BraunbärEisbärKragenbär

Status Gefährdet
Population 26.000
Lebensraum Polarregion

Der Eisbär (Ursus maritimus) lebt überwiegend an den küstennahen Packeisgrenzen rund um den Nordpol (Arktis) im Norden Kanadas, in Alaska (USA), Grönland (Dänemark), Russland und Spitzbergen (Norwegen).

Der Eisbär ist – nach dem Kodiakbär – das zweitgrößte lebende Landraubtier und kann bis zu zwei Meter groß werden. Er ist perfekt an seine Umgebung angepasst: Die behaarten Fußsohlen isolieren und haben eine Anti-Rutsch-Wirkung auf dem Eis. Die schwarze Haut unter den durchsichtigen, hohlen Haaren absorbiert perfekt die Sonnenstrahlen. An den paddelartigen Vordertatzen befinden sich kleine Schwimmhäute – Eisbären sind exzellente Schwimmer. Der Geruchssinn und das Gehör der Eisbären sind sehr gut ausgeprägt.

Im Gegensatz zu anderen Bären sind Eisbären fast ausschließlich Jäger. Im Winter und Frühjahr jagen sie vor allem Robben auf dem Packeis und fressen sich große Fettreserven an. Im Frühling und Sommer, wenn das Packeis im Süden schmilzt, folgen die Bären ihren Beutetieren nach Norden. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Eisbären infolge der Erderwärmung und das immer frühere Abschmelzen des Packeises weniger Robben jagen und erheblich an Gewicht verlieren, bis hin zum Verhungern. Besonders im südlichen Verbreitungsgebiet können die Eisbären dem immer früheren Abtauen des Eises oft nicht mehr folgen und „stranden“ auf dem Festland. Auch kommt es nahe menschlicher Siedlungen zunehmend zu Konflikten, da die Bären auf der Suche nach Nahrung in Wohnsiedlungen kommen und dort teilweise den Müll durchwühlen.

Die Weltnaturschutzunion IUCN schätzt, dass der Eisbärbestand bis 2050 um mehr als 30 Prozent schrumpfen wird. Vor allem die Erderwärmung bedroht die Tiere: Weil das Packeis früher abschmilzt, verkürzt sich die Jagdzeit, die Jungtiersterblichkeit erhöht sich, auch erwachsene Tiere verhungern. Zudem werden in Kanada mehrere Hundert Eisbären im Jahr legal für den Handel mit Fellen und Trophäen gejagt. In Russland werden die Tiere zudem gewildert. Ein weiteres Problem sind die zunehmende Erschließung der Öl- und Gasvorkommen in der Arktis, zunehmende Schifffahrt und Tourismus sowie die Belastung mit Schadstoffen.

Eisbären Eisbärbaby