Der Kampf um Aufmerksamkeit

Der Kampf um Aufmerksamkeit

17. April 2018 Artenschutz im Verborgenen. Über Nacht berühmt: Endlich bekommt die australische Mary-River-Schildkröte die lang benötigte Aufmerksamkeit. Trotzdem ist es für die Art eventuell schon zu spät. Die punkig aussehende Schildkröte, die ausschließlich am namensgebenden Mary-Fluss in Australien vorkommt, ist mittlerweile vom Aussterben bedroht, denn sie wurde zu zigtausenden für den Heimtierhandel eingesammelt. Die Zoologische Gesellschaft von London (ZSL) hat kürzlich die Liste der akut vom Aussterben bedrohten Arten aktualisiert und machte so die australische Schildkröte mit der skurrilen grünen Frisur über Nacht zum traurigen Star. Ihre Popularität verdankt die Schildkröte ihrem bizarren Aussehen. Auf dem Körper der australischen Schildkröte wachsen grüne Algen und die Tiere können dank spezieller Drüsen […]

Tierquälerei in Sri Lanka: „Elefantenwaisenhaus“ Pinnawela

Tierquälerei in Sri Lanka: „Elefantenwaisenhaus“ Pinnawela

Geldmacherei auf dem Rücken der Elefanten in Pinnawela. Die meisten Menschen, die ein Elefantenwaisenhaus wie das Pinnawela Elephant Orphanage (PEO) in Sri Lanka besuchen, wollen den Tieren sicherlich etwas Gutes tun. Sie hoffen wohl, dass ihre Eintrittsgelder den Tiere und dem Artenschutz zu Gute kommen. Leider ist das häufig nicht der Fall. Denn bei vielen Einrichtungen, die sich selbst Tierwaisenhaus nennen, handelt es sich in Wirklichkeit um Tierquälerei. Pinnawela ist da keine Ausnahme. Viele Urlauber in Sri Lanka wollen den berühmten Elefanten der Insel nahe kommen. Die 3.000 bis 8.000 täglichen Besucher fahren nach Pinnawela, sehen die gepflegte Grünanlage und die vielen Babyelefanten. Sie begleiten die Elefanten zum Baden am […]

Waljagd in Europa beginnt. 

Wädenswil/München, 04. April 2018:  Artenschutzorganisationen fordern von EU Widerstand gegen Walfang in europäischen Gewässern. Am 1. April begann die alljährliche Walfangsaison im Nordatlantik, der erste Wal wurde bereits getötet. Die Regierungen Islands und Norwegens ignorieren das internationale Walfangverbot schlichtweg und genehmigen weiterhin die Jagd auf Zwergwale und sogar stark gefährdete Finnwale. Wale stehen international unter strengem Schutz, die kommerzielle Jagd ist verboten. Deshalb fordern OceanCare, Pro Wildlife und Whale and Dolphin Conservation (WDC) eine führende Rolle der EU im Kampf gegen den kommerziellen Walfang, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Walfangtagung im Herbst 2018. Norwegens Regierung gab für die nun beginnende Walfangsaison statt 999 sogar 1.278 Zwergwale zum Abschuss frei. […]

Appell an die Bundesregierung: Haltung und Handel von Wildtieren strenger regeln

München, den 28. März 2018. Wildwuchs im Wildtier-Markt muss dringend eingedämmt werden. 16 Tier-, Natur- und Artenschutzverbände fordern die neue Bundesregierung auf, Haltung und Handel von Wildtieren strenger zu reglementieren. Bisher ist der Markt weitgehend unreguliert, es besteht dringender Handlungsbedarf. Auf Exotenbörsen und im Internet werden tausende Arten gehandelt. „Die Tiere werden allzu oft von Menschen gekauft, die deren Bedürfnissen nicht mal ansatzweise gerecht werden und die sich nicht ausreichend über die Haltung der Tiere informiert haben“, sagt Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA. Häufig landen die Tiere in zu kleinen Terrarien oder Käfigen, oder werden falsch gefüttert. Viele Wildfänge sterben bereits zuvor während des langen Weges aus der Wildnis über […]

Reptilienbörsen: Der Ausverkauf läuft…

Reptilienbörsen: Der Ausverkauf läuft…

22. März 2018 Erlebnisse beim großen Wildtier-Wühlen. Besuche auf Reptilienbörsen und Tierbörsen sind immer wieder eine spezielle Erfahrung: Menschenmassen schieben sich an Tischen vorbei, auf denen alles angeboten wird, was die Natur so hergibt – und was klein genug ist, um in kleine Plastik-Frischkäse-Schachteln zu passen: Da finden sich Hieroglyphen-Riedfrösche aus Kamerun neben Igeltenreks aus Madagaskar, Hornagamen aus Sri Lanka neben dem Puerto-Rico-Anolis. Einige dieser Tiere sind vom Aussterben bedroht – auf Reptilienbörsen sind sie jedoch Wühltischware, viele von ihnen auf Vorbestellung aus der Natur eingefangen. Reptilienbörsen: Hauptsache schön bunt Auf der Reptilienbörse in Karlsruhe im März erleben wir eine Szene, bei der eine Frau ein Chamäleon kauft. Bunt muss […]

Das letzte männliche nördliche Breitmaulnashorn ist tot

Das letzte männliche nördliche Breitmaulnashorn ist tot

21. März 2018. Was uns „Sudans“ Tod über Artenschutz lehrt. Sudan ist tot. Das weltbekannte, letzte männliche nördliche Breitmaulnashorn ist gestorben, zurück bleiben zwei Weibchen: Seine Tochter und seine Enkelin. Sterben auch sie, ist die Unterart von der Erde verschwunden; außer natürlich, es geschieht ein Wunder. Das nördliche Breitmaulnashorn stirbt also aus, ebenso wie tausende andere Arten und Unterarten jedes Jahr. Artenschutzorganisationen stemmen sich gegen dieses meist vom Menschen verursachte Sterben. Doch Artenschutz ist eine komplexe Angelegenheit und ein Kampf gegen unterschiedlichste Interessen und an vielen Fronten gleichzeitig. 1. Der Kampf um jedes einzelne Tier Ist eine Art oder Unterart bereits dezimiert, zählt das Leben jedes einzelnen Tieres. Sehr häufig […]

Fleischkonsum zerstört den Amazonas

Fleischkonsum zerstört den Amazonas

20. März 2018 Wo früher Regenwald war, grasen heute Rinder. Amazonien: die Lunge unserer Erde. Das gigantische Regenwaldgebiet ist so groß, dass es knapp die nördliche Hälfte Südamerikas bedeckt. Seine Lebensader ist der wasserreichste Fluss der Welt – der Amazonas. Der riesige Dschungel im Amazonas-Becken gilt als der größte zusammenhängende Regenwald der Welt. Nirgends gibt es mehr Pflanzen- und Tierarten als im Amazonas-Regenwald. Hier leben tausende Arten von Vögeln, Fischen, Amphibien, Reptilien und Säugern, ein unvorstellbares Gewusel einzigartiger Geschöpfe. Anakondas, Jaguare und Pumas haben hier ihr Zuhause. Es heißt, jede zehnte Tierart, die weltweit bekannt ist, lebt in diesem tropischen Wald. Dabei sind noch nicht einmal alle im Wald lebenden […]

Whale Watching: Meeresriesen in Freiheit genießen

Whale Watching: Meeresriesen in Freiheit genießen

13. März 2018 Walbeobachtung ist auch in Europa problemlos möglich. Viele Menschen haben den Wunsch, Wildtiere zu sehen. Und natürlich ist es noch viel reizvoller, die Tiere in freier Wildbahn anstatt in einem Glastank oder in einem Käfig zu beobachten. Für Walfreunde heißt das: Rein ins Boot und raus aufs Meer zum Whale Watching. Denn für die Walbeobachtung in freier Natur werden die Wale und Delfine nicht gefangen genommen, sie leben in ihrer natürlichen Gruppe – und sie müssen keine Kunststücke aufführen. Kein Wunder, dass diese Branche immer mehr boomt, auch in Europa. Denn auch hier lassen sich Wale gut beobachten. Whale Watching ist ein boomendes Geschäft 1955 war der […]

Flusspferde – die nächsten Opfer der unstillbaren Gier nach Elfenbein

Flusspferde – die nächsten Opfer der unstillbaren Gier nach Elfenbein

5. März 2018 Aus Eckzähnen werden Messergriffe Wer einmal Flusspferde in freier Wildbahn gesehen hat, weiß um die Faszination, die diese mächtigen Pflanzenfresser ausstrahlen. Vor eineinhalb Jahren hatte ich das Glück, sie am Sabaki Fluss in Kenia zu sehen. Mein einheimischer Nachbar Babu hatte mir einen Geheimtipp gegeben, und da saß ich nun am Ufer und beobachtete eine Herde von knapp 20 Tieren bei ihrem abendlichen Bad. Damals wusste ich bereits, dass die Flusspferd-Populationen unter der Zerstörung ihres Lebensraums leiden und daher auf der Roten Liste der gefährdeten Tier und Pflanzenarten (IUCN) als bedroht eingestuft sind. Es wird angenommen, dass nur noch 115.000 bis 130.000 Tiere in freier Wildbahn leben. […]

Ein Leben in Ketten: Elefanten im Tourismus

München, 5. März 2018. Neuer Bericht: Elefantentourismus bedroht Population in freier Wildbahn und ist für Urlauber gefährlich. In vielen asiatischen Ländern werden Elefanten im Tourismus eingesetzt. Es existieren mehrere hundert Einrichtungen, die zum Teil täglich hunderte oder gar mehrere tausend Besucher empfangen. Ein neuer Bericht von Pro Wildlife zeigt nun, wie problematisch der Elefantentourismus ist. Viele Tiere werden in der Wildnis gefangen und mit Hilfe von massiver Gewalt gefügig gemacht. In den Elefantencamps werden häufig selbst die grundlegendsten Bedürfnisse der Tiere missachtet. Außerdem geht von Elefanten eine potentielle Lebensgefahr für Urlauber aus. Wildfänge für den Tourismus „Es gibt noch etwa 44.000 wildlebende asiatische Elefanten. Dem gegenüber stehen 15.000 Tiere in […]