BerberaffeGorillaKoboldmakiOrang-UtanPlumploriSchimpanseWollaffe
Status
vom Aussterben bedroht
Population
ca. 50.000
Lebensraum
Sumpf- und Regenwald

Orang-Utan (englisch: Orangutan) bedeutet auf auf malaiisch „Waldmensch“, und das hat einen guten Grund. Die drei Arten Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus), der seltenere Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) und der neu entdeckte Tapanuli-Orang-Utan (Pongo tapanuliensis) sind die größten auf Bäumen lebenden Tiere. Ihr zu Hause ist versteckt in den blätterdichten Baumkronen. Der Gesamtbestand der Sumatra-Orang-Utans wird auf nur noch 14.600 Tiere geschätzt. 90 Prozent von ihnen lebt im Leuser-Ökosystem, Indonesiens größtem Naturreservat. Bei den Borneo-Orang-Utans beträgt die Gesamtpopulation noch etwa 100.000 Tiere, beim Tapanuli-Orang-Utan sind es wohl nur etwa 800 Tiere. Die beiden Orang-Utan Arten Borneo und Sumatra sind inzwischen auf der Internationalen Roten Liste als akut vom Aussterben bedroht eingestuft.

Mit ihrem rotbraunen Fell und ihren langen, kräftigen Armen, optimal angepasst an ihre baumbewohnende Lebensweise, unterscheiden sich Orang-Utans deutlich von den in Afrika lebenden Menschenaffen. Ihre Arme haben eine Spannweite von bis zu 2,25 Meter – dies und die nach innen biegbaren Beine machen sie zu behenden Kletterern, die in den Bäumen vor allem Früchte, aber auch Blätter und Insekten suchen. Mit 90 bis 200 Kilogramm sind die Männchen deutlich größer als die Weibchen mit ihren maximal 50 Kilogramm. Auch die sehr stark ausgeprägten Wangenwülste, die ein Leben lang wachsen, und der riesige Kehlsack der Männchen sind charakteristisch. Mit letzterem stoßen die Männchen ihre lauten Schreie aus, mit denen sie ihr Revier markieren.

Orang-Utans bekommen erst mit 15 Jahren ihren ersten Nachwuchs und legen eine große Pause zwischen zwei Geburten ein: Beim Borneo-Orang-Utan sind es bis 7,7 Jahre, auf Sumatra gar bis 9,3 Jahre. Orang-Utans sind Einzelgänger, die Jungtiere bleiben aber bis zu zehn Jahre bei ihrer Mutter – wobei sie bis zu sieben Jahre lang gestillt werden. Auch nach der Trennung besuchen die Kinder ihre Mütter hin und wieder. Orang-Utans pfeifen zum Spaß, küssen sich und halten sich bei Regen ein Palmenblatt über den Kopf. Während Schimpansen und Gorillas sich im Knöchelgang fortbewegen, laufen Orang-Utans auf den Handinnenflächen oder stützen sich auf die Fäuste.

Ursprünglich waren Orang-Utans im südostasiatischen Raum weit verbreitet, inzwischen sind sie nur noch auf Sumatra und Borneo anzutreffen. Das Überleben der Menschenaffen ist durch Abholzung, das Ausbreiten immer neuer, riesiger Palmölplantagen und den illegalen Tierhandel bedroht.

Das tut Pro Wildlife

Pro Wildlife unterstützt die IAR Auffangstation für Orang-Utans auf Borneo/Indonesien und klärt die Öffentlichkeit über die Gefahren von Palmöl auf.

Affenschutz

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Rettung für Affen in Not, Petitionen und Sammelaktion für Althandys.» Das tut Pro Wildlife für den Affenschutz

Palmöl tötet Orang-Utans

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Asiens letzte Menschenaffen sind in Gefahr, denn ihr Lebensraum muss Palmölplantagen weichen. » Palmöl tötet

Uka © IAR

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Derzeit leben 108 Tiere im Orangutan Centre in West Kalimantan, Indonesien. Die meisten von ihnen sind in einem Rehabilitationsprogramm mit dem Ziel, sie wieder auszuwildern, sobald sie fit für ein Leben in Freiheit sind. » IAR Auffangstation: Orang-Utan-Rettung in Indonesien

Orang-Utan Familie, Orangutan

 

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