Tierschützer begrüßen Hessens erneute Bundesratsinitiative für ein Wildtierverbot im Zirkus.

München,  11. Februar 2016. Die Tierschutzorganisation Pro Wildlife begrüßt den erneuten Vorstoß Hessens im Bundesrat, um die Haltung von Wildtieren im Zirkus zu verbieten. Die Länderkammer hatte die Bundesregierung bereits 2011 und 2003 aufgefordert, die Haltung bestimmter Wildtierarten, wie z.B. Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und  Flusspferde zu verbieten. Die Bundesregierung hat aber bisher keine entsprechenden Schritte eingeleitet. „CDU und CSU blockieren auf Bundesebene ein Wildtierverbot im Zirkus. Umso bemerkenswerter, dass nun das CDU-geführte Hessen erneut einen Vorstoß der Bundesländer anstößt“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Die Zustände in Zirkussen sind katastrophal. Manege und Zirkuswägen sind kein Lebensraum für Elefanten, Tiger und Co.. Wildtiere in Zirkussen zu halten, ist schlichtweg Tierquälerei.“ Die Bundesratsentscheidung soll noch Ende Februar fallen.
Bei Umfragen hatten sich alle Bundestagsparteien für ein Wildtierverbot ausgesprochen, mit Ausnahme der Union, die bisher einen besseren Tierschutz im Zirkus blockiert. Gleichzeitig gibt es in immer mehr Ländern ein Verbot – 19 sind es allein in Europa. Auch die Mehrheit der Bundesbürger ist laut repräsentativen Meinungsumfragen dafür. Nun ist erneuter Rückenwind aus dem Bundesrat zu erwarten. „Es sind die Bundesländer und ihre Kommunen, die im Vollzug mit dem täglichen Tierleid in Zirkussen konfrontiert sind. Deshalb erwarten wir Ende Februar einen klaren Appell des Bundesrates an die Regierung in Berlin“, betont Freyer.
In Deutschland ist die Haltung von Wildtieren im Zirkus bisher durch die sogenannten „Zirkusleitlinien“* des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft geregelt, die wesentlich schlechtere Haltungsbedingungen fordern als für Zoos. „Dies ist durch nichts zu rechtfertigen. Wildtiere haben im Zirkus dieselben Bedürfnisse wie im Zoo. Zudem erfüllen die Zirkusbetreiber häufig nicht einmal diese minimalsten Anforderungen. Um das Leid im Zirkus endlich zu beenden,  muss die Wildtierhaltung endlich auch in Deutschland verboten werden“, erläutert die Pro Wildlife Sprecherin.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Haltung von Wildtieren in Zirkussen alles andere als artgerecht ist: Sie müssen einen Großteil ihres Lebens auf engstem Raum verbringen und können ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht annähernd ausleben. Wildtiere im Zirkus leiden unter Verhaltensstörungen, Krankheiten und Einsamkeit. Angekettet oder in winzigen Käfigen können sie sich weder ausreichend bewegen noch zurückziehen. Häufig werden sie schlecht ernährt, und auch die medizinische Versorgung ist mangelhaft. „Die Haltung von Wildtieren im Zirkus ist nicht akzeptabel und längst nicht mehr zeitgemäß. Sie leiden unter den häufigen Transporten, räumlicher Enge, miserablen Haltungsbedingungen und tierquälerischer Dressur,“ so Freyer abschließend.
*Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen, veröffentlicht im Jahr 2000 durch das Bundeslandwirtschaftsministerium

Tierschützer begrüßen Hessens erneute Bundesratsinitiative für ein Wildtierverbot im Zirkus

München,  11. Februar 2016. Die Tierschutzorganisation Pro Wildlife begrüßt den erneuten Vorstoß Hessens im Bundesrat, um die Haltung von Wildtieren im Zirkus zu verbieten. Die Länderkammer hatte die Bundesregierung bereits 2011 und 2003 aufgefordert, die Haltung bestimmter Wildtierarten, wie z.B. Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und  Flusspferde zu verbieten. Die Bundesregierung hat aber bisher keine entsprechenden Schritte eingeleitet. „CDU und CSU blockieren auf Bundesebene ein Wildtierverbot im Zirkus. Umso bemerkenswerter, dass nun das CDU-geführte Hessen erneut einen Vorstoß der Bundesländer anstößt“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Die Zustände in Zirkussen sind katastrophal. Manege und Zirkuswägen sind kein Lebensraum für Elefanten, Tiger und Co.. Wildtiere in Zirkussen zu halten, ist schlichtweg Tierquälerei.“ Die Bundesratsentscheidung soll noch Ende Februar fallen.
Bei Umfragen hatten sich alle Bundestagsparteien für ein Wildtierverbot ausgesprochen, mit Ausnahme der Union, die bisher einen besseren Tierschutz im Zirkus blockiert. Gleichzeitig gibt es in immer mehr Ländern ein Verbot – 19 sind es allein in Europa. Auch die Mehrheit der Bundesbürger ist laut repräsentativen Meinungsumfragen dafür. Nun ist erneuter Rückenwind aus dem Bundesrat zu erwarten. „Es sind die Bundesländer und ihre Kommunen, die im Vollzug mit dem täglichen Tierleid in Zirkussen konfrontiert sind. Deshalb erwarten wir Ende Februar einen klaren Appell des Bundesrates an die Regierung in Berlin“, betont Freyer.
In Deutschland ist die Haltung von Wildtieren im Zirkus bisher durch die sogenannten „Zirkusleitlinien“* des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft geregelt, die wesentlich schlechtere Haltungsbedingungen fordern als für Zoos. „Dies ist durch nichts zu rechtfertigen. Wildtiere haben im Zirkus dieselben Bedürfnisse wie im Zoo. Zudem erfüllen die Zirkusbetreiber häufig nicht einmal diese minimalsten Anforderungen. Um das Leid im Zirkus endlich zu beenden,  muss die Wildtierhaltung endlich auch in Deutschland verboten werden“, erläutert die Pro Wildlife Sprecherin.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Haltung von Wildtieren in Zirkussen alles andere als artgerecht ist: Sie müssen einen Großteil ihres Lebens auf engstem Raum verbringen und können ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht annähernd ausleben. Wildtiere im Zirkus leiden unter Verhaltensstörungen, Krankheiten und Einsamkeit. Angekettet oder in winzigen Käfigen können sie sich weder ausreichend bewegen noch zurückziehen. Häufig werden sie schlecht ernährt, und auch die medizinische Versorgung ist mangelhaft. „Die Haltung von Wildtieren im Zirkus ist nicht akzeptabel und längst nicht mehr zeitgemäß. Sie leiden unter den häufigen Transporten, räumlicher Enge, miserablen Haltungsbedingungen und tierquälerischer Dressur,“ so Freyer abschließend.
*Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen, veröffentlicht im Jahr 2000 durch das Bundeslandwirtschaftsministerium
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