Afrikanischer LöweGepard RaubkatzeJaguar RaubkatzeKarakal RaubkatzeLeopard RaubkatzeSchneeleopard IconTiger
Status
Gefährdet
Population
4.000-7.500
Lebensraum
Hochgebirge

Der Schneeleopard (panthera unica) gehört wie der Tiger und der Löwe zu den Großkatzen. Schneeleoparden sind perfekt an ein Leben in den bitterkalten Hochgebirgen Zentralasiens angepasst. Das flauschige, dichte Fell schützt die Tiere vor der extremen Kälte, das Unterfell kann am Bauch bis zu 12 Zentimeter Länge erreichen. Der überdurchschnittlich lange Schwanz dient als eine Art Decke, die sie im Winter warm hält.

Die typische Fellfärbung tarnt die Schneeleoparden perfekt zwischen Felsen und Schnee. Die Fleckenzeichnung ist dunkelbraun oder schwarz, die Unterseite ist heller beziehungsweise weiß. Die Grundfarbe des Fells ist grau und kann in allen Grauschattierungen ausgeprägt sein. Sie haben sehr große Pfoten, die das Körpergewicht wie Schneeschuhe auf eine größere Fläche verteilen. Somit versinken sie nicht im tiefen Schnee, der in ihrem Lebensraum häufig und in großen Mengen fällt. Die vergrößerten Nasenlöcher dienen dazu, die bis zu minus 40 Grad kalte Gebirgsluft vorzuwärmen, bevor sie in die Lungen gelangt. Der große Brustkorb und die starke Lunge helfen den Schneeleoparden dabei, genügend Sauerstoff aufzunehmen, denn die Luft ist in 3.000 bis 5.000 Metern Höhe sehr dünn. Das muskulöse Tier wiegt bis etwa 55 Kilogramm, ist ein ausgewiesen guter Kletterer. Um breite Gletscherspalten zu überwinden können Schneeleoparden bis zu 16 Meter weit springen, der fast einen Meter lange buschige Schwanz hilft ihnen dabei die Balance zu halten.

Zur Lieblingsbeute der Schneeleoparden zählen Nagetiere und mittelgroße Huftiere, aber er frisst zu einem kleinen Anteil auch Pflanzen. Der Schneeleopard schleicht sich typischerweise sehr nah an seine Beute, die ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts haben kann, bevor er diese erlegt. Auch Sprints von wenigen hundert Metern werden zurückgelegt.

Wie viele Schneeleoparden es noch gibt, kann nur grob geschätzt werden. Es sollen noch etwa 4.000 bis 7.500 Tiere in freier Wildbahn sein. Zählungen sind schwierig, da der Lebensraum der Tiere unzugänglich ist und Schneeleoparden Einzelgänger sind. Die Menschen in Kirgistan bezeichnen Schneeleoparden auch als „Geister der Berge“,  denn sie sehen die Tiere nur selten.

Das schöne Fell der Schneeleoparden ist bei Pelzjägern begehrt, zudem werden seine Knochen in der Traditionellen Asiatischen Medizin verwendet. Die Ausweitung der menschlichen Besiedelung führt zu Konflikten mit Bauern, da manchmal auch Nutztiere auf dem Speiseplan der Raubkatzen stehen.

Die Population der Schneeleoparden ist laut roter Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) „gefährdet“ (vulnerable). Der internationale kommerzielle Handel ist verboten und der Schneeleopard wird auf Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Fauna and Flora) aufgeführt. 12 Länder, in denen der Schneeleopard nachweislich verbreitet ist, haben das Tier unter Schutz gestellt und arbeiten zusammen im Global Snow Lepard & Ecosystem Protection Program (GSLEP). Bis 2020 sollen  Schutzräume ausgewiesen werden.

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Schneeleopard © Pixabay

 

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