Gewildert, gejagt, verkauft und ohne Lebensraum

  • Status: stark gefährdet
  • Population: ca. 2.150 bis 3.160
  • Lebensraum: Wald, Grasland und Buschland
Tiger (Panthera tigris) sind die größten und schwersten Raubkatzen, die einen muskulösen Körperbau und besonders starke Krallen und Pranken haben. Es gibt sechs genetisch voneinander getrennte Unterarten: Amur-,  Bengal-, Sumatra-, Indochinesische, Malayische, Südchinesische. Der Amurtiger, auch Sibirischer Tiger genannt, ist nach Eis- und Braunbären das drittgrößte Raubtier an Land. Er kann fast drei Meter lang werden, Weibchen sind wesentlich kleiner als Männchen.

Tiger sind gute Schwimmer

Tiger

Tiger

Aufgrund ihrer einzigartigen Streifenzeichnung kann man sie eindeutig von anderen Raubkatzen unterscheiden. Die Streifen des Tigers sind eine optimale Anpassung an den Hintergrund des Lebensraumes. Außerhalb der Paarungszeit leben Tiger als Einzelgänger, einzig die Bindung zum Nachwuchs ist sehr eng. Die Jungen bleiben bis zu drei Jahre bei der Mutter.

Tiger bewohnen unterschiedlichste Lebensräume wie tropische Regenwälder, Grasländer, Sumpfgebiete oder Wälder. Sie schlafen in Spalten, umgestürzten Bäumen oder kleinen Felshöhlen. Im Gegensatz zu anderen Katzen schwimmen Tiger sehr gerne und können so Flüsse von bis zu 29 km Breite durchqueren. Um ihren enorm hohen Energiebedarf zu decken, erlegen Tiger auch große Säugetiere wie zum Beispiel Hirsche und Wildrinder. Die Tiere sind meistens in der Dämmerung oder nachts aktiv. Um Beute zu finden, legen sie enorme Strecken zurück. In beutearmen Revieren wie Ostsibirien legen die Raubkatzen 20 km bis 25 km, in Ausnahmefällen sogar bis zu 100 km am Tag zurück.

96 Prozent weniger Lebensraum

Tiger

Tiger

Tiger waren einst in ganz Asien verbreitet. Von den ursprünglichen neun bekannten Unterarten leben heute nur noch sechs Arten. Im Jahr 1920 ging man noch von weltweit etwa 100.000 Tigern aus, vor etwa 50 Jahren gab es noch mehr als 30.000 Tiere; inzwischen wird ihre Zahl weltweit auf unter 4.000 frei lebende Tiere geschätzt.

In den vergangenen 100 Jahren gingen 96 Prozent ihres Lebensraums verloren. Im Gegensatz dazu fristen allein ca. 8.000 Tiger ihr Dasein in asiatischer Tigerfarmen. Sie werden gezüchtet, um Knochen, Pranken, Zähne und andere Körperteile für die Traditionelle Asiatische Medizin (TCM) zu nutzen. Wilderei für den Schmuggel mit Knochen und Fellen für die Nachfrage in China sowie Lebensraumverlust bedrohen das Überleben der wildlebenden Tiere.

Das tut Pro Wildlife
Pro Wildlife klärt über die Gefahren des weltweiten Handels mit Wildtieren auf und arbeitet gemeinsam mit Experten an Alternativen zu Wildtierprodukten in der Traditionellen Asiatischen Medizin. Außerdem informieren wir Touristen über die grausamen Hintergründe von Tigerfarmen.

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