Fang und Export von Javaneraffen stoppen!


Folgende E-Mail wird an die BotschafterInnen der Republik Indonesien, des Königreichs Kambodscha, der Republik Mauritius, der Demokratischen Volksrepublik Laos und der Sozialistischen Republik Vietnam in Deutschland geschickt.

 

Sehr geehrter Herr Botschafter, sehr geehrte Frau Botschafterin,

mit großer Bestürzung habe ich erfahren, dass Ihre Regierung noch immer den Fang und den Export Tausender Javaneraffen für Tierversuche genehmigt. Laut Exportdokumenten sollen viele der Tiere aus angeblichen Zuchtfarmen stammen, doch an der Glaubwürdigkeit solcher Zuchtfarmen in Ihrem Land bestehen erhebliche Zweifel: Verschiedene Studien sowie Filmaufnahmen belegen, dass wilde Javaneraffen noch immer brutal in der Natur eingefangen werden. Als angeblich "gezüchtete Tiere" werden sie von der Regierung Ihres Landes mit Exportdokumenten versehen und an Unternehmen der Versuchstierindustrie u.a. in China, den USA, Japan und Europa verschickt.

Die Bestände wilder Javaneraffen sind vielerorts eindeutig rückläufig, in anderen Fällen liegen keinerlei wissenschaftliche Bestandszahlen vor. Die Ausstellung von Handelsgenehmigungen mit Tieren solcher Bestände oder die betrügerische Umdeklarierung wilder Tiere als „gezüchtet“ verstößt gegen internationale Artenschutz-Abkommen wie CITES (Convention on International Trade in Endangered Species). Ebenso ist aus ethischer Sicht der grausame Fang und Handel dieser äußerst intelligenten und sozialen Tiere, der mit hohen Verlustraten einhergeht, nicht vertretbar.

Ich fordere Sie daher eindringlich auf, den Fang von Javaneraffen ebenso wie den Handel mit diesen Tieren zu stoppen!

Mit freundlichen Grüßen