pixabay

Giraffenweibchen bekommen ihre Jungen im Stehen. Die Jungtiere fallen aus einer Höhe von zwei Metern in die Tiefe. Das macht dem Nachwuchs aber nichts aus. Schon nach etwa einer Stunde können sich die Kleinen aufstellen und sind dann schon etwa 1.80 Meter groß. Es ist wichtig, dass die Jungtiere sofort stehen können, denn Giraffen haben gefährliche Feinde: Raubtiere wie Hyänen, Leoparden, Löwen und Wildhunde haben es auf sie abgesehen. Wenn die Tiere einen Feind erspähen, nehmen sie meist Reißaus. Im Sprint schaffen es die Riesen auf bis zu 50 Kilometer in der Stunde. Im Notfall können sich Giraffen auch mit Tritten wehren. Besonders gefährlich leben Jungtiere und trinkende Giraffen am Wasserloch. Denn wenn Giraffen trinken, müssen sie die Vorderbeine weit spreizen, damit sie das Wasser mit dem Kopf erreichen. Eine Position, aus der sie nicht schnell entkommen können.

Die größten Bedrohungen für Giraffen:

Bis 2016 wurde angenommen, dass es nur eine Giraffenart gibt. Genanalysen haben allerdings ergeben, dass es wahrscheinlich mehr Arten gibt. Laut Weltnaturschutzunion IUCN ist zur Zeit nur eine Art mit neun Unterarten offiziell anerkannt. Laut der Roten Liste Gefährdeter Arten sind Giraffen gefährdet, die meisten Bestände sind rückläufig. Zwei Unterarten sind bereits vom Aussterben bedroht. Zwischen 1985 und 2015 ist die Population um 36-40 Prozent gesunken. Schätzungen gehen von weniger als 100.000 Giraffen in ganz Afrika aus. Viele Forscher sprechen von einem stillen Aussterben der Giraffen und fordern mehr Schutzmaßnahmen für diese Art. Die Gründe dafür sind schwindender Lebensraum, Wilderei und Jagd. Giraffen werden in Afrika als Fleischquelle und wegen verschiedener Körperteile gehandelt. In den USA, in Europa und Asien werden sie für Jagdtrophäen, Dekorations-Artikel aus Knochen und Fell sowie lebend für Zoos und Zirkusse gehandelt.

Das tut Pro Wildlife
Pro Wildlife setzt sich auf internationalen Konferenzen, wie der Konvention zum Schutz wandernder Arten und der Weltarteschutzkonferenz CITES, für den Schutz der Giraffen ein. Des Weiteren kämpft Pro Wildlife für Importverbote von Trophäen in die EU und nach Deutschland.

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Trophäenjagd und Großwildjagd

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Das leise Aussterben der Giraffen

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Tagebuch: CITES-Konferenz 2019

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Im August 2019 fand in Genf die 18. Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen statt. Pro Wildlife war vor Ort und verhandelte für einen besseren Schutz von Wildtieren.

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