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Mehr als 60 europäische Organisationen aus 22 EU-Ländern haben sich in der EU-Bürgerinitiative Fur free europe zusammengeschlossen, um Pelzfarmen und den Verkauf der Pelze ein für alle Mal aus der EU zu verbannen!
Dazu wurde eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) ins Leben gerufen – die zu einer der erfolgreichsten Tierschutzbürgerinitiativen jemals wurde : Mit mehr als 1,5 Millionen verifizierten Stimmen von wahlberechtigten EU-Bürgern – erforderlich waren "nur" 1 Million. Die EBI liegt seit 2023 auf dem Tisch und die EU muss nun entscheiden, welche Maßnahmen sie ergreift.
Ein Verbot von Pelzfarmen in der EU ist überfällig. Mit zuletzt Polen und Italien haben bereits 23 Mitgliedsstaaten ein solches Verbot erlassen oder betreiben gar keine Farmen (Stand Januar 2026). Deutschland verschärfte 2017 die Auflagen so stark, dass die letzten beiden Farmen freiwillig schlossen. Aktuell halten nur noch Finnland, Dänemark, Ungarn und Griechenland an Pelzfarmen fest.
Teilnahmerekord, aber wir müssen weiter Druck machen
Während das Kollegium der EU-Kommissare insgesamt der öffentlichen Meinung und den Grundwerten der Europäischen Union gegenüber rechenschaftspflichtig bleibt, zeigt der Kommissar für Tierschutz bisher wenig Verständnis für unsere Forderungen. Aus diesem Grund organisieren wir bis Ende März 2026, vor der erwarteten Entscheidung der Kommission über die Europäische Bürgerinitiative, eine letzte öffentliche Mobilisierung und brauchen dafür Ihre Stimme!
Machen Sie mit! Jetzt unterschreiben:
Pelz ist nicht mehr zeitgemäß
Pelze werden schlicht und ergreifend nicht benötigt, weder als Pelzmantel noch als Mützenbommel oder Fellkragen! Und auch aus ethischer Sicht ist es nicht zu rechtfertigen, Tiere für ihren Pelz zu quälen und zu töten. 84 % der Deutschen halten laut einer Umfrage von 2022 die Haltung und Tötung von Tieren zur Pelzgewinnung für die Modeindustrie für nicht akzeptabel.
Da Pelztierzucht immenses Tierleid verursacht, unabhängig davon, ob sie in oder außerhalb der EU stattfindet, fordern wir zudem ein Verkaufsverbot.
Pelzproduktion ist mit unfassbarem Tierleid verbunden
Wildtiere wie Nerze oder Füchse werden in winzigen, verdreckten Gitterkäfigen gehalten, meist auf grobem Maschendraht, der sich schmerzhaft in ihre Pfoten einschneidet. Tageslicht oder frische Luft sind ebenso Fremdwörter wie ausreichend Bewegungsfreiheit. Von artgerechter Haltung keine Spur!

Auch die Tötungsmethoden sind äußerst grausam, denn der unbeschädigte Pelz steht hier im Vordergrund. Nerze werden beispielsweise in mobilen Tötungsmaschinen vergast. Nach ca. zwei Minuten sind die meisten Tiere qualvoll erstickt. Doch die Tötungsmethode ist unzuverlässig, so werden immer wieder noch lebende Tiere gehäutet.
Auch Menschen und die Umwelt leiden
Pelztierfarmen stellen eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier dar. Während der COVID-19-Pandemie waren hunderte Nerzfarmen von Coronavirus-Ausbrüchen betroffen. Aufgrund der Enge, der unhygienischen Bedingungen eine Brutstätte für neue Virus-Varianten und Ausbrüche. Fast 20 Mio. Nerze wurden damals präventiv getötet.
Außerdem hat Pelztierhaltung erhebliche negative Auswirkungen auf heimische Arten und die Umwelt. Durch den Ausbruch von Tieren aus Pelzfarmen ist der Amerikanische Nerz heute in der EU weit verbreitet, mit schwerwiegenden Folgen für die heimische Artenvielfalt, insbesondere den Europäischen Nerz. Zudem werden Pelze werden mit giftigen Chemikalien bearbeitet, Bodenverunreinigungen sind hier vorprogrammiert.
Rückenwind für ein EU-weites Pelzverbot
- Zwölf EU-Länder haben die Europäische Kommission dazu aufgerufen, Möglichkeiten für ein dauerhaftes Verbot der Pelztierhaltung in der EU zu prüfen und einen Gesetzesvorschlag vorzulegen.
- Hunderte Mode-Marken verzichten bereits auf Druck der Kundschaft auf die Verwendung von Pelz. >> Fur Free Retailer
- Die EU-Kommission hatte bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine Studie zum Tierschutz in Pelzfarmen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der EFSA-Studie wurden im Juli 2025 veröffentlicht und sind vernichtend: Pelzfarmen bedeuten ernstes und dauerhaftes Tierleid - sie sind unvereinbar mit dem Tierschutz.
- Ende 2025 verkündete Polen das Aus für Pelzfarmen. In Polen sollen in den nächsten acht Jahren sukzessive alle 200 Farmen geschlossen werden; das es auch schneller gehen kann zeigte Italien: dort bieben den letzten 10 Nerzfarmen nur sechs Monate, um dichtzumachen.
- Am 21. Juli 2025 wurde der amerikanische Nerz (Neogale vison, auch Mink genannt) offiziell in die EU-Liste invasiver, fremder Arten aufgenommen – mit Wirkung ab 7. August 2027. Das bedeutet: Genehmigungen für Mink-Farmen sind künftig auch aus Naturschutzsicht nicht mehr zu rechtfertigen.
- Die Entwicklung von Pandemien verdeutlicht die Notwendigkeit eines Pelzverbots: Nach mehreren Ausbrüchen des Corona-Virus (SARS-CoV-2) auf Nerzfarmen wurden seit 2020 etwa 2.000 europäische Pelzfarmen geschlossen. Die Pelzindustrie wird als Wirtschaftsfaktor immer unbedeutender: Über die letzten 10 Jahre ist die Anzahl der Pelzarmen in der EU um 73% zurück gegangen auf etwa 1.150 Farmen.
- Laut einer neuen Studie von Carpenter (2025) hat sich in den letzten 10 Jahren die Anzahl in der EU produzierter Felle sogar um 86% reduziert (auf 6,3 Mio Felle in 2024). Nicht nur in der EU, auch global sind Pelzfarmen ein Auslaufmodell.



