BerberaffeGorillaKoboldmakiOrang-UtanPlumploriSchimpanseWollaffe
Status
Stark gefährdet
Population
ca. 350.000
Lebensraum
Zedern- & Eichenwald

Sehen wir einen Schimpansen, erinnert er uns stark an uns selbst: Gesicht, Hände, sogar Fingernägel ähneln uns sehr. Und tatsächlich: Der Schimpanse (Pan troglodytes) ist mit einer genetischen Übereinstimmung von 98 Prozent unser nächster Verwandter, die einzelnen Clans bilden sogar Kulturen aus. In der Internationalen Roten Liste wird unser nächster Verwandter als stark gefährdet eingestuft. Ende des 20. Jahrhunderts gab es noch 1-2 Millionen Schimpansen, inzwischen sind es weniger als 350.000 Tiere, die sich auf vier Unterarten aufteilen. Pan troglodytes ellioti in Nigeria und Kamerun ist mit nur 6.000 – 9.000 Tieren die seltenste Schimpansenart.

Die Lebenserwartung beträgt 50-60 Jahre. Schimpansen werden bis zu 1,7 Meter hoch, Weibchen bis 50 kg schwer. Männchen wiegen bis 70 kg – und werden 6-7-mal stärker als der Mensch. Schimpansen sind sehr sozial und leben in Großgruppen, die sich aus bis zu 150 Tieren zusammensetzen. Oftmals spalten sich die Gruppen in Untergruppen auf und trennen sich zeitweise beispielsweise zur Nahrungssuche, kommen aber zur Nachtruhe in ihren Schlafnestern wieder zusammen. Der Schimpanse ist Allesfresser – der Clan geht gemeinsam auf die Jagd, wobei zum Speiseplan auch mal ein Pavian-Jungtier gehören kann.

Regional weisen die Schimpansen-Clans kulturelle Unterschiede auf. Schimpansen geben ihr Wissen an ihre Nachkommen weiter. So entstehen Traditionen und Kulturen, die sich beispielsweise beim Werkzeuggebrauch zeigen. Bei diesen Menschenaffen wurde auch beobachtet, dass rangniedrigere Tiere ranghöhere Artgenossen täuschen, um an Leckereien zu kommen: Sie starren dazu solange an eine andere Stelle im Wald, bis das ranghöhere Tier dorthin seine Aufmerksamkeit lenkt – dann kann sich das schwächere Tier die Frucht unbemerkt stibitzen. Weibchen bekommen nur alle 5-6 Jahre Nachwuchs (meist 1 Baby, selten Zwillinge), die sie 8-9 Monate säugen. Der Nachwuchs bleibt bis zu zehn Jahre bei der Mutter. Stirbt ein Weibchen, kümmern sich die älteren Geschwister oder der Clan um den Nachwuchs.

In der Öffentlichkeit werden Schimpansen für weniger bedroht als Gorillas gehalten. Studien haben gezeigt, dass dies unter anderem daran liegt, dass Schimpansen im Zirkus oder in Werbespots gezeigt werden und die Öffentlichkeit hieraus fälschlicherweise ableitet, dass sie dann so bedroht ja nicht sein könnten. Hauptgefahren für Schimpansen sind Vernichtung ihres Lebensraumes, Wilderei und Seuchen wie Ebola.

Das tut Pro Wildlife

Pro Wildlife unterstützt das Affenwaisenhaus Limbe Wildlife Centre in Kamerun, in dem Gorillas, Schimpansen und andere Wildtiere eine Zuflucht finden, die Schimpansen-Station J.A.C.K in der Demokratischen Republik Kongo sowie das EAGLE-Netzwerk im Kampf gegen Wilderei in Afrika.

Affenschutz

Affenschutz

Rettung für Affen in Not, Petitionen und Sammelaktion für Althandys.» Das tut Pro Wildlife für den Affenschutz

Schimpansen_2015_ChinoiseBillyhpp(c)LWC

Affenwaisenhaus Kamerun(c) LWC

Das Affenwaisenhaus Limbe Wildlife Centre in Kamerun ist Heimat für mehr als 200 verwaiste Schimpansen, Gorillas, Drills und andere Affen. » Limbe Wildlife Centre

Schimpansenrettung Kongo

Schimpansenrettung Kongo

Im Kongo kümmert sich die Auffangstation J.A.C.K. um Schimpansen, die beschlagnahmt wurden. » J.A.C.K.

Schimpansen

 

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