Afrikanischer LöweTigerLeopard RaubkatzeKarakal RaubkatzeGepard RaubkatzeJaguar Raubkatze
Status
Gefährdet
Population
etwa 20.000
Lebensraum
Savanne

Der Löwe (Panthera leo) ist die sozialste aller Katzenarten. Löwen leben in Rudeln aus vier bis zwölf verwandten Weibchen mit ihren Nachkommen und ein oder zwei Männchen zur Revierverteidigung. Ein Rudel beansprucht ein Gebiet von 20 bis 400 Quadratkilometern – je nachdem, wie dicht Beutetiere ihr Revier besiedeln. Auch gejagt wird im Rudel, dabei schleichen sie sich langsam an die Beute heran, da sie keine ausdauernden Sprinter sind. Zwischendurch halten sie still und nutzen jede Form der Deckung, bevor sie schließlich in einem kraftvollen Sprint losschlagen. Der Löwe ist ein Nachtjäger und stellt seiner Beute normalerweise in der Dämmerung oder bei Dunkelheit nach. Zudem fressen Löwen Aas und stehlen anderen Raubtieren nicht selten die Beute.

Zu den Beutetieren des Löwen gehören gehören vor allem Antilopen, Gazellen, Gnus, Büffel und Zebras, aber auch Hasen, Vögel und manchmal Fische. In einigen Teilen Afrikas jagen Löwen auch vermehrt junge Elefanten. Entgegen der vorherrschenden Meinung, dass männliche Löwen vom Jagderfolg der Weibchen profitieren, jagen männliche Tiere selbst häufig und erfolgreich. Männchen, die noch kein eigenes Rudel erobert haben, leben und jagen häufig in Junggesellengruppen. Männliche Löwen haben eine Mähne, die sie größer und imposanter erscheinen lassen, als sie in Wirklichkeit sind. Wenn die männlichen Nachkommen die Geschlechtsreife erreicht haben, verlassen sie ihr Rudel, um ein neues zu erobern. Bei der Paarung beißen männliche Löwen den Weibchen in den Nacken; diese halten dann still. Die beiden paaren sich bis zu 40 Mal pro Tag über einen Zeitraum von etwa fünf Tagen. Löwenkinder haben dunkle Flecken auf ihrem Fell; so sind sie in der Savanne besser getarnt.

Löwen kommen in 25 (möglicherweise 26) Ländern vor und wurden vor kurzem in einem weiteren Land (Ruanda) angesiedelt. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reichte von Mittelamerika über Alaska, Sibirien und Mitteleuropa bis Indien und Südafrika. Auch in Deutschland kamen Löwen vor. Man geht davon aus, dass Löwen in Asien, Nord- West- und Zentralafrika einer Unterart angehören. Die zweite Unterart lebt in Süd- und Ostafrika. Afrikas Löwenbestände haben dramatisch abgenommen: Zwischen 1993 und 2014 sind die Bestände um 43 Prozent gesunken. Verantwortlich dafür sind der Verlust an Lebensraum und Beutetieren, Konflikte mit Viehzüchtern, Krankheiten, Großwildjagd und Wilderei. In den letzten Jahren hat der Handel mit Trophäen und mit Löwenknochen für die Traditionelle Asiatische Medizin stark zugenommen. Wissenschaftler vermuten, dass heute nur noch etwa 20.000 Löwen in ganz Afrika leben.

Das tut Pro Wildlife

Pro Wildlife kämpft gegen Trophäenjagd und die kommerzielle Nutzung von Löwen. Wir unterstützen das Anti-Wilderer-Netzwerk EAGLE und kämpfen für strenge internationale Handelsverbote.

Jagd und Wilderei

Jagd und Wilderei

Wilderei, Jagd und Tierschmuggel sind in vielen Ländern außer Kontrolle geraten. Gleichzeitig wird die Rote Liste gefährdeter Arten immer länger: 23.250 Tier- und Pflanzenarten gelten als bedroht. » Jagd und Wilderei

Löwe Käfig quadratisch

Löwenfarmen

Beim „canned hunting“ werden die Tiere zum Teil von zahlenden Touristen von Hand auf Löwenfarmen aufgezogen, in umzäunte Gehege ausgesetzt und wenig später dem Jäger auf dem Silbertablett zum Abschuss „serviert“. » Löwenfarmen

Löwe

Gejagt, vergiftet, verdrängt

Dem König der Tiere geht es schlecht. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist der Bestand seit 1993 um 42 Prozent eingebrochen. » Löwen: gejagt, vergiftet, verdrängt

 

Bleiben Sie auf dem Laufenden und erfahren Sie mehr über uns: