Hilfe für Wildtiere in Australien

Unser Einsatz für Koalas, Kängurus & Co.

Die verheerenden Buschbrände in Australien Anfang 2020 haben rund 120.000 Quadratkilometer Wälder, Wiesen und Buschland zerstört – Schätzungen zufolge waren bis zu drei Milliarden Tiere von den Feuern betroffen. Gemeinsam mit Partnern vor Ort setzen wir uns dafür ein, die Folgen des Infernos zu bekämpfen. Darüber hinaus klären wir über die kommerzielle Ausbeutung  australischer Wildtiere auf und kämpfen für ein Umdenken in Politik und Industrie.

In den verbrannten Waldbegieten sind Nahrung und Wasser knapp © HSI

Gemeinsam mit der Partnerorganisation Humane Society International (HSI) bekämpft Pro Wildlife die Folgen von Dürre und Feuern: Nach dem Flammen-Inferno Anfang 2020 stand die Rettung verletzter Wildtiere sowie Hilfe für die Auffangstationen im Vordergrund. Dort wurden u.a. Kängurus, Koalas, Possums und Vögel gesund gepflegt und schließlich wieder ausgewildert.

Auch für all jene Tiere, die in den zerstörten Gebieten verblieben sind, finanzieren wir Hilfe: Zum einen setzen wir auf Umsiedlungen, bei denen überlebende Tiere (in der Regel Koalas) in den verwüsteten Wäldern mithilfe von Infrarotdrohnen geortet, von Kletterern gerettet und in intakte Regionen transportiert werden. Darüber hinaus installieren unsere Partner zahlreiche Wasser- und Futterstationen, um die Tiere vor dem Verhungern und Verdursten zu bewahren.

Ein geretteter Koala wird in eine Auffangstation gebracht © HSI

Langfristige Präventionsarbeit

Mit unserer Hilfe wurden bisher in ganz Australien über 20 Auffangstationen und Pfleger unterstützt, die sich in den von Buschbränden häufig betroffenen Gebieten um die Wildtiere zu kümmern. Dank der Mittel von Pro Wildlife können neue Wasserspeichersysteme installiert und die Unterbringungen modernisiert und vergrößert werden.  So sind die Helfer vor Ort auch auf kommende Katastrophen besser vorbereitet und können mehr Tiere versorgen.

Gleichzeitig unterstützt unser Projekt die politische Naturschutzarbeit in Australien, mit dem Ziel strengere Regelungen für die Emission von Treibhausgasen festzulegen und sich für den Erhalt großer Waldgebiete einzusetzen. Das hilft nicht nur dabei, den Klimawandel aufzuhalten – die Wälder sorgen auch dafür, dass die Natur besser auf die Folgen von Hitze und Dürre vorbereitet ist.

In den Stationen werden die Tiere behandelt und gepflegt © HSI

Jagd auf Australiens Wappentier

Auf insgesamt drei Milliarden wird die Zahl der Tiere geschätzt, die von den Feuern in Australien betroffen waren. Darunter auch viele Kängurus. Dennoch werden jedes Jahr 1,6 Millionen Kängurus gejagt und brutal getötet – um sie zu Fleisch und Leder zu verarbeiten. Diese kommerzielle Jagd ist grausam und mit den in Deutschland und Europa geltenden Tierschutzvorschriften nicht vereinbar.

Wir setzen uns dafür ein, dass deutsche Unternehmen wie adidas, Puma, dm oder Fressnapf den Verkauf von Produkten aus Känguruleder und -fleisch stoppen. Gemeinsam mit deutschen und internationalen Organisationen arbeiten wir daran, die Öffentlichkeit über die grausame Jagd aufzuklären und den Druck auf Unternehmen und Politik zu erhöhen.

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Weitere Informationen

Geretteter Koala © HSI

Die Feuer in Australien haben eine Welle der Unterstützung hervorgerufen. Lesen Sie hier Neuigkeiten zu der Lage vor Ort » Rettungsaktion in Australien

Tote Kängurus © Hopping Pictures

Deutschland ist drittgrößter Importeur für Känguruprodukte: Das liegt auch an Unternehmen wie adidas und Puma, die bei ihrer Schuhproduktion an Känguruleder festhalten. Wir fordern: Keine Schuhe mehr aus Känguruleder  » Aktion: Jagd auf Kängurus stoppen
Känguru

Kängurus werden gejagt

Die Jagd auf Kängurus in Australien ist das größte Massaker an landlebenden Wildtieren weltweit. » Erbarmungslose Jagd auf Kängurus
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