Elefanten in Botswana: Schützen oder schießen?

Elefanten in Botswana: Schützen oder schießen?

13. März 2019. Was passiert mit Botswanas Wildnis? Botswana galt bisher als Vorreiter im Wildtierschutz. Das Land hat den größten Elefantenbestand der Welt, einzigartige, weitläufige Wildnisgebiete und hat sich in den vergangenen Jahren konsequent gegen Wilderei, Jagd und Elfenbeinhandel eingesetzt. Doch die neue Regierung von Präsident Masisi schürt in den Medien seit Wochen lautstark Ressentiments gegen Elefanten und diskreditiert gleichzeitig Naturschützer und Wissenschaftler. Derzeit prüft sie Vorschläge, die einen Feldzug gegen Botswanas bisherige Naturschutzpolitik und insbesondere die Elefanten des Landes bedeuten würden: Zur Diskussion stehen die Aufhebung des seit 2014 geltenden Jagdverbotes, den Abschuss von Elefanten für Jagdtrophäen, die „Keulung“ (massenhafte Tötung) ganzer Herden für die Produktion von Tierfutter und […]

Reisebranche wird elefantenfreundlicher

München, 06. März 2019. Reiseveranstalter passen Programme an. Immer mehr Reiseveranstalter verbannen Angebote mit direktem Kontakt zu Elefanten aus ihrem Programm. Auf Initiative von Pro Wildlife haben 32 Unternehmen bereits alle Angebote mit Interaktionen mit den Wildtieren aus dem Programm genommen, weitere 32 überarbeiten ihre Kataloge. Seit 2014 hat Pro Wildlife insgesamt 101 Reiseveranstalter angeschrieben und über die Missstände im Elefantentourismus aufgeklärt, mit ihnen verhandelt und Hilfestellung bei der Überarbeitung der Reiseangebote geleistet. Reiseveranstalter im Umbruch „Die Reisebranche geht mit der Zeit. Urlauber wollen zwar besondere Erinnerungen und Erlebnisse, achten jedoch auch immer mehr darauf, tierschutzgerecht Urlaub zu machen“, erklärt Katharina Lameter von Pro Wildlife. „Viele Touristen wissen mittlerweile: Egal, […]

Tag des Artenschutzes am 3. März: Mehr Schutz für die kleinen Fische!

München, 28. Februar 2019. Neue Studie: Fang von Korallenfischen für Aquarien gefährdet Populationen Anlässlich des Internationalen Tages des Artenschutzes am 3. März fordert Pro Wildlife, den Fang von Korallenfischen für Heimaquarien stärker zu regulieren. Bisher hinken die Schutzbemühungen insbesondere für kleine Meerestiere der tatsächlichen Bedrohung hinterher. Zahlreiche Arten, die im Handel für Aquarien erhältlich sind, sind noch gar nicht ausreichend untersucht. „Große Arten erfahren mehr Aufmerksamkeit, sie werden besser erforscht und besser geschützt“, so Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „Doch auch und gerade bei den kleineren Arten sehen wir akuten Nachholbedarf. Kleinere Arten fallen bei internationalen Schutzinitiativen oft durch das Raster“. Auf der kommenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. […]

Botswana am Scheideweg

München, 27. Februar 2019. Elefanten als Hundefutter? Während verschiedene Quellen einen Anstieg der Wilderei in Botswana bestätigen, denkt die Regierung des südafrikanischen Landes darüber nach, den Abschuss von Elefanten durch Großwildjäger und für die Tierfutter-Produktion zu erlauben. Als Grund nennt sie den wachsenden Konflikt zwischen Kleinbauern und Tieren. Botswana galt bisher als Vorreiter im Wildtierschutz. Nun schürt die Regierung in Sozialen Medien lautstark Ressentiments gegen Elefanten und diskreditiert Tierschützer, die die Wilderei öffentlich machen. „Die Vorschläge, die auf dem Tisch liegen, sind absurd. Der Reichtum an Natur und Tieren ist Botswanas größtes Kapital und wir appellieren an die Regierung, dies nicht aufs Spiel zu setzen. Elefanten und andere Wildtiere dürfen […]

Volunteering und Freiwilligenarbeit

Volunteering und Freiwilligenarbeit

Mit Volunteering einfach mal die Welt retten – aber richtig! Löwen, Elefanten oder Affen sind bei Volunteers besonders beliebt. Wer möchte nicht dabei helfen, Tierbabys aufzupäppeln? Leider verbirgt sich dahinter oft keine Organisation für die das Tierwohl im Vordergrund steht, sondern ein ausschließlich profitorientierter Volunteering-Anbieter. In diesem Fall sind die Tiere oft keine Waisen und ausgewildert werden sie auch nicht. Sogar die allermeisten Einrichtungen, die sich Waisenhaus oder Auffangstation nennen, sind Touristenfallen und Tierquälerei. Elefanten meiden den direkten Kontakt zu Menschen und sollten nur in freier Natur oder in einer der wenigen seriösen Auffangstationen beobachtet werden. Damit Sie sich nicht hinterher fragen müssen, ob Ihre Hilfe beim Volunteering wirklich geholfen […]

Tag des Artenschutzes: Schutz nur für die großen Fische?

Tag des Artenschutzes: Schutz nur für die großen Fische?

27. Februar 2019. Kleinere Arten fallen bei internationalen Schutzinitiativen oft durch das Raster. Am 3. März 1973 wurde das Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) ins Leben gerufen. Dieser Tag ist inzwischen zum Internationalen Tag des Artenschutzes ausgerufen, 2019 ist er erstmals den Meerestieren gewidmet. Anlass für uns, Resümee zu ziehen und zu analysieren, wie es um den Schutz der tierischen Ozeanbewohner bestellt ist. Etwa 200.000 Tier- und Pflanzenarten der verschiedenen marinen Ökosysteme sind bislang beschrieben, doch gerade inklusive der wenig untersuchten artenreichen Tiefsee gibt es wohl eher mehrere Millionen. Nur ein Bruchteil von ihnen genießt bislang den Schutz durch CITES. Size matters – auch beim Schutz von Meerestieren Unter Wasser sieht […]

Island erhöht Walfangquoten

München/ Reykjavík, 20. Februar 2019. 209 gefährdete Finnwale und 217 Zwergwale pro Jahr zum Abschuss freigegeben Islands Fischereiminister hat neue Walfangquoten für die kommenden fünf Jahre freigegeben. 209 Finnwale und 217 Zwergwale dürfen laut neuer Verordnung jährlich gejagt werden, damit wird die Quote für die gefährdeten Finnwale um 55 Tiere jährlich erhöht. „Islands Regierung beruft sich auf eine äußerst umstrittene Studie und untergräbt internationale Schutzbestimmungen für Wale“, erklärt Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „Mit dem Auslaufen der Quoten in diesem Jahr hätte die Regierung die Chance zu einer Trendwende gehabt“. Fragwürdige Studie der Universität – Walfänger als Geldgeber Bereits im Januar 2019 wurde eine Studie der Universität Island veröffentlicht, […]

Kein Handel mit Nashorn

Kein Handel mit Nashorn

12. Februar 2019. Rhino-Horn muss tabu bleiben. Viele Safaris in Afrika beginnen inzwischen so: „Wir werden wahrscheinlich drei der bekannten Big Five sehen“, erklärt der Guide. „Leoparden verstecken sich sehr gut, die sehen wir wohl nicht. Naja, und Nashörner gibt’s hier keine mehr“. In weiten Teilen Afrikas sind Rhinos bereits ganz ausgerottet, in anderen gibt es noch einige wenige, oft in kleinen Parks und 24 Stunden am Tag bewacht. Schuld am Verschwinden der Nashörner ist die grassierende Wilderei. Denn das Horn der Tiere ist enorm wertvoll. In Asien werden Spitzenpreise dafür gezahlt, weil Nashornpulver als Wundermittel gegen Krebs, Fieber und Entzündungen gilt – und das, obwohl das Horn aus der […]

Keine Geschäfte mit Nashorn

Keine Geschäfte mit Nashorn

Petition beendet, die Unterschriften wurden übergeben 2019 ist ein entscheidendes Jahr für den Schutz bedrohter Arten. Zwei Länder wollen auf der Weltartenschutzkonferenz CITES im August erreichen, dass der internationale Schutz für Breitmaulnashörner gelockert wird, um sie kommerziell handeln zu können. Unterstützen Sie unsere Forderung, das internationale Handelsverbot beizubehalten! Die Nachfrage nach Nashorn-Horn in Asien hat die Wilderei in Afrika eskalieren lassen: Mehr als 7.200 Tiere wurden in den vergangenen zehn Jahren getötet. Geht das so weiter, könnten Nashörner bald ausgerottet sein. Trotzdem wollen zwei Länder im südlichen Afrika die geltenden Handelsverbote zu Fall bringen. Sie treiben damit die Spekulation voran und riskieren, dass Wilderei und illegaler Handel weiter eskalieren. Der […]

Modetrends gefährden Artenschutz

München, 07. Februar 2019. Appell: Kein Reptilleder auf dem Laufsteg Mit der New York Fashion Week startet am Freitag die Saison der großen Modeschauen. Überraschend wieder im Trend sind viele Produkte aus Wildtieren, allen voran Reptilleder. „Viele Jahre lang waren Produkte aus Reptilleder verpönt. Doch jetzt zeigen auch bekannte Designer wieder stolz Krokodilstiefel, Warantaschen und Pythonmäntel“, erklärt Dr. Sandra Altherr von der Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Organisationen und Tierschützer sehen diesen Trend mit großer Sorge. Alleine die Einfuhrzahlen geschützter Reptilien in die EU sind enorm: EU-Importe 2008 – 2017 Ganze Häute Haut – bzw. Lederstücke aus Farmen / Ranching Anteil Wildfänge Pythons 3.233.145 1.065.391 55,9% 44,1% Kobras 73.611 14.197 […]