Hilfe für Delfine

Forschung für den Schutz von Delfinen & Kleinwalen.

Der Chinesische Flussdelfin gilt seit 2006 als ausgestorben. Viele weitere Delfine und Kleinwale sind inzwischen durch Beifang, Verschmutzung und Jagd bedroht. Oft scheitern jedoch konkrete Schutzmaßnahmen daran, dass zu wenig über die Gefahren für die Tiere und die Bestandsgrößen bekannt ist. Pro Wildlife fördert deshalb verschiedene in situ-Projekte zur Erforschung von Delfinen und Kleinwalen.
Delfine_ grosser Tümmler

Die seltene Unterart des Großen Tümmlers ist „Objekt“ einer aktuellen Studie

Seit 2010 bereits unterstützt Pro Wildlife jeweils auf ein bis drei Jahre angelegte Forschungsprojekte für Kleinwale und Delfine unter dem Dach der Internationalen Walfangkommission (IWC). Aktuell (Stand Oktober 2021) laufen u.a. dank unserer Unterstützung folgende Studien, die helfen sollen, die Gefährdungsfaktoren für kleine Meeressäuger besser zu verstehen und zu reduzieren:

  • An der Grenze zwischen Nepal und Indien untersucht ein Team die Auswirkungen eines Staudammprojektes auf den stark gefährdeten Ganges-Flussdelfin (Platanista gangetica) und seinen Lebensraum. Nur wenn solche konkreten Daten vorliegen, kann bei künftigen ähnlichen Projekten der negative Einfluss auf Delfine verringert werden.
  • Aus Zentralamerika ist wenig über den Bestand des Guiana-Delfins bekannt (Sotalia guianensis). Die Art ist in der Roten Liste bedrohter Arten als potenziell gefährdet eingestuft, es fehlen jedoch zuverlässige Informationen. Die neue Studie soll endlich belastbare Daten liefern.
  • Auch in Venezuela geht es um den Guiana-Delfin (Sotalia guianensis). In dem südamerikanischen Land werden Delfine noch immer gezielt gejagt oder sie sterben als Beifang in der Fischerei. Aufklärungskampagnen für die örtliche Bevölkerung sollen nun helfen, die Sterblichkeit des Guiana-Delfins zu reduzieren.
  • In Peru geht es aktuell um den Burmeister-Schweinswal (Phocoena spinipinnis), der zu den am wenigsten erforschten kleinen Meeressäugern gehört. Erstmals sollen nun Bestandsschätzungen durchgeführt und Daten zum Beifang ermittelt werden – als Voraussetzung für gezielte Schutzmaßnahmen.
  • In Argentinien erforscht ein Team die Bestandsgröße und -Entwicklung der südamerikanischen Unterart des Großen Tümmlers (Tursiops truncatus gephyreus). Der Bestand dieser Unterart sinkt rapide – die Studie soll helfen, die Gründe hierfür zu identifizieren.

Die Ergebnisse der Studien sowie Handlungsempfehlungen an die jeweiligen Regierungen werden bei der IWC vorgestellt.

Ganges-Flussdelfine sind u.a. durch Staudämme bedroht © NOAA

Ganges-Flussdelfine sind u.a. durch Staudämme bedroht © NOAA

Langfristiger Schutz für kleine Meeressäuger

Ein Ziel von Pro Wildlife ist es, dass die IWC ihren Fokus weg vom Walfang, hin zu einem effektiven Schutz von Walen und Delfinen verschiebt. Hierzu gehört auch der Einsatz für den Schutz der bislang weitgehend ungeschützten Delfine und Kleinwale. Auch deshalb ist das IWC-Forschungsprogramm für die kleinen Meeressäuger so wichtig.

Guyana-Delfine werden in Südamerika gejagt und sterben als Beifang © Jan Willem Broekema CC 2.0

Guyana-Delfine werden in Südamerika gejagt und sterben als Beifang © Jan Willem Broekema CC 2.0

Stand: 26. Oktober 2021

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