Gutes tun – über das eigene Leben hinaus.

Den geliebten Partner und Familienangehörige absichern, Menschen bedenken, die Ihnen am Herzen liegen oder gemeinnützige Organisationen unterstützen, die die Welt in Ihrem Sinne erhalten: Mit Ihrem Testament bestimmen Sie, wo die Früchte Ihres Lebens ihre Samen setzen.

Warum ein Testament?

Ganz gleich wie groß Ihr Vermögen ist: Es ist sinnvoll, Ihren letzten Willen schriftlich zu formulieren. Die gesetzlichen Regelungen können zwar durchaus Ihrem Willen entsprechen – doch oftmals erfüllt die gesetzliche Erbfolge nicht den Wunsch nach einem gerechten und sinnvollen Vermächtnis. Mit Ihrem Testament können sie selbst bestimmen, wo und wie Ihr Nachlass eingesetzt wird.

Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihren letzten Willen niederzulegen:

  • Das eigenhändige Testament
    In diesem Fall MUSS ihr letzter Wille handschriftlich verfasst sein, ein Computerausdruck ist nicht gültig. Zudem muss Ort, Datum sowie Ihre Unterschrift mit Vor- und Zuname enthalten sein. Ein eigenhändiges Testament kann auch von Ehepartnern gemeinsam verfasst werden. Die Formulierung Ihres letzten Willens ist frei. Es sollte jedoch klar formuliert sein, wer ihr Erbe sein soll und wem Sie ggf. ein Vermächtnis (einzelne Werte) hinterlassen.
  • Das notarielle Testament
    Sie verfassen Ihr Testament gemeinsam mit einem Notar Ihrer Wahl, der dieses dann beurkundet. Auf Wunsch kann der Notar Ihr Testament beim Amtsgericht in amtliche Verwahrung geben. Damit können Sie sicher sein, dass Ihr letzter Wille rechtlich einwandfrei formuliert ist und nicht verloren geht.

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Pro Wildlife e.V. ist ein vom Finanzamt als gemeinnützig und mildtätig anerkannter Verein und somit von der Erbschafts- sowie der Schenkungsteuer befreit. Jede testamentarische Zuwendung und jede Schenkung kommt daher ungeschmälert unserer Arbeit zum Schutz von Wildtieren und deren Lebensraum zu Gute.

Was geschieht, wenn Pro Wildlife erbt?

Sobald Pro Wildlife in einem Testament bedacht ist, werden wir vom zuständigen Nachlassgericht informiert. Daraufhin nehmen wir Kontakt mit den Miterben auf und bereitet den Übergang des im Testament festgelegten Vermögenswertes vor, in der Regel mit Hilfe eines erfahrenen Fachanwalts. Wir übernehmen alle damit verbundenen Rechte und Pflichten und sorgen selbstverständlich auch für Erfordernisse wie z.B. eine Wohnungsauflösung, die Unterbringung eines Haustieres oder die Grabpflege.

Bei komplizierten Erbregelungen empfehlen wir Ihnen, den Rat eines Fachanwalts für Erbrecht einzuholen. Dies gibt Ihnen die Sicherheit, Ihren letzten Willen unmissverständlich und rechtlich einwandfrei niedergelegt zu haben.

Expertentipps: Interview mit Rechtsanwältin Sabine Sepp

Frau Sepp, warum sollte man ein Testament errichten?

Nicht viele Menschen möchten sich zu Lebzeiten mit dem Tod beschäftigen. Viele leben frei nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut“ und errichten gar kein Testament. Dies ist ein sehr großer Fehler! Nur mit einem Testament können Sie sicherstellen, wer etwas von dem meist hart erarbeiteten Vermögen bekommen soll.

Was passiert ohne Testament?

Liegt kein Testament vor, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Diese gesetzliche Erbfolge richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad und dem ehelichen Güterstand des Verstorbenen. An erster Stelle kommen der überlebende Ehepartner und die Kinder als Erben erster Ordnung zum Zuge. Bei kinderlosen Erblassern können jedoch auch Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und andere noch weiter entfernte Verwandte erben. Somit kann es passieren, dass Verwandte von Gesetzes wegen erbberechtigt sind, obwohl der Erblasser nie wollte, dass diesen Personen etwas von seinem Vermögen zukommt. Dies können Sie nur mit der Errichtung eines Testaments verhindern.

Was raten Sie, wenn keine oder keine geeigneten Erben vorhanden sind?
Oder wenn man mit seinem Erbe Gutes tun möchte?

Mit einem Testament hat der Erblasser die Möglichkeit, sein Vermögen ganz oder in Teilen gemeinnützigen Organisationen zukommen zu lassen. Oft sind keine Kinder oder andere Familienmitglieder als geeignete potentielle Erben vorhanden. Oder sie sind gut versorgt und haben sich bereits eine eigene gesicherte Existenz aufgebaut. Dann kann man nach seinem Tod mit seinem Vermögen etwas Gutes tun und bleibende Werte hinterlassen. Gemeinnützige Organisationen wie Pro Wildlife e.V. unterstützen zum Beispiel:

Wer sicherstellen will, dass mit seinem Vermögen über den eigenen Tod hinaus sinnvolle Arbeit und Hilfe geleistet wird, kann in seinem Testament eine oder mehrere Organisationen bedenken. Alles was einer gemeinnützigen Einrichtung hinterlassen wird, kommt ohne steuerlichen Abzug an. Denn diese Organisationen sind von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit. Somit kommt das zugewandte Erbe ungeschmälert bei den Hilfsprojekten an.
Rechtsanwältin Sabine Sepp

Rechtsanwältin Sabine Sepp

Frau Rechtsanwältin Sabine Sepp ist in ihrer Kanzlei in Erding bei München schwerpunktmäßig mit dem Thema Erbrecht befasst. Ihre Kontaktdaten finden Sie in unserer Broschüre.

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