Schimpansen-Rettung im Kongo

Affenwaisenhaus J.A.C.K.

UPDATE: Die Tierärztin Dr. Ainare Basaras ist nach einigen Schwierigkeiten endlich in der Schimpansen-Auffangstation J.A.C.K. im Kongo angekommen. Im Gepäck dringend benötigte Medikamente, die Dank Ihrer Spenden ab jetzt Leben retten – für 36 Schimpansenwaisen eine zweite Chance! “Das Team von J.A.C.K. hatte bei der Gründung des Projekts einen harten Kampf vor sich. Zu Beginn ihrer Arbeit wurden bis zu drei Affenkinder pro Monat vom Kongo über Sambia in den mittleren Osten und nach China geschmuggelt. Diese Zeiten liegen weit in der Vergangenheit, denn J.A.C.K.s Bildungsprogramme und die strengere Strafverfolgung zeigen Wirkung. Jetzt leben 36 Schimpansen in zwei Gruppen hier und ich bin überglücklich, diesem tollen Team helfen zu können.“ (Dr. Ainare Basaras)
Dr. Ainare Basaras mit Roxane Couttenier und Franck Chantereau nach ihrer Ankunft im Kongo

Dr. Ainare Basaras mit Roxane Couttenier und Franck Chantereau nach ihrer Ankunft in der Station

In der Demokratischen Republik Kongo, einem der gefährlichsten und ärmsten Länder der Welt, kämpft das Team von J.A.C.K. (die französische Abkürzung für „Jungtiere, die in Katagna beschlagnahmt wurden“) um das Überleben der Schimpansen. Die Station nimmt Schimpansen auf, die an Ketten, in Verschlägen oder in winzigen Käfigen als „Haustiere“ gehalten wurden.

Zehn Jahre gibt es die Station, die von dem französischen Paar Roxane Couttenier und Franck Chantereau betrieben wird und sich ausschließlich durch private Spenden finanziert. Vor Kurzem wandte sich J.A.C.K. mit einem Hilferuf an Pro Wildlife: Die Station braucht dringend Geld, um ihre 38 Schützlinge tierärztlich versorgen zu lassen. Unter anderem stehen wichtige Untersuchungen und Operationen an.

JACK sanctuary_Doguy sick eye

Einer der Schützlinge ist DOGUY. Er wurde als Baby aus schlechter Haltung befreit – angebunden mit einem kurzen Ledergurt, der sich tief in seinen Bauch eingeschnitten hatte. Die Fleischwunden sind längst verheilt, aber Doguy leidet an einer schweren Augenerkrankung, die nun operiert werden muss. Für den komplizierten Eingriff werden dringend Spenden benötigt.

Schützling LYNN Schimpansen-Rettung im Kongo © J.A.C.K.

LYNN wurde im Alter von etwa einem Jahr in einem Lager von Minenarbeitern entdeckt – ihre Mutter war vermutlich als Fleischquelle gewildert worden. Das Affenmädchen war so quirlig und wild, dass sie ihren Besitzern längst lästig war und schon bald wäre auch sie im Kochtopf geendet. Das J.A.C.K. Team konnte sie quasi in letzter Minute davor bewahren. Seit 2011 lebt LYNN nun bereits in der Schimpansenstation, unter Artgenossen und in Sicherheit.

Was tut Pro Wildlife?

Pro Wildlife finanziert den Besuch und die Arbeit der spanischen Tierärztin Aniare Basaras, die bereits im Affenwaisenhaus in Limbe jahrelange Erfahrung sammeln konnte. Ainare wird nicht nur die notwendigen veterinärmedizinischen Untersuchungen, Behandlungen und Operationen durchführen, sondern auch die Tierpfleger schulen.

Dr. Ainare Basaras im Limbe Wildlife Centre © LWC

Dr. Ainare Basaras im Limbe Wildlife Centre © LWC

Weitere Informationen:

» Affen-Patenschaft

» J.A.C.K.

» Hintergründe zur Affenjagd

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