Wildtiere retten in Liberia

Libassa Wildlife Sanctuary

1. Überblick

Liberia gehört zu den ärmsten Ländern Westafrikas, in dem verschiedenste Arten für den Handel mit Buschfleisch bejagt werden: Von Affen über Schlangen und Schuppentiere bis hin zu Zibetkatzen. Hinzu kommt, dass Tiere, insbesondere die Babys der gewilderten Primaten illegal als Haustiere gehalten werden.

Ende 2016 verabschiedete Liberias Regierung endlich ein neues Gesetz zum Schutz bedrohter Wildtiere, das Handel, Haltung und Verzehr bedrohter Arten verbietet. Um die beschlagnahmten Tiere aufzunehmen und zu versorgen, wurde die „Libassa Wildtier Station“ gegründet. Libassa ist die einzige Rettungsstation für viele verschiedene Tierarten in ganz Liberia und den angrenzenden Regionen.

Pangolin Rettung Liberia

2. Ziele

  • Rettung und Pflege von beschlagnahmten Wildtieren
  • Wiederauswilderung wo immer es möglich ist
  • Lebenslange Versorgung von Tieren, die in der Wildnis nicht mehr überleben können
  • Vollzugshilfe und Durchsetzung von Schutzgesetzen
  • Aufklärungsarbeit zu Buschfleisch und Tierhandel
  • Bildungsprogramme für Schüler im Artenschutz

Bildungsarbeit Tierschutz Libassa

3. Erfolge

  • Seit der Eröffnung in 2017 nahm die Station bereits 551 beschlagnahmte Wildtiere auf und versorgte sie.
  • 274 Wildtiere konnten vollständig gesund gepflegt und wieder ausgewildert werden.
  • Aktuell sind 130 Wildtiere in der Station, darunter verschiedenen Affenarten, aber auch Weißbauchschuppentiere, Schildkröten und Papageien.

4. Spendenbedarf

  • Medizinische Versorgung der Schützlinge
  • Milchersatz für Jungtiere
  • Aufklärungsarbeit zu Buschfleisch und Wildtierhandel
  • Vollzugshilfe und Strafverfolgung
Affenkind in der Auffangstation
Der kleine Juba klammerte sich an seine tote Mutter, die für den Buschfleischhandel erschossen wurde. Er sollte als Haustier verkauft werden. Das Halten von Rußmangaben als Haustier ist verboten und der Händler konnte überzeugt werden, Juba der Auffangstation zu übergeben. Das Affenkind hat in den wenigen Monaten seines Lebens viel durchgemacht – es hatte sogar ein blaues Auge. In der Station wird er nun mit viel Liebe gesund gepflegt und dann Mitglied einer 53-köpfigen Mangabengruppe.
Gerettetes Krokodil, Liberia
Dieses afrikanische Sumpfkrokodil kam völlig dehydriert mit einen eng gebundenen Seil, dass sich in seine Haut geschnitten hat, in die Rettungsstation. Das bis zu 1,90m lange Sumpfkrokodil ist in Liberia geschützt und darf nicht gefangen oder gehandelt werden. Dieser kleine Kerl stand für 10 Dollar illegal zum Verkauf…

Sobald seine Wunden verheilt sind und das Krokodilkind wieder bei Kräften ist, wird es wieder in die Wildnis entlassen.

Jetzt Wildtieren in Liberia helfen!
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