BuckelwalFinnwalGrindwalGroßer TümmlerOrcaVaquitaZwergwal
Status
nicht gefährdet
Population
ca. 60.000
Lebensraum
Beheimatet in allen Ozeanen
Der Buckelwal (Megaptera novaeangliae) beugt beim Abtauchen seinen Rücken und bildet dabei einen Buckel. Sie sind die Akrobaten und Sänger unter den großen Walen: Sie zeigen spektakuläre Sprünge, bei denen sie oft den ganzen Körper aus dem Wasser katapultieren, und klatschen mit Brust- und Schwanzflossen auf die Wasseroberfläche. Dies dient offenbar vor allem der Kommunikation mit anderen, weiter entfernten Walen.

Berühmtheit erlangten Buckelwale vor allem wegen ihres einzigartigen Gesangs: Dieser Laut ist nicht nur einer der vielfältigsten im gesamten Tierreich, sondern mit 190 Dezibel auch einer der lautesten. Der Gesang ist aus einzelnen, sich wiederholenden Strophen aufgebaut; Wale aus verschiedenen Regionen singen unterschiedliche Lieder. Ihre Hauptnahrung ist Krill und vornehmlich kleine Fische – außergewöhnlich ist dabei ihre Jagdmethode: Sie tauchen unter einen Fischschwarm und stoßen dabei zahllose kleine Luftblasen aus, die eine Art Ringnetz um den Fischschwarm legen – dabei kann dieses Luftblasen-Netz bis zu 45 Meter Durchmesser erreichen. Dann tauchen sie mit geöffnetem Maul von unten durch den Fischschwarm, der ihnen so nicht entkommen kann.Auch wurden Buckelwale dabei beobachtet, wie sie Beute mit einem Schlag der Fluke oder der Brustflosse (Flipper) betäuben.

Buckelwale wandern jährlich tausende Kilometer zwischen den kalten, aber futterreichen Gebieten der Arktis bzw. Antarktis und den warmen Regionen, in denen sie sich paaren und ihre Junge zur Welt bringen. Ein Jahr nach der Paarung kommt das Neugeborene zur Welt, das bereits zwei Tonnen wiegt und täglich 50 Liter Muttermilch trinkt.

Durchschnittlich werden die Tiere etwa 13 Meter lang. Über die schwarz-weiße Zeichnung und die wellenförmige Kante der riesigen Brustflossen sowie der markanten Schwanzfluke kann man jeden Buckelwal wie mit einem Fingerabdruck individuell identifizieren. Dem Menschen gegenüber haben sie wenig Scheu. Sie nähern sich oft Schiffen, was sie bei Wal-Beobachtern sehr beliebt macht. Der Walfang im 20. Jahrhundert hat die Bestände stark dezimiert.

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