Trophäenjagd und GroßwildjagdTrophäenjagd und Grosswildjagd auf bedrohte Arten
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Reisen um zu töten: Trophäenjagd auf bedrohte Arten.

Jagdskandale wie die Trophäenjagd mit Pfeil und Bogen eines amerikanischen Zahnarztes auf den weltweit berühmten Löwen Cecil oder der Abschuss eines der letzten großen Elefantenbullen in Simbabwe durch einen Berliner Jäger empören zunehmend die Weltöffentlichkeit. Doch sie sind bei weitem kein Einzelfall. Alleine in Afrika gehen jedes Jahr mehr als 18.000 Ausländer auf Großwildjagd und töten dabei mehr als 100.000 Wildtiere. Elefanten, Leoparden, Löwen, Geparde, Nashörner, Eis- und Braunbären, Wölfe und Wildkatzen gehören zu den bedrohten und geschützten Tierarten, deren Trophäen ganz legal nach Deutschland importiert werden.
Von Trophäenjagd betroffen: das Breitmaulnashorn_C_JamesWarwick

Breitmaulnashorn © James Warwick

Nach den USA und Spanien sind deutsche Jäger EU Spitzenreiter bei der Jagd auf gefährdete und geschützte Arten. Die Einfuhr von 615 Tieren bedrohter bzw. geschützter Arten wurde nach Auskunft der Bundesregierung alleine 2017 nach Deutschland genehmigt bzw. gemeldet. Draunter 26 Leoparden, 24 Löwen, 24 Flusspferde, 18 Afrikanische Elefanten, 14 Braunbären, fünf Geparden und zwei Nashörner. Spitzenreiter bei deutschen Jägern waren 211 Zebras und 154 Bärenpaviane.

Den Abschuss bedrohter Arten bieten in Deutschland Dutzende auf Jagdreisen spezialisierte Reiseveranstalter ganz legal an. Eldorado der Branche ist die alljährlich in Dortmund stattfindende Jagdmesse „Jagd & Hund“: Auf Fotowänden sieht man feixende Jäger. Sie knien hinter frisch erlegten Braunbären, denen das Blut aus dem Mund trieft; mit stolzgeschwellter Brust lassen sie sich zwischen den Stoßzähnen eines Elefanten ablichten oder hieven einen toten Leoparden in die Luft; lebensecht ist der erlegte Mähnenlöwe auf einen Sandhügel drapiert, um auch im Tod noch imposant zu wirken. Je seltener die Art und je größer Hörner, Mähnen und Stoßzähne der getöteten Tiere, umso höher der Preis für den Abschuss und umso höher der Statusgewinn für den Erleger. Internationale Jagdverbände wie der CIC oder Safari Club International (SCI) führen sogar Rekordbücher oder vergeben Medaillen für die „kapitalsten“ Trophäen.

Der Loewe ist eine beliebte Jagd-Trophäe (c)pixabay

Afrikanischer Löwe © Pixabay

Wider die Natur

Die Großwildjagd ist nicht nur aus ethischen Gründen mehr als fragwürdig, sondern auch aus ökologischer Sicht: Trophäenjäger haben es oft auf seltene Arten abgesehen – und hier ausgerechnet auf die stärksten, erfahrensten und für die Arterhaltung wichtigsten Tiere. Diese widernatürliche Auslese kann fatale Auswirkungen für das Überleben einer Art haben. Quer durch die Rote Liste gefährdeter Arten gestatten einige Entwicklungsländer, aber auch manche reiche Staaten, wie z.B. Kanada, betuchten Jagdgästen aus dem Ausland den Abschuss von Tieren. Sogar vor Arten, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen streng geschützt sind, macht die Jagdlust nicht halt: Weil die Einfuhr von Jagdtrophäen als Privatvergnügen und „nicht kommerziell“ gilt, ist sie von Importverboten meist ausgenommen und mit Genehmigung legal – auch in Deutschland.

Einsatz gegen die Großwildjagd und die Trophäenjagd

Pro Wildlife dokumentiert, wie die Trophäenjagd Elefanten, Eisbären, Grizzlys, Löwen und andere Arten bedroht  – und wie die Jagdindustrie das lukrative Geschäft dennoch am Leben erhält. Wir treten gegen den Handel mit Jagdtrophäen bedrohter Arten ein und fordern Jagd-, Handels- und Einfuhrverbote. Frankreich stoppte 2015 als erstes EU Land die Einfuhr von Löwentrophäen, 2016 erliessen die Niederlande ein Einfuhrverbot für Trophäen geschützter Tierarten. Die USA, mit bis zu 741 Trophäen im Jahr bisher größter Löwen-Importeur, hat Löwen endlich als bedrohte Art erkannt und genehmigt Importe seit Januar 2016 nur noch in Einzelfällen. Australien erließ bereits im März 2015 einen Importstopp und einige afrikanische Länder wie Kenia und Botswana verbieten die Großwildjagd vollständig. Auch immer mehr Airlines und Luftfrachtgesellschaften erkennen zunehmend ihre Verantwortung und verbieten oder beschränken den Transport von Trophäen. Doch es bleibt noch viel zu tun, um das blutige Geschäft mit Jagdtrophäen zu stoppen.

“Since the reason to bring a trophy back is to show off to other people how ‘manly’ and ‘exciting’ you are, banning trophies would immediately remove this disgusting motive.”

John Cleese

Feuer frei auf Elefanten, Nashorn, Esbär, Leopard & Co.

1.028 Afrikanische Elefanten standen laut veröffentlichten Jagdquoten alleine im Jahr 2017 legal zum Abschuss durch Trophäenjäger frei – und das obwohl ihre Bestände in acht Jahren um etwa ein Drittel dezimiert wurden. Sogar vor höchst bedrohten Beständen macht die Jagd nicht halt: So gibt die Regierung Namibias sogar die letzten Efantenbullen in Wüstengebieten zum Abschuss frei und nimmt damit die Auslöschung dieser bedrohten Population in Kauf. Laut EU-Gesetzgebung dürfen die EU Mitgliedsstaaten die Einfuhr bedrohter Tiere nur genehmigen, wenn die Jagd „nachhaltig“ und legal ist – bei streng geschützten Arten muss sie sogar einen nachweislichen Beitrag zum Schutz der bejagten Arten liefern. In der Praxis fehlen solche Nachweise. Im Gegenteil dokumentieren immer mehr wissenschaftliche Studien den massiven Rückgang vieler bejagter Wildtierbestände. Trotzdem werden von Deutschland, Spanien und anderen EU-Ländern weiterhin munter Einfuhrgenehmigungen für Jagdtrophäen aus Ländern erteilt, in denen die negativen Effekte der Jagd klar belegt sind und in denen Korruption und Mismanagement herrschen. Nur für besonders eklatante Fälle hat die EU bisher von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Einfuhrverbote zu verhängen: Hierzu gehört zum Beispiel die Jagd auf Elefanten in Mosambik und Kamerun sowie auf Löwen in Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Kamerun und Mosambik. Einfuhren aus den Ländern, in denen die meisten Tiere von Großwildjägern getötet werden, wie Tansania, Simbabwe und Südafrika, bleiben jedoch erlaubt, obwohl Korruption und Wilderei dort ein erhebliches Problem darstellen. Ethische Aspekte, wie die Frage, ob der Abschuss von Tieren aus reiner Gier nach Statussymbolen vertretbar ist und die Tatsache, dass im Ausland tierschutzwidrige Methoden, die hierzulande längst verboten sind (z.B. die Jagd mit Pfeil und Bogen, der Abschuss von in Gefangenschaft geborenen Tieren in Jagdgattern oder das Hetzen mit Hunden) finden bisher keinerlei Berücksichtigung.

Jagdtrophäen Großwildjagd Trophäenjagd Eisbärenfell in Norwegen by paul-shoul

Trophäenjagd: Eisbärfelle für den Export © Paul Shoul

Großwildjagd: Armutsbekämpfung oder Greenwashing?

Großwildjäger stellen sich selbst gerne als Wohltäter dar und rechtfertigen ihr fragwürdiges Hobby als Beitrag zum Artenschutz und zur Armutsbekämpfung. Immerhin kostet eine Jagdreise inklusive Verpflegung und Unterbringung in der Luxuslodge, Begleitung durch einen Profijäger und Abschuss von Elefant, Löwe oder Eisbär zehntausende Euro. Glaubt man der Jagdlobby, dann sind diese Devisen eine lukrative Einnahmequelle für die einheimische Bevölkerung, die im Gegenzug dafür sorgen soll, dass Wildtierbestände als Einnahmequelle erhalten bleiben. Doch die Theorie hält dem Realitäts-Check nicht Stand: Von dem Millionengeschäft profitieren vor allem ausländische Jagdreiseveranstalter, die Bevölkerung vor Ort erhält laut einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) bestenfalls einen „Hungerlohn“: Sie hat berechnet, dass die lokale Bevölkerung im Durchschnitt jährlich nur 0,3 US Dollar pro Person aus dem Jagdtourismus verdient, sofern sie überhaupt beteiligt wird. Häufig finden Jagden ohnehin auf privatem Farmland statt – hier profitiert weder die Staatskasse noch die arme Bevölkerung, die lediglich als Feigenblatt missbraucht wird, um die Trophäenjagd gesellschaftsfähig zu machen. Auch das Totschlagargument Arbeitsplätze greift nicht: 15.000 Teilzeit-Arbeitsplätze soll die Jagd in den acht wichtigsten afrikanischen Jagdländern schaffen – bei einer Gesamtbevölkerung von 140 Mio. Menschen. Zum Staatshaushalt trägt sie lächerliche 0,006 Prozent bei. Ökonomische Analysen kommen entsprechend zu dem Schluss, dass die Jagd keinen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation leistet. Entsprechend verwundert es nicht, dass die Wilderei (zum Beispiel auf Elefanten) auch und gerade in Jagdgebieten grassiert.

„Returns for local populations, even when managed by community projects are insignificant, and cannot prompt them to change their behaviour regarding poaching and agricultural encroachment“

IUCN/PACO Studie 2009

Großwildjagd versus Fototourismus

Der Fototourismus hingegen erwirtschaftet Milliardenbeträge und schafft ein Vielfaches an Arbeitsplätzen. Nicht umsonst haben sich Länder wie Kenia und neuerdings auch Botsuana gegen die Jagd und für den Fototourismus entschieden: Kenia verdient jährlich 1 Milliarde US Dollar am Fototourismus – 30 Millionen US Dollar würde die Trophäenjagd einbringen, wenn sie erlaubt wäre. Und in Botsuanas Okavango Delta schafft der Fototourismus 39 Mal mehr Jobs als die Großwildjagd.

Trophäenjagd: Eine Gefahr für bedrohte Arten

Während es an nachprüfbaren, empirischen Daten über den Nutzen der Trophäenjagd als angebliche Armutsbekämpfung und Artenschutzmaßnahme mangelt, belegen zahlreiche Berichte die Bedrohung von Tierbeständen, Korruption und Mismanagement. Trophäenjäger haben es auf die stärksten, erfahrensten und für die Arterhaltung wichtigsten Tiere abgesehen. Langfristig hat dies fatale Folgen, weit über den Abschuss einzelner Tiere hinaus. Besonders gut dokumentiert ist dies am Beispiel der Löwenjagd. Denn die bei Jägern begehrten Mähnenlöwen sind in der Regel Chef eines Rudels. Werden sie erlegt, übernimmt ein jüngeres Männchen das Rudel und tötet die vom Vorgänger gezeugten Jungen. Auch bei Bären kommt dieser sogenannte „Infantizid“ durch nachrückende Männchen vor.

Wieviele Tiere Großwildjäger abschießen dürfen, entbehrt häufig jeglicher wissenschaftlichen Grundlage. Vielmehr sind die Jagdquoten für die Großwildjagd oft Resultat handfester finanzieller Interessen, also der Nachfrage durch Trophäenjäger. Während z.B. die Löwen- und Elefantenbestände in Afrika stark zurück gegangen sind, hat der Abschuss durch Trophäenjäger enorm zugenommen. Aus Südafrika, Simbabwe, Tansania, Namibia und anderen beliebten Jagdreiseländern wird zudem immer wieder berichtet, wie korrupte Jagdreiseveranstalter, Wildhüter und Behörden Abschussquoten nicht einhalten und Einnahmen nicht abführen.

Weitere Informationen: 

Löwe Käfig quadratisch

Löwenfarmen

Auf Löwenfarmen in Südafrika schießen Jäger sogar gezüchtete Löwen in Gefangenschaft » Löwenfarmen: Zahme Löwen für die Jagd

 

 

 

 

 

Elefant Pixabay

Trophäenjagd auf Elefanten?

Tausende gefährdete Tiere werden jährlich von Trophäenjägern erlegt. Die USA gerieten dafür in die Kritik, doch die Einfuhr von Trophäen in die EU ist ebenfalls kein Problem » Elefanten schießen für den Artenschutz?

 

 

 

 

Jagd Wilderei Eisbär Trophäe

Forderung: Importverbot für Trophäen!

Gemeinsame Forderung mehrerer Verbände, den Import von Jagdtrophäen zu verbieten » Pressemitteilung: Verbände fordern Importverbot für Jagdtrophäen

 

 

 

 

 

Löwe

Löwe

Der Löwe ist die sozialste aller Raubkatzen. Nur noch etwa 20.000 Tiere leben in freier Wildbahn, Tendenz sinkend» Löwe: Der bedrohte König

Traveling to kill: Trophy-hunting endangered species

Scandals such as the bow-and-arrow hunt for the world-famous lion Cecil by an American dentist and the shooting of the last elephant bull in Zimbabwe by a hunter from Berlin appall the public. However, these tragic stories are by no means unique. In Africa, 18,000 foreigners go hunting annually, killing more than 100,000 wild animals.

Breitmaulnashorn_C_JamesWarwick

Germans are among the top hunters for endangered wildlife in the European Union. Dozens of specialized tour operators in Germany offer hunting trips which include hunting lions, elephants, rhinos, leopards, and polar bears legally. The industries Eldorado is the annual hunting fair „Jagd & Hund“ in Dortmund. Photos include smug hunters kneeling in front of their kills: brown bears with blood trickling out of their mouth, elephants with tusks framing the hunter, or leopards hoisted into the air victoriously. Animals are manipulated to appear majestic even after their death. The rarer the animal and the larger the tusks, horns, or manes of the killed animals, the higher the price for the hunt and the more glory for the hunter.

Loewe(c)pixabay

Campaign against trophy hunting

Pro Wildlife documents the negative consequences of trophy-hunting on elephant, polar bear, grizzly, lion, and other species populations and how industry propaganda keeps trophy-hunting alive. We are fighting to have stricter regulations on the trophy animal trade, especially with endangered species, and are requesting that governments create and enforce hunting, trading, and import bans. Positive results include how the EU has prohibited the import of certain endangered species from specific countries and has increased species protection rules since 2015. In November 2015, France was the first country in Europe to halt imports of lion trophies. The USA, who imports 741 trophies annually, making them the largest lion trophy importer, registered lions as endangered in January 2016 and has only permitted imports for special cases. Australia implemented an import ban in March 2015, and some countries like Kenya and Botswana prohibit hunting. Other countries and airlines such as Lufthansa acknowledge their responsibility to contribute to species conservation efforts, but there is still a lot to be done to stop trophy-animal trading, especially in Germany.

“Since the reason to bring a trophy back is to show off to other people how ‘manly’ and ‘exciting’ you are, banning trophies would immediately remove this disgusting motive.”

John Cleese

Trophy hunting: crime against nature

Big-game hunting is not only ethically questionable but also ecologically: trophy hunters often seek rare species. The individuals they pick are the strongest, most experienced, and most important to the species survival. This artificial selection can have fatal consequences for a species which would in turn disrupt the whole ecosystem. Hunting straight across the IUCN Red List of endangered species is what many developing countries and even some affluent countries, like Canada, offer foreign hunters. Species under strict protection from the Washington Convention are targets as well. If a „private“ individual imports trophy animals, he or she is often excused from general import prohibitions and the animals, with permission, are perfectly legal, even in Germany.

Import prohibition for elephant and lion trophies:

Despite the dying populations, 1,060 African elephants were approved for trophy hunting and killed. Hunting knows no limits, not even critically endangered populations. For example, Namibia granted hunters permission to shoot the last desert elephant bulls, hereby accepting the extinction of this species. However, there have been a few small success in small elephant populations in Tanzania, Mozambique, and Cameroon. The EU has acknowledged that hunting there is everything but sustainable and has prohibited imports. Travelling hunters are no longer allowed to import lion trophies from Ethiopia, Benin, Burkina Faso, Cameroon, and Mozambique. Thus, hunting loses its allure. However, the EU still permits the import of lion trophies from countries where scientists cannot prove the adverse effects of hunting (e.g. Tanzania, Zimbabwe, Zambia). Wildlife stocks are collapsing but corruption and mismanagement rule these countries, where many still practice canned hunting hand-reared animals, sometimes using a bow and arrow.

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Fight against poverty or green washing?

Big-game hunters often justify their controversial hobby by claiming that their trips contribute to conservation efforts and development in the region. Hunting trips can include catering, a luxury lodge, accompaniment by a professional hunter, and shooting the animal, which can accumulate to around 10,000 Euros. Lobbyists suggest that hunting is a lucrative way for locals to make money, who will in turn ensure that wildlife populations stay healthy enough to be a source of income. However, reality does not stand up to the theory. The main profiteers of this million-dollar business are the foreign hunting tour operators while locals get a pittance. According to a study by the IUCN, local populations get an average of 0.2 Euros per person from hunting tourism assuming they are included at all. More often than not, hunts take place on local farmland, in which case neither the government nor the locals benefit. Foreign hunters abuse these countries and what lobbyists claim is simply an excuse to make trophy hunting acceptable in the long run.

Another popular argument is that trophy hunting creates jobs, but this claim doesnt hold up either. 15,000 temporary positions open up thanks to the hunt in the eight most important hunting countries. With a combined population of 140 million people, the hunt adds a laughable 0.006% to national budgets.

Hunting vs photo tourism

Photo-tourism, on the other hand, adds billions into the European economy and creates a substantial amount of jobs. Recently, Kenya and Botswana opted for photo-tourism instead of hunting tourism, a reasonably decision. Kenya makes 1 billion USD annually from photo-tourism, whereas the trophy hunting annual revenue would only be 30 million USD. Additionally, photo tourism supplies 39x more jobs than trophy hunting would in Botswanas Okavango Delta.

Trophy hunting: a threat for endangered species

While there is a lack of empirical data to suggest that trophy hunting can fight poverty and contribute to conservation efforts, there are studies demonstrating threats to species, corruption, and dangerous mismanagement. Trophy hunters are after the strongest individuals, which are often most important to the survival of the species. Ultimately, there are consequences far beyond the death of a single individual. This is especially well documented in lion hunting. Hunters are usually most attracted to the leader of a pack but when they die, a younger individual assumes power and in the process, kills any offspring fathered by the old leader. This „infanticide“ has also been observed in bears.

The number of animals that big-game hunters are allowed to shoot can be random and is far removed from any scientific basis. Hunting quotas are often based purely on financial interest and are controlled by trophy hunters. Populations and hunting statistics show that while lion populations have dropped by 42% in the last 21 years, the number of hunted lions has considerably increased. Furthermore, many reports from South Africa, Tanzania, Namibia and other popular hunting countries suggest that corrupt tour operators, authorities, and rangers do not honor the quotas or do not report revenues.

 

For more information:

» Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen zur Trophäenjagd

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