Keine Ölförderung in sensiblem Ökosystem

Gemeinsam Afrikas Naturwunder schützen

Im Januar 2021 verkündete das kanadische Unternehmen Reconnaissance Energy Africa (ReconAfrica), dass es im namibischen Teil des Schutzgebiets Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) mit Erkundungsbohrungen nach Öl und Gas begonnen hat. Das KAZA-Schutzgebiet beherbergt die größte verbliebene Population Afrikanischer Elefanten, über 600 Vogelarten sowie 128 Reptilienarten und ist eine der letzten verbliebenen Hochburgen des Afrikanischen Wildhundes.

Jetzt Petition ausfüllen & unterschreiben!

Okavango Delta Lebensraum für viele Wildtiere

Die Erkundungsgebiete von ReconAfrica sowohl in Namibia als auch in Botswana liegen größtenteils im Okavango-Flussbecken, das in das Okavango-Delta mündet – ein UNESCO-Welterbe. Das Risiko, dass Schadstoffe in die Wasserläufe dieser miteinander verbundenen Wassereinzugsgebiete gelangen und sich in der gesamten Region ausbreiten, ist besonders hoch.

Dieses Lizenzgebiet deckt das gesamte Kavango-Sedimentbecken auf einer Fläche von 25.341,33 Quadratkilometern ab und bei wirtschaftlichem Erfolg ist ReconAfrica berechtigt, dort für 25 Jahre zu fördern.

Helfen Sie uns, diese Pläne zu verhindern! Sie bedrohen nicht nur den Lebensraum von unzähligen Wildtieren, sie könnten Ackerland, Bäche und Trinkwasserquellen verunreinigen und sie stehen auch völlig im Widerspruch zu dem Ziel, unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Sollte sich das Kavango-Becken als so lukrativ erweisen, wie es sich die Aktionäre erhoffen, werden die Regierungen von Namibia und Botswana vor der Herausforderung stehen, die Verlockung des Geldes gegen den Schutz für eines der wichtigsten Ökosysteme der Welt abzuwägen.

Deswegen zählt jede Stimme, um Druck zu machen!

Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Unterschrift zu bestätigen, da Ihre Stimme ansonsten nicht zählt! Dazu einfach den Link in der Bestätigungs-E-Mail klicken.

Keine Ölförderung in sensiblem Ökosystem

Sehr geehrter Herr Präsident Geingob, sehr geehrter Herr Präsident Dr. Masisi,

ich schreibe Ihnen aus Sorge wegen einer Erkundungslizenz für Erdöl und Erdgas, die das Unternehmen Reconnaissance Africa (ReconAfrica) in Namibias ökologisch sensiblem Kavango-Becken erhalten hat. Das Projekt betrifft Botswana ebenfalls.

Ein Bündnis aus Organisationen der Zivilgesellschaft und Einzelpersonen aus Namibia, Botswana und aller Welt lehnt das Projekt ab. Ich unterstütze diese Ablehnung aus folgenden Gründen:

Durch das Erdöl-Projekt drohen die Zerstörung und Verschmutzung der Natur und von Schutzgebieten: das Gebiet liegt großteils im KAZA Transfrontier Park und tangiert drei Nationalparks. Der Fluss Okavango und die Panhandle-Region versorgen das einzigartige Okavangodelta, ein Unesco Welterbegebiet, mit Wasser. Das ebenfalls betroffene Unesco Welterbe Tsodilo Hills wird von den indigenen San, die dort eines ihrer letzten Rückzugsgebiete haben, verehrt.

Ich bin zutiefst besorgt über die zu erwartenden Auswirkungen der Förderung von Erdöl und Erdgas in sensiblen Ökosystemen:

  • die Erschöpfung und Verschmutzung von begrenzten Wasservorkommen, insbesondere in Ländern mit extremen Dürren.
  • vor Bohrungen muss die Vegetation entfernt werden, was Waldvernichtung und Wüstenbildung verursacht.
  • Wilderei kann zunehmen, weil die Region durch Straßen zu den Bohrstellen erschlossen wird.
  • das Bohren – möglicherweise Fracking – verursacht Lärm mit Auswirkungen auf Menschen und Wildtiere.
  • Luftverschmutzung hat Folgen für die Gesundheit
  • Seismische Aktivitäten können nach dem Ende der Bohrungen anhalten.

Die tiefgreifenden und dauerhaften, negativen Auswirkungen auf die Umwelt, das Weltklima, die indigenen Gemeinschaften, den Tourismus und die gute Reputation von Namibia und Botswana wiegen schwerer als die Vorteile, die großteils ReconAfrica und den Investoren zugute kommen.
Auf Grundlage dieser Argumente unterstütze ich die Forderungen des örtlichen Bündnisses:

Bitte unternehmen Sie alles, was in Ihrer Macht steht und für das Sie verantwortlich sind, um dieses die Zukunft bedrohende Projekt zu stoppen. Wir müssen das Erdöl im Boden lassen und stattdessen in erneuerbare Energiequellen investieren.

Mit freundlichen Grüßen

%%ihre Unterschrift%%

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