Die Waisen im Elefantenwaisenhaus Sambia

Seit Jahren eskaliert die Wilderei von Elefanten in  Afrika. Zehntausende der majestätischen Dickhäuter werden jährlich ihres Elfenbeins wegen getötet. Zurück bleiben hilflose Elefantenbabys, ohne ihre Mütter sind sie dem Tod geweiht. Wenn die Kleinen rechtzeitig entdeckt werden, nehmen unsere Projektpartner Game Rangers International sie in ihrer Auffangstation Lilayi in Sambia auf. Oberstes Ziel: Sie sollen wieder in Freiheit leben. Ein jahrelanges Vorbereitungsprogramm, spezielle Nahrung und vor allem viel Liebe sind nötig, um die Babys für ihr Leben im Kafue Nationalpark fit zu machen.

Diese Dokumentation erzählt die Geschichte hinter der Geschichte:

Waisenhaus Lilayi

Im Moment leben drei Elefantenwaisen in der Auffangstation Lilayi in Sambia: NjanjiKakaro und Kasewe. Wenn die Kleinen alt und kräftig genug sind, ziehen sie vom Waisenhaus in die Auswilderungsstation im Kafue Nationalpark um. Die Schützlinge, die das geschafft haben, finden Sie weiter unten.

 Njanji, geboren im September 2015

Elefantenwaisenhaus Lilayi Lusaka_Sambia_Njanji

Njanji wurde mit elf Monaten gerettet, als er alleine versuchte, sich mehreren Elefantenherden anzuschließen. Er war dünn, trank aber von Anfang an viel Milch und wuchs schnell. Er ist im Moment der Älteste im Lilayi Elefantenwaisenhaus.

Kakaro, geboren im Dezember 2015

Kakaro im Elefantenwaisenhaus Lilayi in Lusaka, Sambia

Kakaro wurde alleine auf einer Insel im Fluss Luangwa gesichtet, wohin er wohl von Mosambik geschwommen war. Seine Mutter ist offenbar dort Wilderern zum Opfer gefallen. Sein Schwanz war von Krokodilen abgebissen worden und er war stark traumatisiert. Mit nur neun Monaten war sein Körper dem Stress nicht gewachsen und sein Zustand verschlechterte sich nach seiner Rettung zusehends. Drei Monate lang war er krank, doch inzwischen ist er zu einem selbstbewussten Jungtier herangewachsen.

 

Kasewe, geboren im Dezember 2015

Kasewe im Elefantenwaisenhaus Lilayi in Lusaka, Sambia

Kasewe wurde mit neun Monaten von einer Lehrerin gerettet. Ihre Mutter war vier Tage zuvor in Mosambik erschossen worden. Dieser Verlust war für Kasewe sehr traumatisch und sie suchte von Beginn an die Nähe zu den Pflegern im Lilayi Elefantenwaisenhaus und litt unter Depressionen und posttraumatischem Stress. Sie ist im Moment die Kleinste in der Herde im Waisenhaus.

Viele der kleinen Schützlinge im Elefantenwaisenhaus sind auf intensive Pflege und auf eine auf sie abgestimmte Milch angewiesen. Mit ihrer Patenschaft unterstützen Sie direkt das Waisenhaus in Sambia.

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Kafue Releace Facility

Das Elefantenwaisenhaus in Lusaka kümmert sich um die kleinen und hilflosen Elefanten. Sind die Waisen alt und kräftig genug, ziehen sie in die Auswilderungsstation im Kafue Nationalpark um. Dort werden im Moment zwölf Elefantenwaisen auf ihr Leben in Freiheit vorbereitet: Chamilandu, Batoka, Tafika, Rufunsa, Mosi-Oa-Tunya, Mphamvu, Maramba, Kavalamanja, Musolole, Zambezi, Nkala und Muchichili
Die meisten der Kleinen konnte überhaupt nur überleben, weil sie gerettet wurden und im Waisenhaus in Lusaka aufgewachsen sind. Sie zeigen eindrucksvoll den Erfolg des Waisenhauses.

Chamilandu, geboren im April 2006

Chamilandu_Kafue Release Facility

Chamilandu ist die älteste und größte Elefantin in der Kafue Release Station. Als sie eineinhalb Jahre alt war, töteten Wilderer ihre Mutter im South Luangwa Nationalpark. Zu Beginn litt sie unter Albträumen, erholte sich aber, wurde zur Matriarchin der Herde und kümmert sich rührend um die Jüngeren.

Batoka, geboren im April 2008

Batoka_Kafue Release Facility

Batoka strandete mit 18 Monaten auf einer Insel im Fluss Sambesi. Er ist der älteste Bulle in der Herde in der Kafue Release Station. Nach seiner Rettung brauchte er sechs Monate Pflege – jetzt ist er voller Energie und misst sich gerne mit den anderen Elefanten.

 

Tafika, geboren im November 2008

Tafika wakes up_Kafue Release Facility

Mit nur neun Monaten fiel Tafika in eine Latrine und wurde von der Herde getrennt, da Bewohner seine Familie vertrieben. Zu Beginn benötigte Tafika noch Milch, jetzt ist er zum zweitgrößten Bullen der Herde herangewachsen.

 

Rufunsa, geboren im Juni 2010

Rufunsa_Kafue Release Facility

Rufunsa wurde mit nur drei Monaten zum Waisen gemacht. Er schwamm mit seiner Mutter an der Grenze von Sambia und Mosambik durch den Sambesi. Seine Mutter wurde erschossen und als er versuchte, über den Fluss zu entkommen, wurde auch er angegriffen und verletzt. Stark traumatisiert benötigte er viel Genesungszeit. Aufgrund der gesundheitlichen Probleme als er sehr jung war ist er noch immer einer der kleinsten Elefanten der Herde.

 

Mosi-Oa-Tunya, geboren im August 2010

Mosi-Oa-Tunya_Kafue Release facility

 

Mosi wurde in der Nähe der Viktoria Wasserfälle gefunden. Er irrte alleine umher und wurde mehrfach von Bauern gesehen. Bei seiner Rettung war er dann schwer dehydriert und unterernährt. Er ist inzwischen zu einem gesunden, jungen Bullen herangewachsen.

 

Mphamvu, geboren im März 2013

Mphamvu_Kafue Release Facility

 

Mphamvu wurde mit zweieinhalb Jahren gefunden. Er war sehr krank und hatte ein infiziertes Auge. Obwohl er zunächst stabil schien, verschlechterte sich sein Zustand zusehends und er musste eine Woche lang intensiv betreut werden. Mphamvu hat seinen ganz eigenen Kopf. Er ist sehr selbstbewusst und unternimmt gerne Ausflüge.

 

Maramba, geboren im April 2010

Maramba_Kafue release Facility

Maramba wurde von der Maramba River Lodge in Livingstone gesichtet, als er mit 18 Monaten alleine umherirrte. Er wurde in das Lilayi Elefantenwaisenhaus gebracht und musste zu Beginn noch mit Milch gefüttert werden. Inzwischen lebt Maramba in der Kafue Release Facility.

 

Kavalamanja, geboren im Oktober 2010

Kavalamanja

Kavalamanjas Mutter wurde von Wilderern getötet. Die Kleine schaffte es mehr als eine Woche, am Leben zu bleiben, doch sie war in schlechtem gesundheitlichem Zustand. Noch nicht einmal ein Jahr alt, war Kavalamanja noch immer abhängig von der Muttermilch und ihr Körper war übersät mit infizierten Narben. Mit der richtigen Pflege erholte sie sich schnell und lebt inzwischen in der Kafue Release Facility.

 

Musolole, geboren im Mai 2011

2012-08_Musolole

 

Musolole wurde nach dem mutigen Ranger benannt, der bei dem Versuch, seine Mutter vor Wilderern zu retten, getötet wurde. Mit sechs Monaten wurde Muso zum Waisen. Als die Retter eintrafen, waren die Wilderer noch vor Ort und lieferten sich einen Schusswechsel mit den Rangern. Muso wurde eine Woche später gefunden, stark dehydriert und voller Narben. Seinen traumatischen Start ins Leben merkt man dem jungen Bullen inzwischen gar nicht mehr an.

 

Zambezi, geboren im Oktober 2011

Zambezi_Kafue Release Facility

 

Zambezi wurde mitten in der Nacht in einem Pool in Lower Zambezi gefunden. Er war offenbar bei dem Versuch zu trinken hineingefallen. Er war schon mehrere Tage allein und seine Mutter starb aller Wahrscheinlichkeit nach an Anthrax. Er benötigte viel Zeit, um gesund zu werden und sich in die Herde zu integrieren, doch inzwischen ist er fester Bestandteil der Gruppe in der Kafue Release Facility.

Nkala, geboren im März 2013

Nkala_Kafue release Facility

 

Nkala wurde mit drei Monaten von seiner Herde getrennt, als er sich in einem Viehzaun verhedderte und seine Familie verscheucht wurde. Bei seiner Rettung war er der jüngste Elefant im Waisenhaus und er benötigte viel Unterstützung. Inzwischen lebt er in der Herde in der Kafue Release Facility.

 

Muchichili, geboren im April 2014

 

Muchi wurde gerettet, da er mit nur eineinhalb Jahren alleine auf einer Insel im Sambesi gesichtet wurde. Er musste zunächst lernen, sich gegenüber den anderen Elefanten zu behaupten, lebt aber inzwischen gut in die Herde integriert in der Kafue Release Facility.

>> Mehr Informationen zum Elefantenwaisenhaus in Lusaka, Sambia

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