Thunfisch und Delfin im Netz

Thunfisch und Delfin im Netz

Wir fischen die Weltmeere leer Ob in der Dose, im Salat, auf der Pizza oder roh für Sushi. Thunfisch liegt in fast jeder Variation im Supermarkt. In Deutschland belegt er den vierten Platz der meist verzehrten Speisefische. Doch gerade diese Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten wird den Fischen zum Verhängnis. Denn durch die immer effektiverer Fangmethoden werden die Bestände zunehmend überfischt. Heute gelten bereits sechs der acht Thunfisch-Arten als gefährdet. Der südliche Blauflossen-Thunfisch wurde von der IUCN sogar als vom Aussterben bedroht eingestuft, wird aber nach wie vor gefischt und erzielt auf den Märkten Rekordpreise. Ein weiteres Riesenproblem: Wer Thunfisch fangen will, dem geht nicht nur Thunfisch ins Netz. Der Beifang von […]

Jagdmesse in Dortmund: Abschuss frei auf bedrohte Arten

München/Dortmund, 25.  Januar 2018.  Löwen, Nashörner und Elefanten enden in deutschen Wohnzimmern.  Vom 30. Januar bis zum 4. Februar findet Europas größte Jagdmesse „Jagd & Hund“ in Dortmund statt. 63 auf Jagdreisen spezialisierte Veranstalter aus Deutschland, 54 aus Afrika, acht aus Kanada und zahllose aus weiteren Ländern bieten hier ganz legal den Abschuss gefährdeter Arten wie Elefanten, Löwen, Leoparden, Nashörnern oder Eisbären an. Je seltener und je größer Hörner, Mähnen und Stoßzähne der getöteten Tiere sind, umso höher ist der Preis für den Abschuss: „Die Jagd auf bedrohte Tierarten aus reiner Trophäengier hat in unserer Zeit keinerlei Existenzberechtigung mehr und muss endlich ein Ende haben,“ so Daniela Freyer von der […]

Zirkus-Festival Monte Carlo: Keine Wildtier-Nummern in der ARD

München, den 24. Januar 2018. Wildtiere im Zirkus sind nicht mehr zeitgemäß.  Noch bis zum 28. Januar findet das Internationale Zirkus-Festival Monte Carlo statt. Wie in den Jahren zuvor wird die ARD das Ereignis im Laufe des Jahres ausstrahlen, jedoch die Nummern mit Wildtieren herausschneiden. Pro Wildlife begrüßt die Haltung der ARD, Wildtiere nicht zu Zirkusnummern zu machen. „Die Ausbeutung von Wildtieren zur Belustigung von Zuschauern ist nicht mehr zeitgemäß. Die Tiere leben im Zirkus nicht artgerecht und die meisten Menschen wollen keine Wildtiere im Zirkus sehen. Daher ist es nur konsequent, diese Tierquälerei auch nicht im Fernsehen zu zeigen“, erklärt Adeline Fischer von Pro Wildlife. 2015 ergab eine repräsentative […]

Schluss mit dem (Wildtier) Zirkus!

Schluss mit dem (Wildtier) Zirkus!

16. Januar Ausbeutung zur Belustigung der Menschen Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich fand Zirkus schon immer so richtig extrem doof! Ich war als Kind ein einziges Mal im Zirkus und habe damals nicht verstanden, warum Elefanten, Zebras und Kamele irgendwelche Mätzchen machen mussten und die Leute dann auch noch geklatscht haben. Und ja, ich habe schon als Kind gesehen und verstanden, dass Tiere diese Kunststücke nicht freiwillig machen. Das ist doch auch offensichtlich! Die Trainer haben Peitschen und Stöcke, schreien die Tiere an und drohen ihnen. Was soll denn daran toll sein? Gut, vielleicht damals, als der Zirkus erfunden wurde und es noch kein Fernsehen oder Reisen für alle […]

Neue Hoffnung für Elefanten

München, 22. Dezember 2017. China verbietet zum 31.Dezember 2017 jeglichen Elfenbeinhandel China wird bis Ende 2017 jeglichen kommerziellen Elfenbeinhandel verbieten und alle lizensierten 162 Elfenbeingeschäfte und Schnitzfabriken schließen. Dies hatte die Regierung vor einem Jahr zugesagt. „Das Ende des Elfenbeinhandels in China erhöht die Überlebenschancen für Elefanten enorm. Studien zeigen, dass der Elfenbeinhandel in China im Lauf des Jahres bereits stark abgenommen hat und dass die Preise eingebrochen sind“, freut sich Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Einfachere Kontrollen, weniger Nachfrage In den letzten Jahren wurden in Afrika jedes Jahr 20.000 bis 30.000 Elefanten gewildert, ihre Stoßzähne in den legalen Handel eingeschleust – vor allem in China, dem Hauptabsatzmarkt […]

Unser Einsatz ist ihr Gewinn

Unser Einsatz ist ihr Gewinn

21. Dezember 2017 Diese Arten sind die Gewinner 2017. Wenn ich morgens ins Büro komme, fürchte ich mich schon vor den neusten Schreckensmeldungen. Art X vom Aussterben bedroht, Art Y seit Jahren nicht mehr gesehen, Art Z gerade neu entdeckt und schon fast ausgerottet. Es kann deprimierend sein, wenn man tagtäglich damit konfrontiert wird, wie rücksichtslos und respektlos mit den Schätzen dieser Welt umgegangen wird. Es ist für mich unbegreiflich, wieso man ein seltenes Reptil in ein Terrarium setzen muss, sich ein Bärenfell vor den Kamin legt oder eine geschnitzte Elfenbeinfigur irgendwo hinstellt. Neben dem Raubbau an den Tieren selbst gehen die Menschen aber sogar noch so weit, dass sie […]

Handel mit Froschschenkeln muss endlich reguliert werden

München/Paris/Reims/Straßburg/Crest, 21. Dezember 2017. Fang von Abermillionen Fröschen kann ökologische Katastrophe auslösen Gerade zu Weihnachten ist die Nachfrage nach Delikatessen groß – und die Franzosen sind Weltmeister beim Verzehr von Froschschenkeln. 100 bis 200 Millionen Frösche werden jedes Jahr allein in die EU geliefert, mit Frankreich als Hauptabsatzmarkt. In einem von Pro Wildlife initiierten Schreiben haben nun sechs französische Organisationen ihre Regierung aufgefordert, die unkontrollierte Plünderung von Fröschen zu beenden. Zumindest in Deutschland ist inzwischen Bewegung in die Sache gekommen: Dank einer Aufklärungskampagne nehmen immer wieder Restaurants Froschschenkel von der Speisekarte. Ausgequakt? „Die allermeisten Frösche werden noch immer in der Wildnis eingefangen, Indonesien ist dabei der größte Lieferant. Diese gigantischen […]

Europäische Union verschärft Ton gegenüber Walfangländern

München, den 19. Dezember 2017. Neue gemeinsame Verhandlungsposition so konsequent wie nie zuvor Die Europäische Union hat ihre offizielle Verhandlungsposition für die kommenden sechs Jahre auf der Internationalen Walfangkommission beschlossen – für Artenschutzverbände ein Grund zum Jubeln: „So eindeutig und konsequent hat sich die EU noch nie gegen kommerziellen Walfang positioniert“, freut sich Sandra Altherr, Sprecherin der Organisation Pro Wildlife. „In den letzten Monaten hat sich die EU vom passiven Zuschauer in einen aktiven Player für den Walschutz entwickelt.“ Auch ein neues Positionspapier gemeinsam mit Australien gegen Japans Walfang in der Antarktis bekräftigt die neue klare Haltung der EU. Deutliche Verschärfungen im Diplomatentext Nach Einschätzung von Pro Wildlife sind die […]

EU erhöht Druck auf Walfangländer

EU erhöht Druck auf Walfangländer

Starke Verhandlungsposition gegen Walfang. Die Europäische Union hat ihre gemeinsame Verhandlungsposition für die kommenden drei Tagungen der  Internationalen Walfangkommission (IWC) veröffentlicht – und wir haben Grund zum Jubeln: Endlich verschärft die EU den Ton gegenüber den Walfangländern und daran waren wir maßgeblich beteiligt. Jahrelange Arbeit im Hintergrund, Verhandlungen, Gespräche, Berichte und Treffen haben sich ausgezahlt. Mit einer starken Position der EU und einer aktiven Rolle beim Walschutz müssen sich die Walfangländer Norwegen, Island und Japan auf starken Gegenwind einstellen.  Das gesamte Jahr 2017 bedeutete eine Kehrtwende in der Walschutzpolitik der EU: Januar: EU-Länder verurteilen das neue Walfangprogramm Japans scharf September: Resolution des EU-Parlaments an Norwegen, endlich die Waljagd einzustellen November: CITES […]

Verbände fordern Ende des Elfenbeinhandels in der EU

München, 14. Dezember 2017. China schließt ab 1. Januar seine Elfenbeinmärkte. Währenddessen überlegt die Europäische Kommission noch immer, ob und wie weit sie den Elfenbeinhandel in der EU überhaupt beschränken soll – und hat hierzu die Meinung von Experten, Händlern und der Öffentlichkeit eingeholt. Bei einer öffentlichen Befragung, die am 8.Dezember endete, sind beachtliche 80.000 Antworten eingegangen. Wir fordern die EU auf, dem Vorbild Chinas zu folgen und den Handel mit Elfenbein innerhalb der Gemeinschaft sowie Aus- und Einfuhr baldmöglichst zu verbieten – und nur sehr eng definierte Ausnahmen für Museen, Musikinstrumente sowie Antiquitäten, die einen geringen Anteil an Elfenbein enthalten, zu erlauben. „Es ist höchste Zeit, dass die EU […]