BerberaffeGorillaKoboldmakiOrang-UtanPumploriSchimpanseWollaffe
Status
vom Aussterben bedroht
Population
unbekannt
Lebensraum
Regenwald

Plumploris (Nycticebus spp.) oder auch slow loris genannt, sind echte Lebenskünstler. Ihr Körperbau verrät bereits ihre Überlebensstrategie, denn sie sind deutlich gedrungener als ihre Verwandten, die Schlankloris. Und das hat natürlich einen Grund: Dieser kräftigere Körperbau ist für ihre langsame Fortbewegung verantwortlich, dem der Plumplori seinen englischen Namen zu verdanken hat. Diese langsamen, unauffälligen Bewegungen sollen helfen, nicht von Feinden entdeckt zu werden – auch laute Rufe, wie bei vielen tagaktiven Affen üblich, unterlassen sie tunlichst. Nur ja nicht auffallen lautet also die Devise. Dafür nutzen sie auch ihren Lebensraum hoch oben in den Bäumen des indonesischen Regenwalds. Plumploris können besonders gut klettern, denn die besitzen mehr Wirbel als die meisten Säugetiere, was sie besonders gelenkig macht. Ihr Futter besteht aus Früchten, Insekten und Baumsäften.

Ging man 2005 noch von nur drei Arten Plumploris aus, sind inzwischen acht beschrieben – allein vier von ihnen leben in den Wäldern Borneos. Am seltensten ist vermutlich der Java-Plumplori (Nycticebus javanicus), der auf der Internationalen Roten Liste als akut vom Aussterben bedroht eingestuft ist.

Die kleinen nachtaktiven Baumbewohner zählen zu den wenigen giftigen Säugetieren. Sie produzieren ein Sekret, das in Verbindung mit Speichel giftig ist – durch Bisse werden Feinde vertrieben. Zusätzlich reiben sie ihr Fell mit dem Gift ein und lecken ihre Jungen ab, um sie zu schützen. Da Plumploris mit ihrem Giftbiss recht wehrhaft sind, kneifen ihnen Tierhändler oft die Eckzähne ab – ein Grund, warum beschlagnahmte Äffchen nicht immer wieder ausgewildert werden können.

Plumploris vermehren sich sehr langsam: Nach sechseinhalb Monaten Tragezeit bekommen die Weibchen ein Junges; Zwillinge sind äußerst selten. Anfangs begleitet das Kleine die Mutter auf den Streifzügen, später lässt die Mutter das Jungtier im Geäst zurück: Um es vor Fressfeinden zu schützen, schleckt sie es mit dem Giftsekret ab. Die Männchen sind territorial und pinkeln auf ihre Hände; so verteilen sie beim Klettern in den Bäumen eine Duftspur, die anderen Tieren zeigt: Dieses Revier ist bereits besetzt.

Bedroht sind sie nicht nur durch Lebensraumverlust – auch ihr niedliches Aussehen und ein fataler Aberglaube werden ihnen zum Verhängnis: Sie sind begehrt im illegalen Heimtierhandel, zudem gilt ihr Fell in der Traditionellen Asiatischen Medizin als Wundermittel für die Wundheilung.

Das tut Pro Wildlife

Pro Wildlife unterstützt seit vielen Jahren die Plumplori-Auffangstation Ciapus auf Java und klärt die Öffentlichkeit über die fatalen Folgen des Wildtiertourismus für die kleinen Äffchen auf. Außerdem war Pro Wildlife maßgeblich daran beteiligt, dass Plumploris unter internationalen Schutz gestellt wurden.

Affenschutz

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Plumplori_quadrat © IAR

Plumplori © IAR

Auffangstation Ciapus auf Java » Auffangstation für Plumploris in Indonesien

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Plumplori

 

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