Antarktis – Schutzgebiete für den eisigen Kontinent.

Antarktis – Schutzgebiete für den eisigen Kontinent.

Neue Schutzgebiete für Robben, Wale und Meeresvögel. Vor knapp 200 Jahren erst wurde die Antarktis entdeckt – und sie geriet wegen ihres Arten- und Rohstoffreichtums schnell ins Visier einer internationalen Industrie: Wal- und Robbenjäger ließen die Bestände der Meeressäuger zusammenbrechen, bis heute sind riesige Fischfangflotten dort unterwegs. Schnell wurde deutlich, wie fragil das riesige Ökosystem um den Südpol ist: 1982 wurde deshalb die „Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis“ (englisch CCMLAR) gegründet – eine erste, dringend notwendigen Schutzmaßnahme. Fischerei außer Kontrolle In den eisigen, sauerstoffreichen Gewässern der Packeiszone findet sich eines der üppigsten Ökosysteme der Welt: Mehr als 200 Fischarten sind hier bekannt, viele davon äußerst begehrt in […]

Mehr Schutzgebiete für die Antarktis

Mehr Schutzgebiete für die Antarktis

Lebensraum für Pinguine & Co bewahren. In den eisigen, sauerstoffreichen Gewässern um den Südpol findet sich eines der üppigsten Ökosysteme der Welt: Blauwale, Albatrosse, Pinguine, Robben und viele andere könnten hier in Frieden leben. Doch eine rücksichtslose Fischerei-Industrie gräbt ihnen die Nahrungsgrundlage ab: Roter Thunfisch, Seehecht, Eisfisch – eine Fischart nach der anderen wird bis zum kommerziellen Exitus abgesammelt. Selbst vor dem Antarktischen Krill, wichtigster Grundlage der marinen Nahrungskette, wird nicht halt gemacht. Mehrere Anläufe für die Einrichtung von Schutzgebieten im Weddelmeer sowie in der West- und Ostantarktis scheiterten in der Vergangenheit. Auf der kommenden Tagung der „Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis“ (englisch CCAMLR) im Oktober 2019 könnten wichtige […]

New York setzt Zeichen gegen Elfenbeinhandel

München, 2. August 2017 Zwei Tonnen Elfenbein im Central Park zerstört. Der Staat New York wird am 3. August im Central Park in New York City zwei Tonnen Elfenbein öffentlich zerstören. „Die öffentlichkeitswirksame Zerstörung von Elfenbein ist ein starkes Zeichen gegen Wilderei und Elfenbeinschmuggel. Zugleich ist sie ein Appell an die Konsumenten, den mörderischen Handel nicht zu unterstützen und eine Aufforderung an Regierungen, alles zu tun, um die Elefanten zu retten“, so Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife. „Das Geschäft mit Elfenbein ist fest in den Händen kriminell organisierter Banden. Es finanziert Bürgerkriege, Terrormilizen, fördert die Korruption und kostet jedes Jahr das Leben von 20.000 Elefanten sowie unzähliger Menschen.“ […]

EU fordert Japan auf, Walfang einzustellen

Brüssel/München, 28 Juli 2017 Deutliche Kritik trotz Verhandlungen um Freihandelsabkommen mit Japan.  In einem offiziellen Dokument der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat die Europäische Union am gestrigen Donnerstag scharfe Kritik an Japans Walfang geäußert und das Einstellen der Jagd gefordert. Pro Wildlife begrüßt diese klare Stellungnahme: „Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass das Thema auch in dem Freihandelsabkommen der EU mit Japan Eingang findet; aber mit ihrem heutigen Positionspapier bereitet die EU den Weg, um wesentlich stärker gegen Japans Walfang vorzugehen“, so Sandra Altherr von Pro Wildlife. Jagd im Nordpazifik ist illegal und unverantwortlich Konkret kritisiert die EU den Fang von Sei- und Zwergwalen im Nordpazifik. Unter dem Deckmantel des angeblichen Forschungsprogramms NEWREP-NP […]

Widerstand gegen Hai-Aquarium in Pfungstadt

München, 26. Juli 2017 Tierschützer wollen beschleunigtes Bauverfahren verhindern. Bereits zwei Wochen vor Ablauf der Frist ist es den Haifreunden in Pfungstadt gelungen, ausreichend Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen das geplante Hai-Aquarium SHARK CITY zu sammeln. Trotzdem will der Ausschuss für Stadtplanung, Bauen und Umwelt der Stadtverordnetenversammlung Pfungstadt noch heute (Mittwoch, den 26.07.2017) über ein beschleunigtes Verfahren zum Bau des umstrittenen Großaquariums abstimmen. Tier- und Naturschutzverbände* kritisieren dieses Vorgehen als unzulässig und undemokratisch. Der Protest gegen den geplanten Bau des Großaquariums in Pfungstadt lässt sich jetzt auch in Zahlen ausdrücken. Mehr als 10 Prozent der Pfungstädter Bürger haben in den vergangenen Wochen für ein Bürgerbegehren unterschrieben. Tatsächlich wurden sogar binnen […]

Löwe Cecils Sohn Xanda erschossen

München, 21. Juli 2017 Trophäenjagd in Simbabwe gefährdet Löwen. Der grausame Abschuss des Löwen Cecil vor zwei Jahren in Simbabwe hat für viel Empörung gesorgt. Jetzt ist auch sein Sohn Xanda von einem unbekannten Großwildjäger erschossen worden, und zwar ebenfalls direkt am Rand des Hwange-Nationalparks in Simbabwe. Aus Forschungszwecken trug er ebenfalls ein Funkhalsband. „Zwei Jahre nach der Empörung über den Abschuss von Cecil geht die sinnlose Löwenjagd aus reiner Lust am Töten weiter. Deutsche Großwildjäger sind ganz vorne mit dabei. Sie dürfen weiterhin aus Ländern wie Simbabwe, Tansania und Südafrika Trophäen importieren – trotz aller Sorgen um die letzten Löwen, sowie ethischen und rechtlichen Bedenken gegen die Großwildjagd“, erklärt […]

Tierbörsen: Wildtiere vom Wühltisch

Tierbörsen: Wildtiere vom Wühltisch

1. August 2017 Massenware Wildtier auf Tierbörsen. Seit achtzehn Jahren gibt es Pro Wildlife – und seit Anbeginn kämpfen wir gegen eklatante Missstände auf Tierbörsen: Da werden Chamäleons und Sugarglider in winzige Plastikboxen gestopft, in denen sie sich kaum aufrecht halten, geschweige denn sich artgerecht bewegen können. Da werden Wildfänge angeboten, die verletzt, abgemagert oder panisch sind. Da werden seltene Echsen präsentiert, von denen so manche illegal in ihrem Heimatland eingefangen und außer Landes geschmuggelt wurden. Hunderte größere Tierbörsen gibt es allein in Deutschland – verkauft wird alles: vom Guppy bis zur Giftschlange. Besonders eklatant sind die Probleme auf überregionalen Wildtierbörsen, bei denen Händler und Käufer aus ganz Europa anreisen […]

Haie: Von Jägern zu bedrohten Arten

Haie: Von Jägern zu bedrohten Arten

1. August 2017 Imagewandel: Vom Menschenfresser zum bedrohten Hai.  Kaum eine Tiergruppe hat in den vergangenen 15 Jahren einen solchen Imagewandel erlebt wie die Haie. Lange als Bestie verschrien – dank Horrorfilmen wie „Der weiße Hai“  oder „Shakka – Die Bestie aus der Tiefe“ – haben sie inzwischen eine große Fangemeinde, die sich aktiv und mit zunehmendem Erfolg für ihren Schutz einsetzt. Denn längst ist klar geworden, dass ihnen das Menschenfresser-Image nicht gerecht wird: Durchschnittlich zehn Menschen kommen jährlich weltweit durch Haie um – die meisten von ihnen Surfer, Bodyboarder oder Taucher. Möglicherweise werden sie von den Haien mit Robben verwechselt, die durchaus auf ihrem Speiseplan stehen. Oder die Menschen […]

Kampagne gegen Wilderei und Tierhandel

Kampagne gegen Wilderei und Tierhandel

2017: Kritik an Nashorn-Versteigerung. Wildtiere und Teile von ihnen werden weltweit als Ware gehandelt. Die Wilderei für diese Lust am Produkt Wildtier drängt immer mehr Arten an den Rand der Ausrottung. Dabei gehen legale und illegale Geschäfte häufig Hand in Hand. Der Handel mit dem Horn von Nashörnern ist international verboten, die meisten Länder verbieten den Handel auch innerhalb ihrer Landesgrenzen. So war das auch in Südafrika, bis private Nashorn-Besitzer 2017 die Aufhebung des nationalen Handelsverbots erreichten. Die Besitzer „ernten“ regelmäßig Horn, indem sie es ihren Tieren unter Betäubung absägen. Der Südafrikaner John Hume kündigte nach dem Fall des Handelsverbots eine Versteigerung von Rhino-Horn an. Pro Wildlife schlug sofort Alarm, […]

Walfang in Norwegen: Gefangen in der Zeitschleife

Walfang in Norwegen: Gefangen in der Zeitschleife

2016: Norwegen ist Walfänger Nummer eins. Norwegens Walfänger befanden sich jahrelang in einer komfortablen Situation. Während Japan und Island auf den Tagungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) und in der Öffentlichkeit kritisiert wurden, fing Norwegen in aller Stille mehr Wale als die beiden anderen. Pro Wildlife war seit seiner Gründung auf allen Walfangkonferenzen vertreten und wollte endlich den Fokus auch auf Norwegen legen. Wir analysierten Daten und Fangzahlen und recherchierten Hintergründe. Heraus kam 2016 der Bericht „Frozen in Time“, der zum ersten Mal genau das zeigte, was uns auf den Konferenzen aufgefallen war: Norwegen war und ist die weltweit größte Walfangnation und blieb dennoch lange von Kritik verschont. Norwegen nutzt wie […]