Die viertgrößte Katze ist vom Menschen gefährdet

  • Status: gefährdet
  • Population: unbekannt
  • Lebensraum: Regenwälder, Gebirge, Savannen und Halbwüsten
Der Leopard (Panthera pardus) ist nach Tiger, Löwe und Jaguar die viertgrößte Großkatzenart der Welt. Er ist in Afrika und Asien verbreitet und weist je nach Verbreitungsgebiet unterschiedliche Fellzeichnungen auf. Fast allen gemeinsam sind jedoch die schwarzen Rosetten, die zum Teil die Körper zieren. Zur Schwanzspitze und zu den Pfoten hin sind fast ausschließlich schwarze Flecken zu finden.

Es gibt (wahrscheinlich) neun Unterarten

Leopard

Leopard

Obwohl nur im Sonnenlicht erkennbar trägt auch der schwarze Leopard eine Fellzeichnung. Die schwarze Fellfarbe wird rezessiv über ein einziges Gen vererbt. Schwarze Leoparden werden oft auch als schwarze Panther bezeichnet. Jedoch stellen schwarze Panther keine eigne Art dar, stattdessen dient die Bezeichnung meist dazu Leoparden oder Jaguare mit schwarzer Fellfärbung zu beschreiben.

Leoparden sind an unterschiedlichste Lebensräume angepasst: Von den Wäldern Sibiriens bis zu den offenen Savannen Ostafrikas haben sich verschiedene Unterarten gebildet, die mit den jeweiligen Gegebenheiten am besten zurechtkommen. Wie viele Unterarten es gibt, ist nicht ganz geklärt. Offiziell durch die Rote Liste der gefährdeten Arten (IUCN) anerkannt sind neun. Zu den Unterarten gehören Afrikanischer, Indischer, Java, Arabischer und Amur-Leopard. Persische und Sri-Lanka-Leoparden sind laut IUCN stark gefährdet. Der Schneeleopard hingegen ist keine Unterart des Leoparden, sondern stellt eine eigene Großkatzenart dar.

Je nach Lebensraum variiert auch die Größe der Tiere erheblich: Er wird zwischen 90 und 190 Zentimeter lang (ohne Schwanz). Die Männchen können ein Gewicht von bis zu 90 Kilogramm erreichen, Weibchen wiegen etwa halb so viel. Leoparden sind beim Fressen ausgesprochene Opportunisten. Von Käfern, Reptilien und Vögeln bis hin zu mittelgroßen Antilopen und Hirschen steht viel auf ihrem Speiseplan. Zu welcher Tageszeit die Raubkatzen jagen, hängt davon ab, wann sich seine Beutetiere zeigen. Normalerweise erlegen Leoparden ihre Beute nach längerem Anschleichen oder Auflauern, manchmal stöbern sie die Beute auch auf. Bei der Jagd zeigen Leoparden eine bemerkenswerte Geduld.

Der Leopard ist vor allem vom Menschen bedroht

Karakal © M. Harvey

Karakal © M. Harvey

Leoparden sind aus großen Teilen ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets bereits verschwunden, vor allem aus Nord-, Ost-, und Westafrika, dem Mittleren Osten, Ost- und Südostasien. Auch im südlichen Afrika sind die Bestände rückläufig. Einige der Unterarten stehen kurz vor der Ausrottung. Die größte Bedrohung stellt der massive Verlust des Lebensraums dar. Weitere Probleme sind der Mangel an Beutetieren, Konflikte mit Menschen, die legale Trophäenjagd sowie die illegale Jagd.

Der Leopard ist durch das CITES-Artenschutzabkommen in Anhang I streng geschützt, der kommerzielle Handel ist international verboten. Jedoch werden Leoparden sowohl in Afrika als auch in Asien gewildert, da ihre Felle, Zähne und Knochen begehrte Handelsobjekte für Zeremonien, Statussymbole, traditionelle Medizin oder Souvenirs sind. Alleine in Afrika werden jedes Jahr mehrere tausend Leoparden für rituelle Zwecke getötet. Hinzu kommen hunderte Tiere, die durch internationale Großwildjäger getötet werden.

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