Reisetipps für Wildtierfreunde.

München, 8. Juli 2015. Tierschutzorganisationen fordern, dass die Reisebranche gemeinsame Standards einführt, die Wildtiere in Urlaubsländern vor Ausbeutung durch den Massentourismus schützen. Individualreisenden rät die Artenschutzorganisation Pro Wildlife genau hinzusehen, bevor sie Wildtieren nahe kommen. Denn mit der Tierliebe von Urlaubern wird Reibach gemacht; Elefanten, Tiger und Delfine werden für den Tourismus oft miserabel gehalten.

In vielen Urlaubsländern hat der Tourismus das Potenzial, positiv zum Artenschutz beizutragen. Doch wenn erkannt wird, dass lebende Tiere mehr wert sind als tote, birgt das auch Gefahren. „Die Tierliebe von Touristen wird ausgenutzt“, sagt Daniela Freyer, Biologin bei Pro Wildlife. „Mit der romantischen Vorstellung, Wildtieren ganz nahe zu kommen, wird viel Geld gemacht – sei es in Elefantencamps, Delfinarien oder vermeintlichen Auffangstationen“.

Tiershows meiden

Veranstaltungen, bei denen Wildtiere auftreten, sollten Tierfreunde vom Reiseplan streichen: Zirkusse, Delfinvorführungen, Elefantendressuren ebenso wie Shows mit Affen. Auch Tradition rechtfertigt keine Tierquälerei: Elefanten, die in asiatischen Prozessionen auftreten, werden genauso wenig artgerecht gehalten wie Raubkatzen in Tiger-Tempeln. „Anders als domestizierte Tiere lassen sich Wildtiere nicht mit Leckerlis abrichten“; sagt Freyer. „Sie werden mit Futterentzug und häufig mit Gewalt gezähmt“. Delfinarien sollten Urlauber grundsätzlich meiden und Meeressäuger nur in Freiheit beobachten.

Hände weg von Wildtieren

Als Faustregel für tierfreundlichen Tourismus gilt: Angebote, die den direkten Zugang zu Wildtieren versprechen, sind nicht artgerecht. Ob Elefantenreiten, Delfinschwimmen oder Tigerstreicheln: Für Wildtiere bedeutet der Kontakt mit ungeschulten und fremden Menschen schlichtweg Stress. Bezahlte Fotos mit Äffchen, Echsen und anderen Wildtieren sollten vermieden werden: Für den Urlauber nicht erkennbar werden die Tiere meist aus freier Wildbahn gefangen und unter unwürdigen Bedingungen gehalten.

Vorsicht bei Tierwaisenhäusern

Seriöse Wildtier-Auffangstationen erlauben Besuchern keinen physischen Kontakt mit Wildtieren. Dubiose Einrichtungen sind unter anderem daran zu erkennen, dass Touristen die Tiere füttern und streicheln dürfen. Solche Tiere gewöhnen sich an den Menschen und können nie wieder ausgewildert werden – was kommerzielle Tier-Waisenhäuser auch nicht beabsichtigen. Angebote für Laien, gegen Geld bei der Tierpflege zu helfen, sollte man genau unter die Lupe nehmen.

Tipp: Wildtiere in Freiheit beobachten

Whale watching, auf Fotosafari gehen und in Nationalparks Elefantenherden beobachten, kann zum Höhepunkt eines jeden Urlaubs werden. Tierfreundliche Angebote sind daran zu erkennen, dass die Tiere respektvoll aus gebührendem Abstand beobachtet werden. Wer sicher gehen will, sollte bei seinem Reiseveranstalter nachfragen, welche Tierschutzstandards dieser einhält.

Reisetipps für Wildtierfreunde

München, 8. Juli 2015. Tierschutzorganisationen fordern, dass die Reisebranche gemeinsame Standards einführt, die Wildtiere in Urlaubsländern vor Ausbeutung durch den Massentourismus schützen. Individualreisenden rät die Artenschutzorganisation Pro Wildlife genau hinzusehen, bevor sie Wildtieren nahe kommen. Denn mit der Tierliebe von Urlaubern wird Reibach gemacht; Elefanten, Tiger und Delfine werden für den Tourismus oft miserabel gehalten.

In vielen Urlaubsländern hat der Tourismus das Potenzial, positiv zum Artenschutz beizutragen. Doch wenn erkannt wird, dass lebende Tiere mehr wert sind als tote, birgt das auch Gefahren. „Die Tierliebe von Touristen wird ausgenutzt“, sagt Daniela Freyer, Biologin bei Pro Wildlife. „Mit der romantischen Vorstellung, Wildtieren ganz nahe zu kommen, wird viel Geld gemacht – sei es in Elefantencamps, Delfinarien oder vermeintlichen Auffangstationen“.

Tiershows meiden

Veranstaltungen, bei denen Wildtiere auftreten, sollten Tierfreunde vom Reiseplan streichen: Zirkusse, Delfinvorführungen, Elefantendressuren ebenso wie Shows mit Affen. Auch Tradition rechtfertigt keine Tierquälerei: Elefanten, die in asiatischen Prozessionen auftreten, werden genauso wenig artgerecht gehalten wie Raubkatzen in Tiger-Tempeln. „Anders als domestizierte Tiere lassen sich Wildtiere nicht mit Leckerlis abrichten“; sagt Freyer. „Sie werden mit Futterentzug und häufig mit Gewalt gezähmt“. Delfinarien sollten Urlauber grundsätzlich meiden und Meeressäuger nur in Freiheit beobachten.

Hände weg von Wildtieren

Als Faustregel für tierfreundlichen Tourismus gilt: Angebote, die den direkten Zugang zu Wildtieren versprechen, sind nicht artgerecht. Ob Elefantenreiten, Delfinschwimmen oder Tigerstreicheln: Für Wildtiere bedeutet der Kontakt mit ungeschulten und fremden Menschen schlichtweg Stress. Bezahlte Fotos mit Äffchen, Echsen und anderen Wildtieren sollten vermieden werden: Für den Urlauber nicht erkennbar werden die Tiere meist aus freier Wildbahn gefangen und unter unwürdigen Bedingungen gehalten.

Vorsicht bei Tierwaisenhäusern

Seriöse Wildtier-Auffangstationen erlauben Besuchern keinen physischen Kontakt mit Wildtieren. Dubiose Einrichtungen sind unter anderem daran zu erkennen, dass Touristen die Tiere füttern und streicheln dürfen. Solche Tiere gewöhnen sich an den Menschen und können nie wieder ausgewildert werden – was kommerzielle Tier-Waisenhäuser auch nicht beabsichtigen. Angebote für Laien, gegen Geld bei der Tierpflege zu helfen, sollte man genau unter die Lupe nehmen.

Tipp: Wildtiere in Freiheit beobachten

Whale watching, auf Fotosafari gehen und in Nationalparks Elefantenherden beobachten, kann zum Höhepunkt eines jeden Urlaubs werden. Tierfreundliche Angebote sind daran zu erkennen, dass die Tiere respektvoll aus gebührendem Abstand beobachtet werden. Wer sicher gehen will, sollte bei seinem Reiseveranstalter nachfragen, welche Tierschutzstandards dieser einhält.

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