BerberaffeGorillaOrang-UtanPlumploriSchimpanse
Status
vom Aussterben bedroht
Population
ca. 100.000
Lebensraum
Auen- und Sekundärwälder

Es gibt zwei Gorilla-Arten: Den westlichen Gorilla (Gorilla gorilla) mit den Unterarten Westlicher Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla) und Cross-River-Gorilla (Gorilla gorilla diehli) sowie den etwas größeren östlichen Gorilla (Gorilla beringei) mit den Unterarten Berggorilla (Gorilla beringei beringei) und östlicher Flachland- bzw. Grauer-Gorilla (Gorilla beringei graueri). Östliche Gorillas haben sehr dunkles, fast schwarzes Fell, während die Westlichen heller und bräunlicher sind. Bei allen älteren Männchen wird der Rücken mit der Zeit heller, sie werden zu den bekannten „Silberrücken“. Interessanterweise bleibt diese Hellfärbung beim Östlichen auf den Rücken beschränkt, während sich beim Westlichen auch Oberschenkel und Hüfte heller färben können.

Mit bis zu 250 Kilogramm und einer Spannweite von bis zu 2,75 Metern sind männliche Tiere die größten Menschenaffen. Die sanften Riesen leben in Haremsgruppen und ernähren sich vegetarisch. Die Tragzeit beträgt neun Monate, im Leben eines Weibchens überleben nur etwa zwei bis drei Jungtiere. Die Tiere bewegen sich, wie Schimpansen auch, im Knöchelgang vorwärts – kurze Strecken werden auch mal auf zwei Beinen zurückgelegt, insbesondere wenn man einem Artgenossen imponieren möchte.

Alle Gorillas sind Waldbewohner und jede Nacht wird ein neues Schlafnest gebaut – pro Tier eins, nur Säuglinge bleiben bei ihrer Mutter. Westliche Flachlandgorillas halten sich vor allem in tiefer gelegenen Regenwälder und Sumpfgebieten auf, während Cross-River- und Östliche Flachlandgorillas eher hügelige Gebiete bewohnen. Berggorillas wurden vom Menschen aus ihren angestammten Gebieten in immer höhere Lagen vertrieben – ihr jetziges Verbreitungsgebiet liegt auf bis zu 4.000 Metern. An diese kühlen Höhen mussten sie sich mit einem dichteren Fell mit längeren Haaren anpassen. Die verkürzten Arme im Vergleich zu anderen sind eine Anpassung daran, dass die Tiere viel weniger klettern.

Individuen können durch den einzigartigen „Nasenabdruck“ identifiziert werden, der durch die Form und Anordnung der Falten bestimmt wird. Die Tiere sind durch Wilderei sowie Krankheiten (z.B. Ebola) bedroht. Der Spielfilm „Gorillas im Nebel“ über das Wirken der Primatenforscherin Dian Fossey machte die gefährdeten Berggorillas weltberühmt. Inzwischen bringen geführte Touristengruppen wichtige Devisen, um diese seltenen Tiere besser gegen Wilderei zu schützen.

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Gorilla Silberrücken Urwald