Tierversuche: Wild gefangene Affen in Versuchslaboren

Tierversuche: Wild gefangene Affen in Versuchslaboren

11. Dezember 2018. Affenversuche: Forschung um jeden Preis Der weltweite Handel mit Affen für die Forschung floriert. Ein Millionengeschäft! Denn die Versuchslabore haben einen hohen Verbrauch und benötigen ständig Nachschub. Um ihren enormen Bedarf zu decken, importieren Labore weltweit jährlich zehntausende Affen. Doch woher stammen all diese Tiere? In Asien und Afrika werden unzählige Affen aus der Wildnis eingefangen. Durch die brutalen Fangmethoden und beim Transport erleiden viele der Primaten Verletzungen oder sterben sogar. Die Überlebenden werden entweder in Zuchtstationen transportiert, wo sie unter grauenhaften Bedingungen als Gebärmaschinen für die Forschungsindustrie dienen, oder als Versuchstiere exportiert. Vor allem der Javaneraffe (Macaca fascicularis) ist hoch begehrt und gehört zu den meistgehandelten […]

EXOPET-Studie bestätigt Forderungen von Tier- und Naturschützern

EXOPET-Studie bestätigt Forderungen von Tier- und Naturschützern

Dezember 2018. Bundesregierung gerät unter Zugzwang Im Koalitionsvertrag vom November 2013 hatten die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD vereinbart, „den Handel mit und private Haltung von exotischen und Wildtieren“ bundeseinheitlich zu regeln. Importe von Wildfängen in die EU sollten grundsätzlich verboten werden und gewerbliche Tierbörsen für exotische Tiere untersagt werden. Pro Wildlife und die anderen Verbände, die seit Jahren die Missstände im Exotenhandel anprangerten, begrüßten diesen Schritt. Doch die Freude währte nur kurz, denn es zeichnete sich schnell ab, dass das für Tierschutz zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium wenig Eile hatte, irgendetwas von diesen Punkten im Koalitionsvertrag umzusetzen. Stattdessen schrieb das BMEL über ein Jahr später (im März 2015) ein mehrjähriges Forschungsprojekt aus, das […]

Artenschützer kritisieren Konsum von exotischem Wildfleisch

München, den 05. Dezember 2018. Fleisch von Zebra, Känguru und Co gehört nicht ins Regal Der Verkauf von Zebrafleisch bei der Supermarkt-Kette Netto Marken-Discount hat eine Diskussion über den Verkauf von exotischem Wildfleisch entfacht. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife warnt Handel und Verbraucher vor solchen Angeboten. „Das Fleisch stammt in aller Regel von Tieren aus freier Natur, die meisten Wildtierbestände sind aufgrund von Wilderei und Lebensraumverlust bereits rückläufig. Der Trend zu exotischem Fleisch von Tieren aus weit entfernten Ländern ist sehr bedenklich“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. Zebrafleisch bei Netto Das in Discountern angebotene Zebrafleisch stammt vermutlich von Steppenzebras. Die Bestände sind zwischen 2002 und 2016 um 24 Prozent zurückgegangen, […]

Geschützte Tiere am Jackenkragen

München, den 27. November 2018. Fallenjagd für Pelzjacken – EU einer der größten Absatzmärkte. 15 Prozent der Pelze im Handel stammen aus der Wildnis. Darunter sind auch hunderttausende Felle geschützter Arten, die allein die EU in den vergangenen zehn Jahren eingeführt hat. Vom patagonischen Fuchs bis zum Rotluchs landen die Pelze zahlreicher geschützter Tiere an Jackenkrägen oder Ärmelaufschlägen. Die EU ist einer der Hauptabsatzmärkte für Felle aus Fallenjagd. Im Zeitraum von 2008 bis 2017 importierte die EU folgende Arten, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) geschützt sind: – Knapp 200.000 ganze Felle und mehrere tausend Hautstücke geschützter Füchse (vor allem aus Argentinien) – fast 110.000 Häute und Hautstücke von […]

Australiens millionenfacher Känguru-Abschuss

13. November 2018. Filmvorführung „Kangaroo – A Love Hate Story“ in München. Mehr als 1,5 Millionen Kängurus werden in Australien jährlich legal und systematisch erschossen. Spezialisierte Unternehmen verarbeiten bis zu 4.000 Kängurus pro Tag – sie alle stammen aus freier Natur. Die Jagd auf Kängurus ist weltweit die größte Tötung an landlebenden Wildtieren. Der Dokumentarfilm „Kangaroo – A Love-Hate Story“ zeigt das Schicksal von Millionen Tieren, deren Spuren auch nach Deutschland führen. Deutschland ist drittgrößter Importeur von Kängurufleisch und -leder. Als Steak, Haustierfutter oder Fußballschuhe werden Kängurus von deutschen Supermarktketten wie Rewe, Metro, V-Markt und Sportherstellern wie von Nike, Adidas und Puma angeboten. Der Deutsche Tierschutzbund und Pro Wildlife zeigen […]

Pelz: Fallenjagd auf Kojote, Luchs, Waschbär & Co.

Pelz: Fallenjagd auf Kojote, Luchs, Waschbär & Co.

22. November 2018 In der Falle: Vom langsamen Sterben für fragwürdige Pelz-Mode. „Aber eine Jacke mit Kojote ist doch okay, oder? Das ist doch nachhaltig“ sprach mich letztens ein Bekannter an, obwohl er meine Einstellung zu Pelzen kennt. Mit Pelzen verbindet er (und sicher auch die allermeisten Leute) Bilder vom Elend auf nordeuropäischen Fuchs- und Nerzfarmen oder die gruseligen Videos, wie Marderhunde auf chinesischen Pelzfarmen totgeknüppelt werden. Kojoten-Pelz dagegen stammt aus der nordamerikanischen Fallenjagd – das klingt für viele erst mal nach weitem Land, Trapper-Romantik und Naturverbundenheit. Deshalb vielleicht seine Frage, ob das nicht okay sei… Vielleicht gilt Marderhund inzwischen als Billigware, vielleicht haben die Bilder seiner grausamen Tötung die […]

Ergebnisse der EXOPET-Studie

Ergebnisse der EXOPET-Studie

Forderungen der Tier- und Naturschutzverbände an die Politik Die EXOPET-Studie wurde 2015 vom Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegeben, um Tierschutzprobleme im Handel und der Privathaltung von Wildtieren zu untersuchen. Unter anderem aufgrund der mehrjährigen Dauer dieser Studie wurden Teile des Koalitionsvertrages von 2013, die strengere Regelungen von Handel und Haltung vorsahen, in der letzten Legislaturperiode nicht umgesetzt. Die EXOPET-Studie wurde an den Universitäten Leipzig (Vögel, Amphibien und Reptilien) und München (Säugetiere und Fische) durchgeführt. Unabhängig von den nachfolgenden Kommentaren zu den Ergebnissen und Empfehlungen der EXOPET-Studie verweisen die oben aufgeführten Verbände auf das gemeinsame Positionspapier von 16 deutschen Tier-, Natur- und Artenschutzverbänden vom März 2018. Dieses fordert u.a., dass nur noch […]

EAGLE: Schlag gegen illegalen Handel in Guinea

EAGLE: Schlag gegen illegalen Handel in Guinea

Oktober 2018. Verhaftung von hohem Beamten in Guinea. Ofir Drori und dem EAGLE-Netzwerk ist ein weiterer wichtiger Schlag gegen den illegalen Tierhandel und die Trophäenjagd in Afrika gelungen. Nach Monate langen Undercover Recherchen des EAGLE-Teams wurde im Oktober der Leiter der Abteilung für Wildtiere im guineischen Umweltministerium verhaftet. Ihm wird vorgeworfen ein illegales Jagdreservat in einem abgelegen und sehr artenreichen Gebiet Guineas errichtet zu haben. Dieses verpachtete er über Jahre an einen Spanier, der Geld von Trophäenjägern aus aller Welt erhielt, um dort Elefanten, Leoparden, Bongos, Nilpferde und viele andere in Guinea streng geschützte Arten zu erlegen. Trotz des staatlichen Schutzes für die Tiere in Guinea warb der Spanier für […]

Affe als Haustier

Affe als Haustier

16. Oktober 2018. Affen gehören nicht ins Wohnzimmer! Haben der Kapuzineraffe von Justin Bieber, der Schimpanse von Michael Jackson oder das Äffchen von Chris Brown so viele Menschen dazu inspiriert, sich ein ganz spezielles Accessoire für Zuhause anzuschaffen? Viele erfüllen sich inzwischen den Traum vom exotischen Mitbewohner. Der Affe als Haustier ist In! Beeinflusst durch Promis und Internet-Filmchen stellen sie sich das neue Haustier als gut dressierten Schmuseaffen vor. Auch Schimpanse, Totenkopfaffe und Co. als tierische Hauptdarsteller in Film, TV und Werbung gaukeln uns das ideale Haustier vor – ein Irrglaube! Affen sind und bleiben Wildtiere Süß, harmlos und niedlich sehen die kleinen Babyäffchen aus, fast wie kleine behaarte Menschen. Als […]

Herkunftssiegel für Holz

Herkunftssiegel für Holz

FSC: Greenwashing fürs gute Gewissen? Tropenholz, das wissen heute fast alle, soll man nicht kaufen. Und trotzdem – seien es Gartenmöbel, Bodenbeläge oder Gitarren: Teak, Meranti und Co. sind hierzulande immer noch Kassenschlager. Ein Hintertürchen macht’s möglich: Nachhaltigkeitssiegel wie beispielsweise das FSC-Logo suggerieren den Käufern ein gutes Gewissen. Doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Die Siegel stehen zwar für Gewissensberuhigung, jedoch keineswegs zwangsläufig auch für nachhaltiges Holz. Wie alles begann mit FSC & Co. Das Geschäft mit dem Holz aus Übersee ist lukrativ. Ein Kubikmeter dunkelrotes Meranti aus Südostasien: rund 1.400 Euro. Der Preis für echtes Teak liegt je nach Qualität bei 2.400 bis 4.800 Euro/m³. Laut einer Studie […]