BerberaffeGorillaKoboldmakiOrang-UtanPlumploriSchimpanseWollaffe
Status
Stark gefährdet
Population
ca. 9.000
Lebensraum
Zedern- & Eichenwald

Verbreitung: Nördliches Afrika, Gibraltar

Der Berberaffe (Macaca sylvanus) sind schon rein geografisch ein ganz besonderer Affe: Die Tiere sind die einzigen Primaten, die im nördlichen Afrika (im Atlasgebirge in Marokko und Algerien) leben und die einzigen Makaken, die außerhalb Asiens vorkommen. Eine kleine Population von 200 Tieren wurde sogar in Europa, auf dem Felsen von Gibraltar, angesiedelt. Gab es in den 1970er Jahren noch etwa 17.000 Berberaffen, wird ihre Zahl inzwischen auf nur noch 5.000 – 9.000 Tiere geschätzt – die größte Population ist in Marokko vorzufinden.

Berberaffen, auch Magots genannt, leben in Gruppen von ein bis mehreren Dutzend Tieren. Wie bei Pavianen auch bleiben die Weibchen in der Geburtsgruppe, während die Männchen mit Erreichen der Geschlechtsreife eine neue Gruppe suchen müssen. Die Männchen sind mit bis zu zwölf Kilogramm deutlich größer als die Weibchen mit ihren fünf bis neun Kilo. Der Berberaffe wird mit vier bis sechs Jahren geschlechtsreif; das Weibchen bekommt nach einer Tragezeit von circa 165 Tagen ein Junges, das zunächst schwarzes Fell hat, welches sich erst nach einigen Monaten umfärbt. Bei den Berberaffen kümmern sich auch die Männchen um den Nachwuchs – dabei machen sie keinen Unterschied, ob ein Neugeborenes von ihnen abstammt oder nicht. Dies liegt vor allem daran, dass die Weibchen sich mit mehreren Männchen paaren, so dass sich keines von ihnen seiner Vaterschaft absolut sicher sein kann.

Obwohl Berberaffen gut klettern können, suchen sie tagsüber ihre Nahrung die allermeiste Zeit am Boden. Bei ihrem Speiseplan sind sie nicht wählerisch: Von Früchten, Blättern, Wurzeln, über Insekten und Spinnentiere bis hin zu Baumrinden und Zedernnadeln ist ihr Futterspektrum breit aufgestellt. Am Abend finden sich die Tiere wieder in Gruppen zusammen und verbringen die Nacht in Bäumen, auf Steinen oder in Höhlen.

Berberaffen sind durch Verlust ihres Lebensraumes und den illegalen Handel mit Jungtieren nach Europa bedroht, die in vielen Ländern als Haustiere gehalten werden. Pro Wildlife war maßgeblich daran beteiligt, dass für Berberaffen im Oktober 2016 ein internationales Handelsverbot für diese Affen beschlossen wurde.

Das tut Pro Wildlife

Pro Wildlife unterstützt das Affenwaisenhaus Limbe Wildlife Centre in Kamerun, in dem Gorillas, Schimpansen und andere Wildtiere eine Zuflucht finden sowie das EAGLE-Netzwerk im Kampf gegen Wilderei in Afrika. Mit einer Sammelaktion für Althandys werden außerdem wertvolle Rohstoffe recycelt, die in Gorilla-Gebieten abgebaut werden. Pro Wildlife kämpft bei Konferenzen wie dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) für den besseren internationalen Schutz von Wildtieren.

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Das wichtigste internationale Abkommen, um die Plünderung bedrohter Arten zu stoppen, ist das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES). » CITES – das Washingtoner Artenschutzübereinkommen

Berberaffe

 

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