Hilfe für Orang-Utans, Indonesien

Asiens letzte Menschenaffen benötigen dringend Ihre Hilfe!

Nur noch  5.000 bis 7.000 Sumatra-Orang-Utans turnen durch Asiens Dschungel. Weil die letzten Regenwälder für Palmölplantagen gerodet werden, verschwindet die Heimat der rothaarigen Menschenaffen – mit dramatischen Folgen: Sie sind akut bedroht. Viele Tiere verhungern, manche verirren sich in die Plantagen. Dort suchen sie nach Futter und werden als Schädling abgeschossen, die Jungtiere oft illegal als Haustier verschachert.
Orang-Utan-Waise © SOCP

Orang-Utan-Waise © Sumatran Orangutan Conservation Programme

Das Schutzprogramm für Sumatra-Orang-Utans (SOCP = Sumatran Orangutan Conservation Programme) kämpft gegen das Aussterben dieser Art und für den Schutz ihres Lebensraums. Die durch Pro Wildlife unterstützte Auffangstation auf der indonesischen Insel kümmert sich um heimatlos gewordene Orang Utans, verwaiste Jungtiere und ältere Tiere, die von den Behörden aus privater Haltung beschlagnahmt worden sind. Viele sind verstört und krank. Ärzte und Pfleger päppeln die Tiere wieder auf und bereiten sie auf ein neues Leben vor – in Wäldern fern von Palmölplantagen.

Lebensraumverlust und illegale Haustierhaltung

Der Lebensraum der Orang-Utans beschränkt sich auf die Wipfel der hohen Bäume in dichten Regenwäldern. Für neue Agrarflächen werden große Regenwaldflächen legal oder gar illegal gerodet. Indonesien ist inzwischen der weltweit größte Palmölproduzent, dem Anbau fallen wertvolle Tropenwälder zum Opfer. Daten der FAO bestätigen, dass zwischen 1990 und 2005 mehr als drei Millionen Hektar Palmölplantagen in Indonesien neu angelegt wurden. Über die Hälfte dieser Plantagen entstand, indem Wälder einfach abgeholzt wurden. Obwohl es in Indonesien illegal ist, Orang-Utans zu töten, zu fangen, zu halten oder sie zu verkaufen, landen zahlreiche Tiere in privaten Haushalten oder auf dem Schwarzmarkt. Noch immer sind viele Menschen bereit, einen hohen Preis für einen jungen Orang-Utan zu bezahlen.

Orang-Utan-Waise © Sumatran Orangutan Conservation Programme

Orang-Utan-Waise © Sumatran Orangutan Conservation Programme

Zurück in die Freiheit

Jungtiere haben oftmals kurz zuvor ihre Mutter verloren, für die sanften Menschenaffen ein schmerzvolles Erlebnis. Denn normalerweise verbringen die Affenkinder sieben bis neun Jahre bei ihrer Mutter. Manche Tiere verweigern das Futter und den Kontakt  zu Artgenossen oder Pflegern. Sie brauchen dann intensive Pflege und Zuneigung. Doch eines Tages sollen die Schützlinge wieder ein Leben in Freiheit führen können. Durch die Auswilderung der Tiere wird nicht nur das Überleben der Art in freier Wildbahn gesichert, sondern auch das vieler anderer Arten, denn als „Gärtner des Waldes“ verteilen Orang-Utans die Samen der verzehrten Früchte und sorgen damit für den Erhalt des Regenwaldes. Bis jetzt wurden bereits über 200 Orang-Utans erfolgreich ausgewildert.

Weitere Informationen:

» Affen-Patenschaft

» Website des SOCP, Sponsoren

» WDR-Dokumentation über das SOCP & Palmöl

 

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