Afrikanischer Löwe
Status
stark gefährdet
Population
ca. 3.500
Lebensraum
Wald, Grasland, Sumpfgebiete

Tiger (Panthera tigris) sind die größten und schwersten Raubkatzen, die einen muskulösen Körperbau und besonders starke Krallen und Pranken haben. Der Sibirische- oder Amurtiger kann fast drei Meter lang werden, Weibchen sind wesentlich kleiner als Männchen. Aufgrund ihrer einzigartigen Streifenzeichnung kann man sie eindeutig von anderen Raubkatzen unterscheiden. Die Streifen des Tigers sind eine optimale Anpassung an den Hintergrund des Lebensraumes. Außerhalb der Paarungszeit leben Tiger als Einzelgänger, einzig die Bindung zum Nachwuchs ist sehr eng. Die Jungen bleiben bis zu drei Jahre bei der Mutter.

Tiger bewohnen unterschiedlichste Lebensräume, wie tropische Regenwälder, Grasländer, Sumpfgebiete oder Wälder. Sie schlafen in Spalten, umgestürzten Bäumen oder kleinen Felshöhlen. Im Gegensatz zu anderen Katzen schwimmen Tiger sehr gerne, sie können Flüsse überqueren und haben sogar Inseln besiedelt. Um seinen enorm hohen Energiebedarf zu decken, erlegen Tiger auch große Säugetiere wie zum Beispiel Hirsche und Wildrinder. Die Tiere sind meistens in der Dämmerung oder nachts aktiv, um Beute zu finden legen sie enorme Strecken zurück. In beutearmen Revieren wie Ostsibirien legen die Raubkatzen 20 bis 25 Kilometer, in Ausnahmefällen sogar bis zu 100 Kilometer am Tag zurück.

Tiger waren einst über ganz Asien verbreitet. Von den ursprünglichen neun bekannten Unterarten leben heute nur noch fünf Arten. Im Jahr 1920 ging man noch von weltweit etwa 100.000 Tigern aus, vor etwa 50 Jahren gab es noch mehr als 30.000 Tiere; inzwischen wird ihre Zahl weltweit auf unter 4.000 frei lebende Tiere geschätzt. Es gibt nur noch wenige, kleine Populationen in 13 Ländern. In den vergangenen 100 Jahren wurden 93 % ihres Lebensraums zerstört. Im Gegensatz dazu fristen 20.000 Tiger ihr Dasein in Gefangenschaft. Die Wilderei für den Handel mit Fellen und Körperteilen für die Traditionelle Asiatische Medizin (TCM) bedroht ihr Überleben. Mittlerweile werden Tiger auch auf sogenannten Tigerfarmen gezüchtet. Embryonen, Tigerteile wie Pranken, Zähne oder Fell sowie die Knochen werden für die TCM genutzt.

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Sibirischer Tiger © Pixabay