Schildkröten

Methusalems mit Panzerschutz Schildkröten (Testudines) bevölkern dank ihrer großen Anpassungsfähigkeit bereits seit mehr als 200 Millionen Jahren die Erde. Sie können erstaunlich alt werden, mit bis zu 256 Jahren ist die Aldabra-Riesenschildkröte (Aldabrachelys gigantea) der Methusalem unter ihnen. Status: 85 Arten gefährdet Population: 341 Arten Lebensraum: Land, Süß- und Meerwasser Von Riesen und Zwergen Aktuell sind über 340 Arten mit mehr als 200 Unterarten wissenschaftlich beschrieben – ihnen allen gemein ist der charakteristische Panzer. Schildkröten haben sich die verschiedensten Lebensräume erobert: Man unterscheidet Landschildkröten, Sumpfschildkröten und Meeresschildkröten. Schildkröten legen ihre Eier im Sand oder lockeren Erdreich ab. Durch die Bodenwärme werden die Jungen ausgebrütet. Zu den bekanntesten Landschildkröten gehört die […]

Schimpanse

Der Schimpanse, unser nächster Verwandter Sehen wir einen Schimpansen, erinnert er uns stark an uns selbst: Gesicht, Hände, sogar Fingernägel ähneln uns sehr. Und tatsächlich: Der Schimpanse ist mit einer genetischen Übereinstimmung von 98 Prozent unser nächster Verwandter. Status: Stark gefährdet Population: 170.000 – 300.000 Tiere Lebensraum: Regenwald und baumarme Savannen Verbreitung: Mittleres Afrika Schimpansen können bis zu 60 Jahre alt werden Gemeinsam mit den Orang-Utans, den Gorillas und dem Menschen bilden die Schimpansen die Familie der Menschenaffen. Zur Gattung der Schimpansen zählen zwei Arten: der Gemeine Schimpanse (Pan troglodytes), der in Äquatorialafrika zu finden ist, und der nur in der Demokratischen Republik Kongo vorkommende Bonobo (Pan paniscus). Es gibt insgesamt […]

Braunbär

Der Braunbär: gefürchtet und verehrt Meister Petz kommt in zahlreichen Fabeln und Sagen vor und aus Kinderbüchern kennen wir den gutmütigen, tollpatschigen Bären. Doch Braunbär ist nicht gleich Braunbär: Braunbären (Ursus arctos) leben in 44 Ländern in Nordamerika, Europa und Asien. Es gibt ein gutes Dutzend Unterarten, darunter Eurasischer Braunbär, der deutlich größere Grizzly, der Kodiakbär und der seltene Isabellbär. Status: Nicht gefährdet Population: ca. 110.000 Lebensraum: Steppe bis Regenwald In Deutschland ausgerottet Im Spätsommer und Herbst fressen Braunbären sich einen Fettvorrat an. Um die nahrungsarme Zeit im Winter zu überstehen, verkriechen sich die Einzelgänger vor allem in nördlichen Gegenden monatelang in eine Höhle oder einen Bau, um Winterruhe zu […]

Afrikanischer Elefant

Elefanten in Afrika: bedroht durch Wilderei Afrikanischer Elefant ist nicht gleich Afrikanischer Elefant: Wissenschaftler gehen von zwei Arten aus: Savannenelefanten (Loxodonta africana) und Waldelefanten (Loxodonta cyclotis). Bis noch vor etwa 100 Jahren waren Elefanten auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verbreitet. Status: Gefährdet Population: ca. 415.000 Lebensraum: Savanne, Wald, Wüste Verbreitung: Afrika südlich der Sahara Die Wilderei für den Elfenbeinhandel hat sie in weiten Gebieten ausgerottet: Afrikanische Elefanten leben heute nur noch südlich der Sahara. Der größte Bestand befindet sich im südlichen Afrika, insbesondere in Botswana. Größere Bestände gibt es auch noch in Ostafrika, kleinere in Teilen West- und Zentralafrikas. Es gibt zudem eine kleine Population von „Wüstenelefanten“ in Mali und […]

Löwe

Jagd, Wilderei und Lebensraumverlust Der Löwe (Panthera leo) ist die sozialste aller Katzenarten. Löwen leben meist in Rudeln aus vier bis zwölf verwandten Weibchen mit ihren Nachkommen und ein oder zwei Männchen zur Revierverteidigung. Die Größe der von Löwenrudeln beanspruchten Reviere können selbst innerhalb einer Region stark variieren. Je nach Größe des Löwenrudels und je nach Beuteangebot kann ein Löwenrudel ein Gebiet von 20 bis 4.000 Quadratkilometern beanspruchen. Status: Gefährdet Population: 23.000 bis 39.000 Lebensraum: Savanne, Busch- und Grasland, Wüste und tropischen Regenwald Afrikanische und Asiatische Löwen Bisher unterschieden Wissenschaftler zwischen Afrikanischem und Asiatischem (bzw. Persischem oder Indischem Löwen). Heute wird diskutiert, dass die Tiere in Indien, Nord- West- und […]

Breitmaulnashorn

Sein Horn wird ihm zum Verhängnis Es gibt zwei Unterarten von Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum): Das Südliche Breitmaulnashorn (C. s. simum), dessen Bestand sich zu 95 Prozent in Südafrika befindet und das in der Natur fast ausgestorbene Nördliche Breitmaulnashorn (C. s. cottoni). Von dieser Unterart leben nach dem Tod des letzten männlichen Tieres (Sudan) im Jahr 2018 nur noch zwei weibliche Tiere in Kenia. Status: vom Aussterben bedroht Population: ca. 20.000 Lebensraum: Grassavanne Beitmaulnashörner leben in Zweckgemeinschaften Bei günstiger Windrichtung können sie schon aus einer Entfernung von 730 Metern Witterung aufnehmen, die Ohren sind in ständiger Bewegung. Sie besitzen ein umfangreiches Repertoire an Lauten. Breitmaulnashörner markieren ihr Territorium durch feste Kotplätze. […]

Berberaffe

Nordafrikas einzige Primaten Berberaffen (Macaca sylvanus) sind schon rein geografisch ganz besondere Affen: Die Tiere sind die einzigen Primaten, die im nördlichen Afrika (im Atlasgebirge in Marokko und Algerien) leben und die einzigen Makaken, die außerhalb Asiens vorkommen. Eine kleine Population von 200 Tieren wurde sogar in Europa, auf dem Felsen von Gibraltar, angesiedelt. Status: Stark gefährdet Population:ca. 9.000 Lebensraum: Zedern- & Eichenwald Verbreitung: Nördliches Afrika (Marokko, Algerien), Gibraltar Arbeitsteilung bei der Erziehung Der Berberaffe wird mit vier bis sechs Jahren geschlechtsreif; das Weibchen bekommt nach einer Tragezeit von circa 165 Tagen ein Junges, das zunächst schwarzes Fell hat, welches sich erst nach einigen Monaten umfärbt. Bei den Berberaffen kümmern […]

Kragenbär

Opfer der Traditionellen Asiatischen Medizin Kragenbär, Asiatischer Schwarzbär, Mondbär oder Tibetbär: Das alles sind Bezeichnungen für den gleichen Bären (Ursus thibetanus) und umschreiben sein außergewöhnliches Aussehen und seinen Lebensraum. Der Kragenbär hat eine sichelförmige weiße Fellfärbung auf der Brust, die aussieht wie ein Halbmond, und stark verlängerte Haare im Bereich des Halses, die wie ein Kragen wirken. Status: gefährdet Population: unbekannt Lebensraum: Wälder Kragenbären sind Kletterkünstler Der Kragenbär kommt in vielen Ländern Ost- und Südasiens vor. Anders als sein Verwandter, der Amerikanische Schwarzbär, hat er fast ausschließlich schwarzes Fell. Kragenbären sind Einzelgänger und halten in den nördlichen Gebieten ihres Verbreitungsgebiets Winterruhe. Im Herbst fressen sich die Bären eine dicke Fettschicht […]

Frösche

Frösche: artenreiche Alleskönner Von allen gut 7.770 Amphibien- beziehungsweise Lurcharten sind die Froschlurche (Anura, umgangssprachlich Frösche) mit ihren etwa 5.800 Arten die größte Gruppe. Die anderen Ordnungen sind Schwanzlurche und Schleichenlurche. Status: viele Arten bedroht Population: ca. 5.800 Arten Lebensraum: gemäßigt bis tropisch Von Fröschen und Kröten Der Volksmund unterscheidet zwischen Fröschen und den plumperen, warzigen Kröten, zu denen die echten Kröten (Bufo spp.) gehören. Frösche haben einen rundlichen Körper mit kürzeren Vorderbeinen und den charakteristisch langen Hinterbeinen, mit denen sie sich meist hüpfend oder springend vorwärts bewegen. Sie schaffen damit einzelne Sprünge von bis zu zwei Metern. Gestreift oder getupft, quietschgelb oder knallrot Frösche bieten ein schier unbegrenztes Repertoire […]

Graupapagei

Der Graupapagei ist so intelligent wie ein fünfjähriges Kind Bei Graupapageien werden Kongo-Graupapagei (Psittacus erithacus) mit leuchtend hellroten Schwanzfedern und Timneh-Graupapagei (Psittacus timneh) mit weinroten Schwanzfedern unterschieden. Als typische Baumbewohner leben sie im tropischen Regenwald, in Mangroven und Feuchtgebieten West- und Zentralafrikas, wo sie mit über 30 cm Körperlänge zu den größten Papageien gehören. Status: gefährdet Population: stark rückläufig Lebensraum:Regenwald, Feuchtsavanne Graupapageien können logisch schlussfolgern Ihrem Partner bleiben sie offenbar ein Leben lang treu; sie brüten außerhalb der starken Regenzeit in Baumhöhlen und legen 2-5 Eier. Sie haben ein außergewöhnliches Sprachtalent und sind sehr intelligent, weshalb sie als Käfigvögel sehr begehrt sind. Die Tiere können logisch denken und sie zeigen sich […]