Tierhandel

Nach Drogen-, Waffen- und Menschenschmuggel ist der Handel mit bedrohten Arten das größte illegale Geschäft weltweit.

Die Plünderung wildlebender Tier- und Pflanzenarten für den legalen und den illegalen Handel ist eine der größten Bedrohungen für die Artenvielfalt.

Ausverkauf der Natur

Millionen Wildtiere werden jedes Jahr eingefangen – für Luxusartikel wie Reptilienleder oder Pelze, als Jagdtrophäe oder Delikatesse. Lebende Tiere sind begehrt für den boomenden Markt mit exotischen Haustieren – sie werden aber auch für Tierversuche und  Vergnügungsparks aus der Wildnis gerissen. Elefanten wird der Handel mit Elfenbein zum Verhängnis und Nashörner sind fast ausgestorben, weil ihr Horn in Asien als Wunder-Heilmittel gilt. Legaler und illegaler Handel gehen dabei häufig Hand in Hand.

Wenn die jetzige Entwicklung so weitergeht, wird ein heute geborenes Kind noch vor seinem 25. Geburtstag erleben, dass die letzten wildlebenden Elefanten und Nashörner aussterben.

EU-Umweltkommissar Karmenu Vella

Handelskontrollen statt Plünderung

White_shark_Terry-Goss_wikimediaPro Wildlife setzt sich für den Schutz von Wildtieren und -pflanzen in aller Welt ein – von Schildkröten und Papageien über Tropenhölzer bis hin zu Walen, Elefanten und Menschenaffen. Wir dokumentieren, wie Fang und Handel Tierarten in aller Welt bedrohen und setzen uns in Deutschland, der EU und international für bessere Gesetze ein. Mit Erfolg: Für viele Arten gelten dank Pro Wildlife weltweite Handelsbeschränkungen.

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Englisch: CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) reguliert bisher den internationalen Handel mit etwa  5.600 Tier- und 30.000 Pflanzenarten, um sie vor der Ausrottung zu bewahren. Doch unzählige Arten, darunter höchst bedrohte, sind bisher  nicht geschützt und werden unkontrolliert gefangen und gehandelt. Pro Wildlife arbeitet daran, dass weitere Arten weltweit geschützt werden und dass die CITES-Bestimmungen auch eingehalten werden. Denn ohne dieses einzigartige Abkommen stünde es heute um Elefanten, Menschenaffen, Wale, Nashörner, Meeresschildkröten und viele andere Arten wesentlich schlechter.

Betroffene Tiere

Afrikanischer Elefant
Breitmaulnashorn
Frösche
Gelbwangenkakadu
Graupapagei
Orang-Utan
Schlangen
Weißer Hai

Projekte und Kampagnen

Froschschenkel-Handel
Bis zu 200 Mio. Frösche jährlich enden als Froschschenkel in europäischen Restaurants...

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Elfenbeinhandel
Pro Wildlife kämpft gegen den Elfenbeinhandel und die Wilderei, der jedes Jahr Zehntausende Elefanten zum Opfer fallen.

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Der bedrohte König
Hunderte Löwen fallen jedes Jahr der Großwildjagd zum Opfer. Ihre Mähnen und Pelze sind begehrte Trophäen und werden gerne zur Schau gestellt.

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PROJEKT
Kampf gegen Wilderei
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Endstation Wohnzimmer
Vom Flughund zum Tiger: Die Haltung exotischer Säugetiere in deutschen Privathaushalten boomt - Auffangstationen und Tierheime sind mit den Folgen überfordert...

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AKTION
Fördermitglied
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Haie - die bedrohten Jäger
Etwa 450 Haiarten gibt es, jede dritte ist inzwischen bedroht - auch durch unser Konsumverhalten...

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Traditionelle Asiatische Medizin
Tigerknochen, Nashornpulver und Seepferdchen-Schnaps: Bedrohte Arten in der Traditionellen Asiatischen Medizin

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Reptilienschmuggel
Maximaler Profit bei minimalem Risiko - das neue Geschäftsmodell der Tierschmuggler...

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Schlacht ums Horn
Die illegale Jagd auf Nashörner in Afrika nimmt stetig zu - angetrieben von medizinischem Aberglauben in Ostasien.

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Reptilleder - ein grausamer Luxus
Python-Taschen und Kroko-Schuhe sind wieder en vogue - doch die Tier- und Artenschutzprobleme sind immens...

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Konferenz der bedrohten Tiere
Vom 24.9. bis 5.10.2016 fand die 17. CITES-Konferenz statt – Pro Wildlife war vor Ort und kämpfte erfolgreich für den Schutz großer und kleiner bedrohter Arten.

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