Trophäenjagd auf Elefanten

Elefantenbulle beim Schlammbad©A.GabanyiEinsatz gegen die Trophäenjagd

Die Großwildjagd auf die „Big Five“ (Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard und Büffel) – sie ist leider nicht mit der Kolonialzeit untergegangen, sondern noch heute ein beliebtes Urlaubsvergnügen betuchter Hobbyjäger, vor allem aus Europa und den USA. In vielen Staaten ist der Abschuss bedrohter Wildtiere, darunter auch die hochintelligenten Elefanten, immer noch ganz legal.

Trophäenjagd: Wider die Natur

Die Trophäenjagd ist nicht nur aus ethischen Gründen mehr als fragwürdig, sondern auch aus ökologischer Sicht: Trophäenjäger haben es oft auf seltene Arten abgesehen und hier ausgerechnet auf die stärksten, erfahrensten und für die Arterhaltung wichtigsten Tiere. Diese widernatürliche Auslese kann fatale Auswirkungen für das Überleben einer Art haben. Um ihr fragwürdiges "Hobby" gesellschaftsfähig zu machen behaupten Großwildjäger gerne, die Jagd sei zugleich Entwicklungshilfe und Rettungsprogramm für bedrohte Arten. Doch immer wieder belegen Studien, wie die Jagd bedrohte Arten dezimiert und dass die Profite vor allem (meist ausländische) Jagdreiseveranstalter abschöpfen, während die Menschen vor Ort meist leer ausgehen.

Elefant Gesicht©A.Gabanyi

Protest gegen Jagd auf bedrohte Wüstenelefanten

Auch Hunderte Elefanten werden in Afrika jedes Jahr zum Abschuss durch Trophäenjäger freigegeben, sogar in höchst bedrohten Beständen: So protestierte Pro Wildlife bei der Regierung Namibias gegen den Abschuss der letzten männlichen Wüstenelefanten im fortpflanzungsfähigen Alter. Jeder Abschuss gefährdet das langfristige Überleben der Wüstenelefanten – ganz besonderen Tieren, die gelernt haben, in extremer Trockenheit zu überleben.