Elefanten in Afrika: bedroht durch Wilderei

Afrikanischer Elefant ist nicht gleich Afrikanischer Elefant: Wissenschaftler gehen von zwei Arten aus: Savannenelefanten (Loxodonta africana) und Waldelefanten (Loxodonta cyclotis). Bis noch vor etwa 100 Jahren waren Elefanten auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verbreitet.
  • Status: Gefährdet
  • Population: ca. 415.000
  • Lebensraum: Savanne, Wald, Wüste
  • Verbreitung: Afrika südlich der Sahara

Die Wilderei für den Elfenbeinhandel hat sie in weiten Gebieten ausgerottet: Afrikanische Elefanten leben heute nur noch südlich der Sahara. Der größte Bestand befindet sich im südlichen Afrika, insbesondere in Botswana. Größere Bestände gibt es auch noch in Ostafrika, kleinere in Teilen West- und Zentralafrikas. Es gibt zudem eine kleine Population von „Wüstenelefanten“ in Mali und Trockengebieten Namibias. Hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Art, sondern eine spezielle Population, die sich im Verhalten, aber auch im Körperbau an den trockenen Lebensraum angepasst hat. Sie wandert auf alten, an die Nachkommen überlieferten Routen zu den wenigen Wasserstellen des Gebietes.

Afrikanische Elefanten – die größten Landsäugetiere

Afrikanischer Elefant © Pixabay

Afrikanischer Elefant

Savannenelefanten sind die größten Landsäugetiere. Männliche Tiere (Elefantenbullen) erreichen eine Höhe von mehr als drei Metern und ein Gewicht von sechs Tonnen. Sie können sich zu komplexen Sozialverbänden aus mehreren Dutzend Tieren, sogenannten „Clans“, zusammenschließen. Weibliche Savannenelefanten bekommen in der Regel alle drei bis vier Jahre Nachwuchs, nach einer Tragzeit von 22 Monaten .

Das Verbreitungsgebiet des Waldelefanten liegt in den tropischen Wäldern des Kongobeckens in Zentralafrika und Teilen Westafrikas. Die Bestände wurden in nur zehn Jahren um mehr als 60 Prozent dezimiert, vor allem durch die Wilderei für den Elfenbeinhandel, in geringerem Ausmaß auch für den Handel mit sogenanntem „Buschfleisch“. Auch die zunehmende Erschließung und Zerstörung von Zentralafrikas Wäldern für Holz und Bodenschätze stellt eine Gefahr dar. Der größte Waldelefanten-Bestand lebt heute noch in Gabun. Waldelefanten sind kleiner als Savannenelefanten und erreichen eine Höhe von bis zu 2,5 Metern. Sie haben dunklere Haut und kleinere, rundliche Ohren als die Savannenelefanten. Zudem haben sie an jedem Fuß eine Zehe weniger. Ihre Stoßzähne sind dunkler, gerader und härter als die ihrer Verwandten in der Steppe. Sie leben zudem in kleineren Familiengruppen und haben mit nur einem Kalb alle fünf bis sechs Jahre eine deutlich geringere Geburtenrate.

Leben im Matriarchat

Afrikanische Elefanten

Elefanten leben in Familienverbänden aus verwandten weiblichen Tieren (Elefantenkühen) und ihren Jungen (Kälbern). Elefantenherden werden von einer Matriarchin angeführt. Männliche Tiere verlassen die Herde, wenn sie in die Geschlechtsreife kommen. Zum Teil schließen sie sich zu Bullengruppen zusammen. Ab einem Alter von etwa 25 Jahren tritt die sogenannte „Musht“ auf, eine Zeit erhöhter Testosteron-Produktion.

In dieser Phase und mit zunehmendem Alter steigen auch die Chancen der männlichen Tiere, sich gegen Konkurrenten durchzusetzen und sich fortzupflanzen. Ein Afrikanischer Elefant kann bis zu 70 Jahre alt werden. Elefanten sind hochintelligent und sehr sozial. Mit ihrem sprichwörtlich guten Gedächtnis behalten Elefanten Orte, Stimmen und Gerüche über Jahrzehnte in Erinnerung. Sie verständigen sich über weite Entfernungen mit für uns nicht hörbaren, niedrigfrequenten Tönen. Der Begriff „Dickhäuter“ ist irreführend: Elefantenhaut ist sehr empfindlich, insbesondere an manchen Stellen wie dem Bauch oder hinter den Ohren. Durch Schlamm und Sandbäder schützen die Tiere die sensible Haut gegen Sonnenbrand und Parasiten. Im Gegensatz zu den Asiatischen Elefanten haben in der Regel sowohl männliche als auch weibliche Tiere beider afrikanischen Elefantenarten Stoßzähne. Sie benötigen sie unter anderem um Wasserlöcher und Mineralstoffe auszugraben, sich im Urwald den Weg zu bahnen und zum Kräftemessen. Die Backenzähne von Elefanten werden im Lauf des Lebens sechs mal erneuert.

Elefanten sind Vegetarier

Elefant beim Fressen

Elefanten sind Pflanzenfresser und ernähren sich von Gräsern, Wurzeln, Ästen, Blättern, Rinde und insbesondere Waldelefanten auch von Früchten. Elefanten sind wichtige Landschaftsgärtner: Sie verbreiten unzählige Pflanzensamen über weite Strecken und halten Savanne und Waldlichtungen offen für andere Tierarten. Ein Afrikanischer Elefant frisst am Tag etwa 200 bis 300 Kilogramm und benötigt bis zu 150 Liter Wasser .

Abgesehen vom Menschen haben sie wenige natürliche Feinde. Große Raubtiere können einzelne Elefantenkälber töten. In der Regel werden diese von der gesamten Herde geschützt und verteidigt. Das Überleben aller afrikanischen Elefanten ist durch den Menschen bedroht: Das Elfenbein ihrer Stoßzähne ist seit Jahrtausenden für Schnitzereien, Skulpturen, Schmuck, als Statussymbol und Wertgegenstand begehrt. Die Wilderei für den internationalen Elfenbeinhandel ist nach wie vor die größte Bedrohung und in Afrika wütet eine große Wildereikrise: Jedes Jahr werden dort etwa 20.000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. Zusätzlich lassen Konflikte mit Landwirten, und menschliche Aktivitäten wie Acker- und Siedlungsbau, Viehzucht, Erschließung und Abholzung der Urwälder, der Abbau von Rohstoffen sowie die Zerschneidung von Wander-Routen den Lebensraum der Rüsseltiere immer kleiner werden.

Das tut Pro Wildlife
Pro Wildlife setzt sich intensiv für den Schutz der Elefanten ein. Wir kämpfen gegen Elfenbeinhandel und Wilderei sowie die Trophäenjagd auf Elefanten und setzen uns für einen weltweiten strengen Schutz derTiere ein. Pro Wildlife unterstützt ein Elefantenwaisenhaus und -schutzprojekt in Sambia, ein Schutzprogramm in Tansania und das in mehreren Ländern aktive Anti-Wilderer-Netzwerk EAGLE.

Mehr Informationen

Elefantenschutzprogramm

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Wir helfen den Elefanten, kämpfen gegen Elfenbeinhandel und gegen den Missbrauch als Reittier oder Freizeitvergnügen für Touristen.

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Elefantenwaisenhaus Sambia

Elefantenwaisenhaus Sambia

Das Elefantenwaisenhaus in Sambia rettet Jungtiere und wildert sie wieder aus.

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Elefantenschutzprojekt Tansania

Elefantenschutzprojekt Tansania

Elefanten haben keine Angst vor Mäusen, sie haben Angst vor Bienen. Das nutzt das von Pro Wildlife unterstützte Southern Tanzania Elephant Program (STEP), um den Konflikt zwischen Bauern und Elefanten zu lösen, indem es Bienenstöcke zur Verfügung stellt.

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Rohelfenbein © privat

Elfenbeinhandel © privat

Etwa 20.000 Elefanten werden jedes Jahr für den Elfenbeinhandel gewildert. Grund ist die Gier nach Elfenbein.

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Spenden für Elefantenwaisen

Elefantenpatenschaft

Helfen Sie Leben retten: Mit einer Pro Wildlife Elefantenpatenschaft

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